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Startup Jobs in Berlin finden
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Berlin ist Deutschlands Startup Hotspot und so zieht es Menschen aus ganz Deutschland und der ganzen Welt in die Hauptstadt der Bundesrepublik.

Die einen wollen ein eigenes Unternehmen gründen, die anderen wollen bei einem Startup mitarbeiten und so etwas von der Szeneluft schnappen. Doch wie geht man bei der Jobsuche am besten vor? Wir haben einige nützliche Tipps zur Jobsuche und Bewerbung.

Networking als Tor zum Startup Job

Die Startup Szene Berlin ist ziemlich dicht. Das bedeutet: Networking, Networking, Networking. Es gibt die verschiedensten Events überall in der Stadt, auf denen man die richtigen Leute kennenlernen kann. Networking Tipp: „Und was machst du so?“, so banal es auch klingt, um herauszufinden, ob ein Kontakt interessant ist, einfach nach dem Job des Gegenübers fragen.

Wer kein Fan von großen Networking Events ist, sollte ich einmal nach kleinen Gruppen-Meetings erkundigen. So gibt es verschiedene Stammtische oder Kennenlernrunden oder Vorträge, die genau auf die spezifischen Branchen und Interessen der Teilnehmer zugeschnitten sind.

Immer fokussiert bleiben

Bevor man sich aktiv auf die Jobsuche gibt, sollte man zunächst einmal genau für sich definieren, auf welche Stelle man überhaupt aus ist. Gerade in der Startup-Welt wird gerne einmal mit fancy klingenden Anglizismen umhergeworfen, hinter denen aber eine klar definierte Jobbeschreibung steht. Hat man diese erst mal durchblickt, kann man leicht herausfinden, ob der jeweilige Job zum eigenen Profil passt und sich anschließend gezielt auf die Suche nach konkreten Ausschreibungen machen.

Darüber hinaus macht es immer Sinn, Menschen zu befragen, die bereits in der Wunschposition arbeiten. Diese kann man über die Job-Netzwerke Xing und LinkedIn einfach ausfindig machen. Erst, wenn man sich ein genaues Bild von der Stelle gemacht hat, sollte man den Recruiter des Wunscharbeitgebers ansprechen. Tipp: Stellenausschreiben sind Wishlists der Personaler. Man sollte sich nicht also einschüchtern lassen, wenn man nicht 100 Prozent der Voraussetzungen erfüllt.

Darf ich vorstellen…

In der Startup-Welt funktioniert vieles über Kontakte, so auch die Jobvergabe. Also macht es Sinn, die Gründer oder auch Mitarbeiter des Wunscharbeitgebers kennenzulernen. Auch hierzu sind Networking-Events gut geeignet. Man sollte sich also nicht nur auf eine direkte Bewerbung verlassen. Da Startups häufig noch ein persönliches Arbeitsumfeld haben, ist es gut, wenn die Verantwortlichen im Vorhinein schon einmal die Chance haben, dich persönlich kennenzulernen.

Hat man einmal Kontakte im Real-Life geknüpft, sollte man sich auch auf den gängigen Job-Portalen verknüpfen. Hier sieht man auch, ob man vielleicht gemeinsame Kontakte hat, oder der Startup-Mitarbeiter vielleicht deinen Lebenslauf an den CEO weiterleiten kann oder euch anderweitig connected.

Das richtige Jobangebot finden

Neben den gängigen Job-Portalen wie Monster, Stepstone und Co. lohnt es sich immer auch einen Blick in die Jobangebote auf den verschiedenen Startup-Portalen zu werfen. Auch auf WebMagazin inserieren Unternehmen freie Stellen. Außerdem gibt es eine ganze Reihe Facebook-Gruppen und Hashtags wie #jobspotting oder #berlinstartupjobs, unter denen man Startup-Jobs finden kann.

Headhunter kontaktieren

Je nach Bereich, vor allem in der IT, sourcen auch die Unternehmen aktiv nach Arbeitskräften, so werden z.B. Entwickler immer gesucht. Meistens werden Headhunter mit der Suche nach Fachkräften beauftragt. Es ist also essentiell, dass man auf mindestens einem Job-Portal vertreten ist und dort ein aktuelles und detailliertes Profil eingepflegt hat. Auch die Tags für die eigenen Jobansprüche und Fähigkeiten sollten wohl durchdacht sein, so dass man leicht von interessierten Firmen gefunden werden kann.

Wer nicht warten möchte, bis man gefunden wird, kann auch selbst aktiv werden und Headhunter ansprechen. Viele haben sich auf bestimmte Branchen spezialisiert, für die sie nach geeigneten Mitarbeitern suchen. Hat man also den eigenen Wunschjob für sich definiert kann man einen Headhunter kontaktieren, der zum eigenen Profil passt. Wo man diese findet? Headhunter müssen immer im Internet sichtbar sein, damit sie von Interessenten leicht gefunden werden. Google spuckt hier eine ganze Reihe an Adressen aus.

Lebenslauf – weniger ist mehr

Beim Aufsetzen eines Lebenslaufs sollte man sich immer an die „weniger ist mehr Regel“ halten, so dass die Personaler gleich auf den ersten Blick sehen können, ob man die entsprechenden Fähigkeiten auch mitbringt. Alle unnötigen Informationen lässt man am besten weg, so dass der CV schlank und geradlinig daher kommt. Auch beim Layout sollte man sich nicht verkünsteln, denn wenn ihr euch nicht gerade auf die Stelle eines Grafikdesigners bewerbt, sollte man sich mehr auf den Content fokussieren.

Der CV sollte immer die Persönlichkeit des Bewerbers und seine individuellen Fähigkeiten wiederspiegelt. Alle relevanten Fähigkeiten sollen klar aufgelistet und beschrieben werden. Aber auch kleine Umwege müssen nicht versteckt werden, nur sollten diese besser eher kurzgefast werden. Auch die Motivation soll aus dem Lebenslauf ersichtlich werden. Besonders wichtig: immer authentisch bleiben. Ein Bluff fällt spätestens beim persönlichen Gespräch auf.

Tipp: Bevor man den Lebenslauf formuliert, sollte man die Job-Beschreibung auf Keywords und Formulierungen prüfen, die man in seinen Lebenslauf mit einfließen lassen kann. Beim Überprüfen der Unterlagen scannen die Recruiter die Lebensläufe nämlich auf diese Keywords ab und können so direkt sehen, ob man auf den Job passt. Außerdem lohnt es sich immer, einen Referenzkontakt anzugeben, der Auskunft über die eigenen Fähigkeiten geben kann und einen im besten Falle lobend weiterempfehlen kann.

Bewerbungsgespräch und Gehaltsforderungen

Hat man es einmal bis ins Bewerbungsgespräch geschafft, muss noch die Sache mit dem Gehalt geklärt werden. Zunächst einmal sollte man sich vorbereitend informieren, wie hoch das durchschnittliche Gehalt für die jeweilige Branche und den Standort ist. Hier hilft ein Blick in die Suchmaschine. Wenn man einen Job im Startup anstrebt, sollte man allerdings bedenken, dass hier die Gehälter meist nicht so hoch sind, wie in großen Unternehmen und, dass man häufig Flexibilität, eine Tischtennisplatte und Club Mate als alternative Bezahlung erhält.

Es gibt verschiedene Varianten, Gehalt im Startup zu beziehen. Im besten Fall gibt es ein festes monatliches Gehalt. Eine gute Nachricht: Seit Anfang des Jahres gibt es das Mindestlohngesetz, nach dem man mindestens 8,50 Euro die Stunde bekommen muss. Ausnahme bilden hier jedoch Volontariate und verschiedene Arten von Praktika.

Gerade aber, wenn das Startup noch keinen Umsatz macht, besteht die Bezahlung aus einer Kombination aus monatlichem Gehalt und Anteilen am Unternehmen, oder sogar ausschließlich aus Anteilen. Das muss nicht grundsätzlich schlecht sein, dennoch sollte man sich immer gut informieren, bevor man sich auf solche Deals einlässt, denn sie bergen Unsicherheiten. Zum einen ist nie klar, wie erfolgreich ein Startup einmal sein wird und ob die Anteile überhaupt einmal etwas wert sei werden, zum Anderen kann man nicht davon ausgehen, dass man von den Gründern alle internen Informationen über die Zahlen, die das Startup schreibt, erhält. Man muss sich also auf deren Aussagen verlassen häufig ohne sie selbst überprüfen zu können.

Der Arbeitsvertrag

Vor allem in der Startup-Welt werden meist nur auf ein oder maximal zwei Jahre befristete Arbeitsverträge geschlossen, denn oft kann noch nicht so langfristig geplant werden. Auch die Probezeit von drei bis sechs Monaten sollte beachtet werden. Läuft es nicht so gut, kann das Unternehmen das Arbeitsverhältnis mit nur zweiwöchiger Kündigungsfrist beenden (umgekehrt geht das natürlich genau so). Wer also mehr nach Sicherheit anstatt Aufregung sucht, sollte sich vielleicht lieber bei einem größeren Unternehmen bewerben.

Alternativ gibt es auch immer die Möglichkeit, als Freelancer auf Projektbasis mitzuarbeiten. Hier hat man mehr Freiheiten und Kontrolle über das eigene Anstellungsverhältnis, muss natürlich auch Risiken selbst tragen. Dabei sollte man immer darauf achten, dass man für verschiedene Arbeitgeber und Projekte tätig ist, um nicht in eine Scheinselbstständigkeit zu rutschen.

Jobs im WebMagazin

Werft doch auch mal einen Blick in die WebMagazin Jobbörse. Hier findet ihr viele freie Jobs von Unternehmen der Berliner Startup-Szene und Digitalbranche. Wir wünsche euch viel Glück bei der Suche.

Aufmacherbild: The Oberbaum Bridge, German Oberbaumbrucke and River Spree in Berlin, Germany. Retro, vintage version via Shutterstock / Urheberrecht: PHOTOCREO Michal Bednarek

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