E-Commerce

Sicherung der Webshop Performance: 5 Tipps
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Viele Online-Händler haben Probleme mit der Performance ihrer Websites und können das volle Umsatzpotenzial nicht ausschöpfen. Der Grund: die Webshops sind den Spitzenlasten nicht gewachsen.

Der Online-Handel entwickelt sich weiter rasant und immer mehr Kunden ändern ihr Einkaufsverhalten und nutzen Online-Shops. Laut aktuellen Zahlen des Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) lag das Umsatzwachstum des Online-Handels im vergangenen Weihnachtsgeschäft im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bei rund 15 Prozent. Allerdings könnte diese Steigerung in Zukunft noch deutlicher ausfallen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass auch bei hohen Zugriffszahlen keine Verzögerungen bei den Antwortzeiten der Websites eintreten.

Schlechte Performance führt zu Kaufabbrüchen

Die Website-Performance ist für Kunden heute von großer Bedeutung. Bei langsamen Reaktionszeiten warten die meisten ungern, sondern brechen den Kauf einfach ab oder wechseln zu einem anderen Shop. Deshalb ist es wichtig, dass die E-Commerce-Unternehmen hochperformante Websites bereitstellen, die auch Spitzenlasten an Tagen wie dem Black Friday oder im Weihnachtsgeschäft problemlos bewältigen können. Um dies sicherzustellen, kann man verschiedene Performance- und Lasttests durchführen.

Siehe auch: 6 Tipps – Bessere Performance für Online-Shops

Wir stellen euch fünf einfache Maßnahmen zur Beseitigung potenzieller Performance-Engpässe vor:

Frühzeitiges und häufiges Testen

Man sollte die Performance-Tests auf keinen Fall erst vor der Übernahme in den Produktivbetrieb durchführen. Besser ist es, die Software in jeder Entwicklungsstufe und für alle Architekturebenen zu testen. Hat eine Applikation zum Beispiel eine Drei-Schichten-Architektur, sollte man Lasttests für die Präsentations-, Logik- und Datenhaltungsschicht in jeder Phase ihrer Lebenszyklen vornehmen.

Durch frühzeitige Tests können Fehler und Architekturprobleme schneller erkannt und behoben werden. Das reduziert auch den Kostenaufwand erheblich, da es bis zu 100-fach höhere Kosten verursacht, wenn Fehler erst am Ende des Softwareentwicklungsprozesses und nicht bereits zu Beginn beseitigt werden.

Wie ist die maximalen Spitzenlast?

Ein Unternehmen sollte auf jeden Fall wissen, für welchen maximalen Traffic die eigene Website ausgelegt ist. Wenn man die Kapazitäten nicht kennt, kann das desaströse Folgen für das eigene Geschäft nach sich ziehen. Viele Unternehmen denken allerdings, dass dies nur durch den kostenintensiven Aufbau einer Testumgebung zu ermitteln ist.

Dabei gibt es einfache Alternativen, zum Beispiel indem man Cloud-basierte Infrastrukturen für Lasttests nutzt, über die reale Szenarios simuliert werden können. So kann man auch den gleichzeitigen Zugriff von tausenden von Usern simulieren. Verfügbar sind hier heute Pay-as-you-go-Versionen, mit denen man die Spitzenlasten schnell und kosteneffizient austesten kann.

Plattform und Geräteübergreifenden Tests

Anwender nutzen heute eine große Vielfalt an unterschiedlichen Geräten und Plattformen für den Zugriff auf Websites. Deshalb müssen die Seiten unbedingt problemlos auf einem Smartphone, Tablet oder Desktop-PC dargestellt werden können. Unternehmen müssen also folglich auch Performance-Tests für mobile Web- und mobile native Applikationen durchführen – für Android, iOS, Windows Phone und BlackBerry. Darüber hinaus sollte man Bandbreitentests im Hinblick auf unterschiedliche Mobilfunkverbindungen über GPRS, 3G oder 4G berücksichtigen.

Analyse der Fehler-Ursachen

Es reicht natürlich nicht, ein Performance-Problem nur zu erkennen, viel wichtiger noch sind Root-Cause-Analysen. Mit Diagnosetools kann man die Ursachen der langsamen Websites lokalisieren – auch unter Spitzenlasten –, und damit Fehler schneller beheben.

Unmittelbare Alarmierung

Regelmäßige Performance-Tests helfen zwar, potenzielle Spitzenlast-Engpässe zu beseitigen, genauso wichtig ist es, unmittelbar über Probleme informiert zu werden. Deshalb sollte ein Online-Händler auf jeden Fall auch ein Website-Monitoring-Tool nutzen, das im Problemfall alarmiert und zudem tägliche Updates und Reports bietet, auf deren Basis auch potenzielle Schwachstellen beseitigt werden können.

„Umfassende realitätsnahe Lasttests, mit denen mögliche Performance-Probleme frühzeitig identifiziert werden können, sind heute einfacher und schneller als je zuvor durchführbar, und zwar mit einer adäquaten Cloud-basierten Performance-Testing-Software“, erklärt Christian Rudolph, Vice President Borland Sales International bei Micro Focus. „Gerade im Online-Handel tätige Unternehmen sollten diese Lösungsvariante in Betracht ziehen, da sie dadurch den mit dem Aufbau einer eigenen On-Premise-Testinfrastruktur verbundenen Investitions-, Implementierungs- und Administrationsaufwand vermeiden können.“

 

Aufmacherbild: Abstract image of night lights in the city with motion blur. via Shutterstock / Urheberrecht: Elenamiv

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