Erfolgreiche Werbe-Infrastrukturen im Vergleich

Strategien: Online-Werbeanzeigen optimieren
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Um die Performance der eigenen Werbekampagne zu verbessern, bieten sich unterschiedliche Methoden an: A/B-Testing mit Call-to-Action-Buttons, Target Advertisement, asynchrones Werben und White Label Marketing. Die vier beliebtesten Strategien im Überblick.

Die erfolgreichsten Werbeformate im Netz trotz AdBlocker und Co. sind unverändert Bannerkonzepte wie Homepage Takeovers, Rich Internet Applications, Roadblocks und Exit Intent Pop-ups. Doch keine Kampagne kommt ohne eine strategische Werbeinfrastruktur aus. Um sicher zu gehen, dass die Werbemaßnahme nicht nur dem User ausgespielt wird, sondern auch längerfristige Auswirkungen auf die Conversion hat, gibt es unterschiedliche Ansätze. Hier die beliebtesten vier Online-Werbe-Strategien im Überblick.

A/B-Testing und Call-To-Action-Buttons

So wie Seitenbetreiber ihre Conversion Rate durch unterschiedliche Webseiten-Varianten testen, bietet es sich auch bei Werbeanzeigen an, A/B-Tests durchzuführen. Indem während eines festgelegten Zeitrahmens kleine Veränderungen der Anzeigen vorgenommen werden, lässt sich die Impression- und Zulaufrate analysieren. Das betrifft nicht nur die Platzierung und Formatierung der Anzeige bei Roadblocks, sondern auch die Gestaltung jeder einzelnen Anzeige. Dazu zählen vor allem die Bebilderung, Header und Angebotstext. Außerdem lohnt es sich, eine Testreihe mit unterschiedlichen Call-to-Action-Buttons (CtA) durchzuführen.

Je nachdem, ob „Jetzt testen“, „Weiter informieren“ oder direkt „Kaufen“ als Button eingebunden wird, kann die Zugriffsrate je nach Zielgruppe variieren. Soll dem potenziellen Kunden vermittelt werden, dass er bei schnellem Zugriff ein Schnäppchen macht, sind auffordernde CtA ein Muss. Ein Informations- oder Unterhaltungsangebot ohne direkte Kaufaufforderung zu schalten kann vorsichtigere oder anspruchsvollere Kunden dazu einladen, sich langsam, aber gezielt an die Thematik heranführen zu lassen.

Video- oder Spiele-Content über Rich Media Applications bieten hier eine gute Möglichkeit, über ein zunächst kostenloses Angebot eine Nachfrage zu erzeugen. Mitunter sind es Nuancen im Wording, die darüber entscheiden, ob jemand auf den CtA der Anzeige klickt. Ein A/B-Testing über einen festgelegten Zeitraum kann für eine längerfristige Kampagne hilfreich sein. Auch Social Media Plattformen wie Facebook bieten A/B-Testings an und geben Hilfestellung.

Target Advertisement

Targeting zielt auf die Nutzungsvorlieben der Seitenbesucher ab. Der Werbeinhalt wird konkret auf bestimmte Nutzergruppen abgestimmt, indem auch persönliche Daten erhoben werden. Zu den Targeting-Optionen zählen u.a. Geo-Daten, Hardware- und Betriebssystemnutzung, Alter, Geschlecht, Interessen, soziodemografische Interessen sowie eingegebene Keywords, Kategorien oder Topics. Social Media Plattformen wie Facebook, Instagram, Twitter, LinkedIn oder auch YouTube bieten die besten Voraussetzungen für diese Werbestrategie. Target Advertisement ist sehr zielführend für Marketer, aber auch umstritten bei Usern, dich sich dadurch verfolgt beziehungsweise durchleuchtet fühlen.

Die Werbeanzeigen sind aufgrund der Erhebung persönlicher Daten sehr viel relevanter für den potenziellen Kunden. Je nach Herkunft, verwendeter Hardware und Betriebsystem können zudem Rückschlüsse auf die Einkommensklasse gezogen werden, so das unterschiedliche Angebote für das gleiche Produkt ausgespielt werden können.

Asynchrone Methode

Asynchrones Werben wird häufig als Win-Win-Situation für Werbetreibende und Seitenbesucher beschrieben. Die Idee ist recht einfach: Der Seitenbesucher soll zuerst den Inhalt der Seite angezeigt bekommen, bevor die Werbeanzeigen und Analyse-Tool im Hintergrund laufen. Sinn des ganzen ist es, die Bounce-Rate (Absprungrate) zur verringern, beziehungsweise beim Seitenbesucher Frust gar nicht erst aufkommen zu lassen. Je nach Script-Aufkommen aufgrund von eingebundenen Medien, Anzeigen und Social-Media-Buttons kann sich der Seitenaufbau so jedoch eine Weile hinziehen. Damit der User zunächst Content geboten bekommt und auf der Seite bleibt, kommen asynchrone Methoden zum Einsatz. Google Adsense bietet seit zwei Jahren schon die Möglichkeit, Adsense auf asynchron umzustellen.

White Label Marketing

Trotz eines guten Produkts oder einer markttauglichen Business-Idee reichen die eigenen Kompetenzen und Ressourcen häufig nicht aus, um auch eine erfolgreiche Werbestrategie parallel zu fahren. Deshalb schlagen manche Unternehmen die White-Label-Strategie ein. Was bei Discountern im Einzelhandel zum Erfolgsprinzip gehört, hat längst auch das Internet erreicht. Statt das Produkt über das eigene Marketing zu bewerben, werden Partnerseiten mit einer größeren Reichweite damit beauftragt. Das White Label bietet den technischen Support und kümmert sich um Transaktionen, von denen meist eine Provision einbehalten wird. Vor allem bei Special-Interest- oder Event-Seiten sind häufig White Labels anzutreffen, die eine große Audience haben und unter eigenem Namen die Produkte ihrer Kunden vertreiben. Ticket-Seller gehören zu den bekanntesten Adressen. Mitunter finden sich mehrere Publisher zusammen, um ein Network zu kaufen, um darüber wiederum ihre Anzeigen zu vertreiben.

 

Aufmacherbild: young businessman choosing right way via Shutterstock, Urheberrecht:Peshkova

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