E-Commerce

Usability im Online-Shop: 5 Tipps zur Optimierung
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Die schlechte Conversion Rate eines Online-Shop hängt häufig mit einer schlechten Usability zusammen. Mit unseren 5 Tipps lässt sich die Nutzerfreundlichkeit für mobiles Shopping verbessern.

Schlechte Conversion Rate durch mangelhafte User Experience

Mobiles Shopping wird immer alltäglicher. Dennoch sind die meisten Web-Shops in Deutschland noch sehr optimierungswürdig und nicht aktiv auf die Bedürfnisse der mobilen User abgestimmt. Das hat häufig einen negativen Einfluss auf die Konversionsrate hat, der sich eigentlich leicht vermeiden ließe.

Wir kennen alle das Problem: Beim Surfen mit dem Smartphone stoßen wir auf ein interessantes Produkt und wollen es kaufen. Das erfordert aber eine ganze Menge Nerven und Fingerspitzengefühl, denn die angeforderte Website lädt extrem langsam, die Navigationspunkte sind klitzeklein und die Seiteninhalte lassen sich nur durch das mühsame Hin- und Herscrollen lesen. Dann wird zu allem Übel auch noch der Registrierungsvorgang aufgrund eines Softwarefehlers überraschend abgebrochen. Daraufhin wägt man kurz ab, ob einem das Produkt der ganze Aufwand wirklich Wert ist und verlässt anschließend den Shop und kommt nie wieder.

Online-Shop für User und Google optimieren

Das zeigt: Mobile Nutzerfreundlichkeit (Usability) ist ein wichtiger Erfolgs- und Wettbewerbsfaktor im Online-Marketing. Über 25 Millionen Deutsche gehen täglich mit mobilen Endgeräten ins Internet* und mindestens 35 Prozent aller Zugriffe auf Online-Shops erfolgen über Smartphones oder Tablets. Indem ihr die User Experience eures Online-Shops optimiert, könnt ihr nicht nur User glücklich machen, sondern auch bei Google punkten, denn die Suchmaschine honoriert solche Bemühungen mit verbesserter Sichtbarkeit im Netz.

Wie die Nutzerfreundlichkeit von mobilen Webshops und Apps verbessert werden kann, erklärt Oliver Podzun, Gründer und Geschäftsführender Gesellschafter der Usability Hoch3 GmbH.

Tipp 1: Daumen- & Augenfreundlich – Inhalte an den mobilen User anpassen

Von Anfang an mobil denken: Für mobile Internetsurfer gelten im Netz andere Voraussetzungen als am Desktop-PC oder Laptop: Das Display ist viel kleiner, die Navigation erfolgt per Touchscreen und die Internetverbindung ist unterwegs langsamer. Wer dies nicht berücksichtigt, schreckt mobile User mit zu großen Bildern, langen Texten, unlesbarer Schriftgröße und langsamen Ladezeiten ab. „Die Herausforderung besteht darin, die Webinhalte auf das Nötigste zu reduzieren und gleichzeitig den Internetauftritt optisch ansprechend, informativ und benutzerfreundlich zu gestalten“, erklärt Podzun.

Die Kernfrage lautet: In welcher Reihenfolge und Form sollen die Inhalte dargestellt werden, um den mobilen User bei der Internetsuche am besten abzuholen? Empfehlenswert ist der Einsatz der Webdesign-Technik „Responsive Design“. Diese folgt dem Nutzer und passt Funktion, Design und Inhalt von Internetsites der Bildschirmauflösung des verwendeten Endgerätes an.

Tipp 2: Nutzerfreundlich – einfach, verständlich und intuitiv

User bewegen sich heutzutage schneller, selbstverständlicher und visueller durch das Netz als je zuvor. Das trifft vor allem auf die Nutzer von Smartphones und Tablets zu. Daher ist eine intuitive Benutzerführung unentbehrlich – beispielsweise durch das Einbauen passender Konfigurations- und Navigationselemente, knackiger Teaser und passender Bilder. Dabei sollte die Navigation klar strukturiert und die Oberbegriffe treffend gewählt werden.

Tipp 3: Zeit ist Geld – kurzer Kaufprozess als Konversionsbooster

Jeder Klick ist ein Klick zu viel. In der mobilen Welt muss alles schnell gehen – das gilt besonders für den Online-Bestellprozess. Daher sollte zum Beispiel ein Kaufvorgang immer auch ohne vorherige Registrierung möglich sein. Auf Fragen, die für die Bestellung nicht zwingend notwendig sind (z. B. Alter, Telefonnummer), sollte man daher besser verzichten.

Auch lange Bestell-Formulare sind ein No-Go, denn wer hat schon Zeit und Lust seine Daten über die winzige Smartphone-Tastatur einzugeben? Viele Online-Formulare werden zudem nicht nur falsch auf mobilen Endgeräten dargestellt, sondern enthalten darüber hinaus noch Formatierungs- oder Programmierfehler.

„Der Kaufprozess darf nicht mehr als fünf Schritte enthalten“, betont Podzun. „Ideal sind Einkaufsprozesse, die innerhalb einer Seite abgeschlossen werden können. Sprich der sogenannte One-Page-Checkout.“

Tipp 4: Und Action, bitte! Kaufimpulse richtig setzen

Das Bauchgefühl entscheidet: Zu 80 Prozent werden Kaufentscheidungen unterbewusst gefällt. Darum benötigen mobile Shopper genauso wie Käufer im stationären Handel Kaufimpulse. Diese können zum Beispiel durch direkte Handlungsaufforderungen („Jetzt anfordern!“) oder über Sonderaktionen („Jetzt 50% billiger kaufen!“), die gut sichtbar auf der mobilen Website angezeigt werden, ausgelöst werden.

Dabei kommt das etablierte Werbewirkungsprinzip AIDA (Attention, Interest, Desire und Action) aus dem klassischen Marketing ins Spiel. Es beschreibt vier Phasen, die der Kunde durchlaufen soll und die letztlich zu dessen Kaufentscheidung führen. „Da aber mobile Shopper meist unterwegs und in Eile sind, fällt die Dauer ihrer Konzentration auf eine bestimmte Aufgabe wesentlich kleiner aus. Deswegen müssen die Kaufimpulse entsprechend kürzer, stärker und direkter werden“, so Podzun.

Tipp 5: Vertrauensbildende Maßnahmen steigern Usability

Die Angst vor dem Missbrauch persönlicher Daten im Internet hält viele vom mobilen Shopping ab. Daher ist es extrem wichtig, als Online-Händler Vertrauen zu schaffen. Das kann zum Beispiel durch Gütesiegel, eine kostenlose Service-Hotline sowie Kundenmeinungen und –rezensionen passieren, die an sichtbaren Stellen platziert sind. So wird dem Kunden signalisiert, dass es sich um einen seriösen Online-Shop handelt, was die Entscheidung zum Kauf erleichtert. Eine aufwendige Anbieter-Recherche ist somit nicht mehr notwendig.

eShop Summit in Berlin

Hat euch das Thema interessiert? Nächste Woche finden in Berlin vom 4.-5. Februar der eShop Summit statt. Auf der Konferenz gibt es spannende Sessions und Workshops rund um das Thema E-Commerce und Shop-Technologien. Weitere Informationen und Tickets zur Konferenz findet ihr hier.

 

 

* Quelle: Die Studie „Faszination Mobile – Verbreitung, Nutzungsmuster und Trends?“ ist im Rahmen einer Studienkooperation des Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V., Google und TNS Infratest entstanden. Die Studie setzt sich aus zentralen Ergebnissen der Google Global Connected Consumer Studie und einer TNS Dual-Frame Telefonbefragung zusammen, die im Januar/Februar 2014 durchgeführt wurden.

 

Aufmacherbild: business and modern lifestyle concept: young woman shopping online at the park via Shutterstock / Urheberrecht: Georgejmclittle

 

 

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