Erklärvideo versus Erklärtext

Warum das Erklärvideo dem Text überlegen ist
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Erklärvideo oder doch lieber Sachtext? Carsten Müller von der Videoagentur Scribble Video erklärt, warum Video meistens besser funktionieren als reiner Text und warum Emotionen so wichtig sind.

Texte sind echte Klassiker, wenn es darum geht, Informationen zu transportieren. In Sach- und Fachtexten lassen sich nahezu beliebig viele Fakten auflisten, zusammenfassen, strukturieren, in Bezug setzen und erläutern – und der Leser muss dann nur noch dafür sorgen, dass das Geschriebene in seinem Kopf auch ankommt und hängenbleibt.

Doch genau hier liegt das Hauptproblem der reinen Textpräsentation: Auch wenn der Text alle wichtigen Informationen enthält, gibt es kaum eine Garantie dafür, dass er auch wie gewünscht funktioniert. Ist er zu trocken oder zu kompakt, erzeugt er keine Bilder im Kopf, und das Aufnehmen, Verstehen und Behalten der Wortinformationen über die reine Sachebene verlangt dem Leser viel mehr Konzentration und Mühe ab.

Sachtexte sind in der Regel weniger spannend als Geschichten. Sie müssen meist ohne Helden, Identifikations- und Anknüpfungspunkte, Stimmungsbilder, Handlungs- und Spannungsbögen auskommen, damit die Informationsebene nicht zu kurz kommt. Zu lange und zu weitschweifige Erklärtexte sind häufig langweilig oder überfordernd – und wer den Faden, den Überblick, die Geduld oder die Lust verliert, steigt eher aus und wird das schon Gelesene wahrscheinlich schnell vergessen.

Ein Erklärfilm spricht die Gefühlsebene gezielter an

Sowohl ein Text als auch ein Film bleiben besser im Kopf, wenn sie den Leser bzw. Zuschauer auch auf der emotionalen Ebene ansprechen. Je mehr Sinne gleichzeitig angesprochen werden, desto intensiver und persönlicher wird ein Erlebnis empfunden. Und hier punktet ganz klar der Erklärfilm – schon deswegen, weil er bereits bewegte Bilder mitbringt und damit sofort das Kopfkino des Zuschauers in Gang setzt und die Bühne seiner Fantasie an den richtigen Stellen ausleuchtet.

Ein Erklärfilm ist erstmal ein Film – und das macht neugierig. Sich einen kurzen Film anzusehen verspricht Unterhaltung, und einem Erklärvideo mit Personen, Stimmen, fortlaufender Story und eingängigen Sounds zu folgen ist viel weniger anstrengend, als sich im stillen Kämmerlein einen Sachtext draufzuschaffen. Tatsächlich behält der Mensch von dem, was er per Erklärfilm oder Erklärvideo aufgenommen hat, rund 70 Prozent mehr im Gedächtnis. Er begreift intuitiv, kommt schneller zum Punkt, stellt mit eigenen Assoziationen einen starken persönlichen Bezug her und kann Zusammenhänge viel leichter erkennen.

Unser Langzeitgedächtnis mag den Story-Modus

Zudem leitet das Gehirn im Story-Modus mehr Informationen ans Langzeitgedächtnis weiter als im analytischen Zustand. Selbst in einem kurzen Erklärvideo oder Erklärfilm ist Raum für Storytelling oder Soundtrack, da die Botschaft auf mehreren Ebenen parallel transportiert wird. Der Zuschauer wird auf einem viel breiteren und offeneren Weg mitgenommen. Je nach Branche, Thema und Zielgruppe bieten sich dabei verschiedene Stilarten an, etwa die beliebte Legetrick-Technik, Stop-Motion, eine 3D-Animation oder die Präsentation im Comic-Stil mit einem Scribble Video.

Auch als Handlungsaufforderung sind Filme und Videos dem reinen Text überlegen. Denn die leichte Nachvollziehbarkeit und die Ansprache über Auge und Ohr laden zu Bauchentscheidungen ein und fördern ganz allgemein die Entscheidungs- und Handlungsfreude. Außerdem wird ein spannendes oder lustiges Erklärvideo gern auch mehrmals angesehen, empfohlen und im Bekanntenkreis weitergereicht. Darum sind Kurzfilme hervorragend geeignet für virale Marketingstrategien.

Erklärvideo

 ©scribble video

Aufmacherbild: Human home video – adult women holding lens camera via Shutterstock / Urheberrecht: Ilya Andriyanov

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