E-Book Studie

Sind E-Books zu teuer? Preise bremsen den Trend
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Am 9. August ist der Tag der Buchliebhaber. Aber gibt es diese überhaupt noch? Sind die Leser schon zum E-Book-Reader übergewechselt oder ist die Gruppe der Buch-Verfechter doch größer als gedacht? Scheinbar finden viele Leser die E-Books zu teuer. Von einem solchen Digital-Medium erwartet man wohl geringere Preise.

Der Siegeszug elektronischer Bücher setzt sich fort: Jeder zweite Deutsche (47 Prozent) hat schon mal ein E-Book gelesen. Jeder fünfte Deutsche liest E-Books sogar wöchentlich, jeder dritte mindestens einmal im Monat. Vor allem die junge Generation und insbesondere Frauen erweisen sich dabei als E-Book-Leseratten: Jeder vierte Unter-30-Jährige (24 Prozent) und 22 Prozent der Damenwelt (Männer: 17 Prozent) lesen mindestens einmal in der Woche elektronisch. Den geringsten Zuspruch finden die elektronischen Bücher bei der älteren Generation (15 Prozent wöchentliche Nutzung bei den Über-50-Jährigen).

Größte Vorteile: Gewicht, Mobilität & Auswahl – Preis verhindert jedoch schnellere Verbreitung

Die E-Book-Nutzer schwärmen von den Vorteilen – die wichtigsten Argumente drehen sich um Mobilität: Die Lesegeräte sind leichter als gedruckte Bücher (60 Prozent), bieten auch unterwegs eine größere Auswahl (53 Prozent) und erlauben Spontankäufe der Wunschliteratur (47 Prozent). Fast jeder zweite Nutzer (46 Prozent) führt weitere technische Vorteile wie die Möglichkeit im Dunkeln zu lesen und die anpassbare Schriftgröße ins Feld.

E-Book-Skeptiker bemängeln vor allem den Preis: Jeder Vierte von ihnen findet E-Book-Reader (27 Prozent) und E-Books (25 Prozent) zu teuer. In diesen Kanon stimmen selbst die häufigen E-Book-Nutzer mit ein: Gut die Hälfte von ihnen (51 Prozent) fordert, dass E-Books im Vergleich zum gedruckten Buch deutlich günstiger sein sollten. Das ist sicher ein Grund dafür, dass etwa jeder Sechste (16 Prozent), und vor allem jeder fünfte Mann (22 Prozent), ausschließlich kostenlose E-Books nutzt.

Lesern fehlt das „Buch-Gefühl“ – aber jeder Vierte liest dank E-Books mehr

Papierhaptik, Blättergeräusch und Buchgeruch: Ein gedrucktes Buch gilt als Erlebnis für die Sinne. Dementsprechend bemängelt ein Großteil der E-Book-Skeptiker (61 Prozent) vor allem das mangelhafte Lesegefühl auf den elektronischen Geräten – fast jeder vierte E-Book-Liebhaber stimmt dem zu (23 Prozent). Auch die Abhängigkeit von Akkulaufzeiten wird kritisiert (41 Prozent). Jeder Neunte (12 Prozent) empfindet zudem die Nutzung und das Herunterladen von E-Books als zu kompliziert und zu umständlich.
Bei allem Für und Wider – elektronische Bücher steigern die Lesefreude: Jeder vierte E-Book-Nutzer (27 Prozent) gibt an, mehr zu lesen als vorher.

Die beliebtesten E-Book-Medien: E-Reader vor Tablets und Smartphones

Spezialisierte E-Book-Reader haben sich an der Spitze der Lesegeräte für digitale Bücher etabliert: Jeder Zweite nutzt Produkte wie den Amazon Kindle für sein elektronisches Lesevergnügen (46 Prozent). Tablets (30 Prozent) und Smartphones (22 Prozent) folgen auf den Plätzen zwei und drei. Bemerkenswert: Binnen drei Jahren sank die Nutzung von Notebooks zum Lesen von E-Books von 49 Prozent 2012 auf 26 Prozent 2013 und 20 Prozent 2014.

Auf welchen Geräten lesen Sie E-Books? (Mehrfachantworten möglich)

1. E-Book-Reader (z. B. Amazon Kindle, Tolino, Sony Reader) 46%
2. Tablet-PC (z. B. iPad, Samsung Galaxy Tab) 30%
3. Smartphone 22%
4. Notebook / Netbook 20%
5. Desktop PC 20%
6. Sonstige Geräte 1%

Zur Umfrage:
Die repräsentative Studie wurde im September 2014 unter 1.000 Teilnehmern aus Deutschland durchgeführt. Alle Ergebnisse der Umfrage sind unter folgendem Link einzusehen: http://www.deals.com/umfragen/ebooks-ergebnisse-2014. Detaillierte Ergebnisse zur Vergleichsstudie von 2012 und 2013 können direkt unter deals.com@markengold.de angefragt werden.

Aufmacherbild: relaxed couple lying on the floor with book and ebook via Shutterstock / Urheberrecht: racorn

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