Medienrecht

Schutz vor Domain-Streit: Checkliste
Kommentare

Geistiges Eigentum und Rechtsschutz im Internet: digitale Technologien haben sich in den vergangenen Jahren in einem rasanten Tempo weiterentwickelt und somit Angreifern aus dem Netz so manche Tür geöffnet. Was kann man tun, um seine Marken oder Domains zu schützen? Folgende Checkliste gibt einen Überblick über Sicherheitsmaßnahmen, die man ergreifen kann.

eine Checkliste zusammengestellt, die Gründer rechtlich, organisatorisch und technisch sicher, gegen jegliche Angreifer aus dem Netz, macht.

Alle Domains sichern

Alle Domains müssen rechtlich gesichert werden – auch Tippis berücksichtigen
(inklusive „Bindestrich“ und typische Vertipper. Beispiel: rtlnow.de -> rtlnau.de sichern)

Relevante Marken eintragen

Für einen effektiven Markenschutz, die Wort-Bild-Marke rechtzeitig anmelden
(Mindestens beim DPMA, idealerweise europaweit. Wenn zu beschreibend, dann gleichzeitig eine Wort-/Bild-Marke anmelden. Achtung: 6 Monate bis Eintragung. Anmeldetag gewinnt.)

Social Media Namen und URLs sichern

Brand und URLs auch über die sozialen Medien sichern
(Facebook, Twitter, Slideshare, Google+, Tumblr, Instragram, Pinterest etc.)

Crawling-Vorkehrungen installieren

Bei wertvoller Datenbank, Expertenrat über Crawling einholen
(Relevant bei wertvoller Datenbank, Rat von Experten ist empfehlenswert)

Sicherheitsaudit durch externe Experten

Testen, testen, testen, um mögliche Schwachstellen schnell zu identifizieren
(Penetrationtests und Hackerangriffe simulieren, Schwachstellen identifizieren, oftmals bekommt man auch ein Siegel)

Regelmäßige rechtliche Audits

Rechtliche Expertise von Anfang an einkalkulieren
(AGBs aktualisieren, Verfahren/Produkt vom Anwalt überprüfen lassen, Aussagen und Zahlen auf Website aktualisieren, korrektes Impressum führen etc.)

Physische Sicherheitsmaßnahmen

Auch an die Sicherheitsmaßnahmen vor dem Bildschirm denken
(Dokumente schreddern, PCs bei Verlassen schließen, Zugänge beschränken, Rollenverteilung beim File-Sharing etc.)

Nachhaltige Mitarbeiterbindung

Mit Go Live alle Mitarbeiter ins Boot holen. (Faire Arbeitsverträge, allerdings auch Geheimhaltungspflichten und (nachvertragliche) Wettbewerbsverbote, allgemeines Unternehmensklima, ordentliche und regelmäßige Feedbackrunden, Sicherung der Rechte bei freien Mitarbeitern/-innen bzw. Agenturen.)

Informationen auf „need-to-know-Basis“ preisgeben

Mit vertraulichen Informationen zum Start-up haushalten. (Ohne Vertrauensverhältnis nur Informationen preisgeben, die für das beidseitige Erreichen eines Ziels notwendig sind)

Dialog mit Wettbewerbern suchen

Kaffee trinken mit dem Wettbewerb ist kein Verbrechen
(Auf Geschäftsführungs- und Eigentümerebene, auch Kaffee trinken ist ein erster Schritt)

Aufmacherbild: Man pushing virtual domain name on white background, internet concept via Shutterstock / Urheberrecht: rvlsoft

Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Meinungen zu diesem Beitrag

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -