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Studie über Eigentumsrechte in Deutschland
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Neue Studie zeigt: Unternehmen, die geistige Eigentumsrechte nutzen, übertreffen ihre Mitbewerber in der Wirtschaftsleistung.

Unternehmen, die geistige Eigentumsrechte besitzen, erzielen in der Regel um 29 % mehr Umsatz pro Mitarbeiter, haben sechsmal so viele Mitarbeiter und bezahlen um 20 % höhere Löhne als Unternehmen, die solche Rechte nicht besitzen. Diese Studie, der amtliche öffentliche Daten von mehr als 2,3 Millionen europäischen Firmen zugrunde liegen, berücksichtigt Unternehmen, die Patente, Marken und Geschmacksmuster auf nationaler und EU-Ebene besitzen.

Diese Ergebnisse sind Teil einer Studie, die das Harmonisierungsamt für den Binnenmarkt (HABM) – über die Europäische Beobachtungsstelle für Verletzungen von Rechten des geistigen Eigentums –durchgeführt hat. Die Untersuchung, die sich mit dem wirtschaftlichen Beitrag der geistiger Eigentumsrechte auf Unternehmensebene befasst, ist ein Nachfolger der ersten EU-übergreifenden Studie, in welcher der Beitrag der IPR-intensiven Wirtschaftszweige zur Wirtschaftsleistung und Beschäftigung in der Europäischen Union analysiert wurde.

Dabei zeigte sich, dass 40 % der gesamten Wirtschaftstätigkeit in der EU (etwa 4,7 Billionen EUR pro Jahr) von IPR-intensiven Industrien erzeugt werden, und dass ungefähr 35 % der gesamten Beschäftigung in der EU (77 Millionen Arbeitsplätze) in Wirtschaftszweigen angesiedelt sind, die geistige Eigentumsrechte überdurchschnittlich häufig nutzen. Eines der Hauptergebnisse der Studie zeigt, dass lediglich ein geringer Anteil kleiner und mittelständischer Unternehmen (KMU) in Europa Patente, Marken oder Geschmacksmuster besitzen Die Studie belegt ebenfalls, dass KMUs, die solche Rechte besitzen, pro Mitarbeiter einen um ungefähr 32 % höheren Umsatz erzielen– dies zeigt die besonderen Vorteile auf, die mit dem Eigentum an IPRs verbunden sind. Als KMU gelten Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitern, deren Umsatz unter 50 Millionen Euro liegt.

António Campinos, Präsident des Harmonisierungsamtes für den Binnenmarkt (HABM), erklärte: „KMU bilden das Rückgrat der EU-Wirtschaft, und unsere Studie zeigt, dass Rechte des geistigen Eigentums einen wirtschaftlichen Aktivposten für sie bedeuten. Mit der Einrichtung unserer kostenfreien, weltweiten On-line-Datenbanken für Marken und Geschmacksmuster (TMview und DesignView) hat das HABM Millionen von Unternehmen und Einzelpersonen den Zugang zu IPR-Recherchen geöffnet. Diese Studie zeigt jedoch, dass wir noch mehr tun müssen, um den KMU, die davon am meisten profitieren, die wirtschaftlichen Vorteile des Geistigen Eigentums nahezubringen. Unser Ziel ist es, den KMU zu helfen, das wirtschaftliche Potential ihrer geistige Eigentumsrechte umfassend auszuloten.“

Aufmacherbild: Gavel, Paragraph sign symbol via Shutterstock /Urheberrecht: Sebastian Duda

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