ECMA International hat den neuen JavaScript-Standard verabschiedet

ECMAScript 2015 erhält „Stamp of Approval“
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JavaScript ist aus dem modernen Web heutzutage nicht mehr weg zu denken – und das, obwohl die Sprache am Anfang nicht mehr war, als eine gute Idee. Vor zwanzig Jahren entwickelt, hat es auch so lange gedauert, bis viele der in anderen Programmiersprachen so beliebten Features entwickelt wurden und JavaScript zu dem geformt haben, was es heute ist: eine Sprache für den Browser.

Nun hat Ecma International ECMA-262 6th verabschiedet – sprich die Sprachspezifikation ECMAScript 6, die unter ihrem offiziellen Namen ECMAScript 2015 für eine neue Standardisierung von JavaScript sorgt. Abel Avram hat die Hintergründe dazu zusammengefasst.

ECMAScript 2015 bringt dringend benötigte neue Features

Bereits ein Jahr nachdem JavaScript von Brendan Eich in 1995 entwickelt wurde, wurde die Programmiersprache zur Standardisierung eingereicht. Seither gab es mehrere Versionen, die sich stetig weiter verbessert haben – auch wenn die Weiterentwicklung von JavaScript zwischenzeitlich ziemlich vernachlässigt wurde.

ECMAScript 2015 bietet die bisher umfangreichsten Verbesserungen der Sprache. Im Gegensatz zur vorigen Version umfasst die neue Sprach-Spezifikation fast doppelt so viele Seiten wie ECMAScript 5.1; zudem wurden zahlreiche neue – und dringend benötigte – Features implementiert. Dazu zählen vor allem Module und Klassen, aber auch Maps, Sets, Promises und Generatoren bieten viele wichtige neue Funktionalitäten.

Dabei wurde allerdings darauf geachtet, eine vollständige Abwärtskompatibilität zu vorigen Versionen zu bieten, um das „Breaking of the Web“ zu verhindern. Da so allerdings auch der vorige Code weiter funktioniert, bleiben einige der Probleme mit JavaScript, über die sich Entwickler seit Jahren beschweren, bestehen.

Dazu kommt, dass noch keine der JavaScript-Agents ECMAScript 2015 vollständig unterstützen, sodass Code nach wie vor zu ES 5 transpiliert werden muss. Genauso dürfte auch der vollständige Browser-Support noch ein Weilchen auf sich warten lassen.

ECMAScript 2015 – was kommt danach?

Die Verabschiedung (und Umbenennung) von ECMAScript 6 ist gleichzeitig der Startschuss für einige Änderungen bei der Arbeit an der JavaScript-Spezifikation. So sollen künftig neue Versionen in kleineren Inkrementen öfter veröffentlicht werden. Bereits jetzt wird an der nächsten Version, ECMAScript 2016, gearbeitet, die nächstes Jahr erscheinen soll.

Das spiegelt sich auch in der Benennung der Spezifikationen wider. Erhielten sie bisher eine Nummer, tragen sie seit Anfang des Jahres die jeweilige Jahreszahl in ihrem Namen, was den Plan, künftig wie in den Anfängen zu jährlichen Releases zurückzukehren, unterstreicht.

Die Weiterentwicklung von JavaScript ist also längst noch nicht am Ende. Dazu sagt Abel Avram:

JavaScript’s evolution was slow in the beginning but it has picked up the pace lately. JavaScript is here to stay, and hopefully, the standardization body will take it where the community wants it for the benefit of the millions of developers using it.

Aufmacherbild: Rubber stamp with approve sign von Shutterstock / Urheberrecht: Sakonboon Sansri

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