Verluste bei Twitter

Twitter Quartalsbericht – mehr Werbung soll’s richten
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Mehr User, aber dafür auch mehr Verluste als im Vorjahr – Der Twitter Quartalsbericht für Q1 2015 zeigt trotz Umsatzplus, dass es hinsichtlich der Werbeplatzierung und Monetarisierung Nachholbedarf gibt und Pläne bestehen.

Mit durchschnittlich 302 Millionen aktiven Usern monatlich konnte Twitter im ersten Quartal 2015 erneut seine Nutzerzahlen steigern – 18 Prozent mehr als im Vergleich zum Vorjahr. Aus dem aktuellen Quartalsbericht geht jedoch auch hervor, dass der Microblogging-Dienst zugleich auch seine Verluste auf 162 Millionen US-Dollar ausgebaut hat für die ersten drei Monate diesen Jahres. 2014 lag der Verlust noch bei 132 Millionen. Das börsennotierte Unternehmen dürfte manchen Anleger ins Grübeln bringen, wann sich die Unternehmenspolitik profitabel erweisen wird. Mit 436 Millionen Dollar Umsatz und einer Verbesserung von rund 74 Prozent zum Vorjahr bleiben die Aussichten jedoch weiterhin verheißungsvoll. Trotzdem verbleibt das Problem, wie zukünftig vermehrt Einnahmen durch Werbung generiert werden können, ohne damit User zu vergraulen. Der Großteil der Einnahmen, davon 89 Prozent, konnte über den mobilen Sektor generiert werden.

Auf lange Sicht bleibe Twitter, so CEO Dick Costolo im Quartalsbericht, zuversichtlich, dass weiter neue Wege gefunden werden würden, über neue Apps und Serviceleistungen Werbung unterzubringen. Mit Vine und Periscope geht Twitter weiter in die Offensive – auch gegen Wettbewerber Facebook, der sich ebenfalls in dem Sektor Video-Apps weiter mit neuen Anzeigenplätzen für Werbetreibende etablieren will. Die Herausforderung besteht wie so oft darin, das nötige Maß an Werbeinhalten zu finden: Dass nämlich sowohl das dahinter stehende Unternehmen davon profitieren kann, als auch der User sich nicht unnötig belästigt sondern vielmehr durch Ads angeregt fühlt.

Aufmacherbild: HILVERSUM, NETHERLANDS – JANUARY 08, 2014: Twitter is an online social networking and microblogging service that enables users to send and read „tweets“, limited to 140 characters via Shutterstock, Urheberrecht: Twin Design

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