Carsharing

Shared Economy – welcher Carsharing-Anbieter liegt vorne?
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Carsharing ist nur ein Beispiel der immer stärker wachsenden Shared Economy. Car2Go, DriveNow und Co. haben den Alltag vieler Großstädter verändert. Folgende Infografik vergleicht die wichtigsten Carsharing-Dienstleister in Deutschland.

Der Trend geht weg vom Besitz hin zur Nutzung. Eine Entwicklung, die die Deutsche Bahn mit ihren Leihfahrrädern bereits frühzeitig in Deutschland etabliert hat und sich nun mit Carsharing-Dienstleistern fortsetzt: die sogenannte Shared Economy hat längst in unserem Alltag Einzug gehalten und findet in Startups wie airbnb und Uber bereits erfolgreich umgesetzte Unternehmenskonzepte. Und so empfinden jüngere Generationen im städtischen Umfeld den Besitz eines eigenen Fahrzeugs nicht mehr als notwendig und auch der Stempel des Statussymbols verblasst nach und nach. Der Anteil der Neuwagenkäufe der unter 45-Jährigen sank zwischen 1995 und 2013 von 48,1% auf 27,4%. Doch auch diejenigen, die keinen eigenen Wagen besitzen, benötigen von Zeit zu Zeit ein Fahrzeug oder ziehen die Fahrt mit dem Auto aus Zeitgründen, Spaß am Fahren oder einfach nur der Bequemlichkeit wegen anderen Verkehrsmitteln vor.

Was liegt also näher, als sich Autos zu teilen? Mittlerweile bekunden 46% der Deutschen ihr Interesse am Carsharing – 1.04 Mio. Fahrberechtigte waren am 1. Januar 2015 bei rund 150 deutschen Carsharing-Diensten  angemeldet. Die Anbieter verfolgen dabei ganz unterschiedliche Modelle: Es gibt privates sowie kommerzielles Carsharing, stationsbasierte oder stationsunabhängige Varianten, bei denen die Nutzer ihre Autos entweder von bestimmten Standorten abholen und auch wieder zurückbringen müssen oder einfach per App nach dem nächstgelegenen Auto suchen und es am Zielort wieder abstellen können. Das Vergleichsportal Netzsieger hat die zehn beliebtesten Carsharing-Dienste verglichen und dabei sowohl privaten als auch kommerziellen Anbietern genau unter „die Haube“ geschaut.

Ranking der Carsharing-Dienstleister

Alle Anbieter wurden anhand von fünf Bewertungskategorien unter die Lupe genommen. Im Vergleich konnte DriveNow, das 2011 an den Start gegangene Joint Venture von BMW und Sixt, mit der Bestnote 5,00 überzeugen. Besonders die attraktive Fahrzeugflotte, bestehend aus hochwertigen MINIs und BMWs, die transparente Tarif- und Preisaufschlüsselung und die übersichtliche Struktur der Website heben DriveNow von der Konkurrenz ab. Doch auch diese ist nicht untätig: Car2Go – Zweitplatzierter – punktet mit einer hohen internationalen aber auch nationalen Abdeckung und günstigeren Minutenpreisen. Hier haben die Kunden jedoch auch nur Zugriff auf den kleinen Stadtflitzer Smart fortwo – bei zwei Personen ist Schluss, größere Transporte sind unmöglich und auch die Flexibilität, mal ein anderes Auto zu fahren, besteht nicht. Wer es individuell mag, Leute kennenlernen will und sich eine große Auswahl an verschiedensten Fahrzeugen wünscht, sollte auf einen privaten Carsharing-Dienst wie Tamyca oder Autonetzer setzen: Auch diese beiden Anbieter schnitten mit sehr guten Noten von 4,89 (Tamyca) und 4,86 (Autonetzer) so gut ab, dass sie Platz drei und vier im Netzsieger-Vergleich belegen.

Infografik_Carsharing im Aufwärtstrend700

©Netzsieger

 Aufmacherbild: BERLIN, GERMANY -CIRCA JULY 2014– Car2Go, a subsidiary of Daimler, provides carsharing services in European and North American cities. It rents exclusively Smart ForTwo cars. via Shutterstock / Urheberrecht: EQRoy

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