Ein weiteres Stück im Framework-Puzzle: jQuery Mobile
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Dieses Wochenende hat das jQuery-Projekt die Entwickler-Gemeinde ordentlich auf Trab gehalten. Neben einer neuen Version des beliebten JavaScript-Frameworks wurde auch die erste Alpha-Version des vor etwa

Dieses Wochenende hat das jQuery-Projekt die Entwickler-Gemeinde ordentlich auf Trab gehalten. Neben einer neuen Version des beliebten JavaScript-Frameworks wurde auch die erste Alpha-Version des vor etwa zwei Monaten angekündigten jQuery Mobile Frameworks veröffentlicht. Mit diesem Puzzlestück zeigt sich das Open-Source-Projekt langsam aber sicher als Allround-Lösung für alle Devices.

jQuery 1.4.3
jQuery 1.4.3
Minimized, 26 KB
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Zunächst wurde jQuery in Version 1.4.3 veröffentlicht. Neben einigen Bugfixes enthält das Release einige neue Features, wie zum Beispiel das CSS Module Rewrite sowie zahlreiche Neuerungen im Data Module.

Besonders erwähnenswert ist jedoch der Performance-Gewinn, der in vielen Bereichen erzielt werden konnte. Während .css() Get nur minimal schneller ist, fallen die Performance-Schübe in den Methoden .closest(), .filter() und .find() zum Teil enorm aus. Lässt man die Krücken IE6 und 7 einmal aussen vor, ist der Firefox in Version 3.6 übrigens einer der langsamsten Browser im Vergleich.

Eine detaillierte Zusammenfassung aller Neuerungen sowie Grafiken mit den Performance-Vergleichen findet man in der offiziellen Release-Ankündigung von John Resig.

jQuery Mobile Alpha 1

Today we’re pleased to announce the first alpha release of the jQuery Mobile project. jQuery Mobile is a user interface framework, built on top of jQuery, designed to simplify the process of building applications that target mobile devices.John Resig, 2010

Die Demo, die nicht auch auf dem stationären Desktop einen guten Überblick darüber gibt was den mobilen Nutzer erwarten wird, zeigt alle Komponenten, die das Framework bis jetzt zu bieten hat: vom Theming und Layout über Dialoge bis hin zu List Views, Events und Transitions. Ein Blick lohnt sich auf alle Fälle.

Abb. 1: Die jQuery-Mobile-Demo auf dem iPhone 4
jQuery Mobile 1.0a1
.zip, 72,2 KB

Mit der Browser-Unterstützung der einzelnen Systeme sieht es relativ gut aus; dennoch sollte man sich die Seite zum Mobile Graded Browser Support genauer ansehen, bevor man die für seine Zielgruppe vielleicht falsche Entscheidung trifft.

Natürlich wäre all das ohne Hilfe niemals möglich gewesen; dennoch kann man über die Liste der Unterstützer nur staunen: die Filament Group findet sich darunter ebenso wie DeviceAtlas –und natürlich Palm, Research in Motion, Adobe, die Mozilla Corporation und Nokia. Neben Geldmitteln und Devices für die Tests wurde von vielen der Unternehmen auch Manpower abgestellt, um das Team bei der Entwicklung des Frameworks zu unterstützen. Ein eindeutiges Indiz dafür, dass jQuery auch in der Industrie großen Anklang gefunden hat.

Wie man indes zur Funktionalität steht muss man mit sich selbst ausmachen. Im internen Redaktionstest auf dem iPhone 4 lief zwar alles flüssig, dennoch fühlte es sich stellenweise etwas holprig an. Die Übergänge zwischen den Seiten sind sehr schön gelöst, einige andere Sachen wie beispielsweise ein Teil der Formularelemente konnte uns hingegen nicht überzeugen. Dabei sollte man jedoch nicht vergessen, dass es sich bei dem aktuellen Release um eine Alpha-Version handelt. Wir sind uns also sicher, dass sich da in Zukunft noch einiges tun wird.

Das verspricht nicht zuletzt auch die Liste der Dinge, die in nächster Zeit noch folgen werden. Neben Date- und Time-Picker, einem Fortschrittsbalken und dem Spinner wird auch eine Optimierung für Tablets folgen. Es dürfte also nicht lange dauern, bis jQuery auch auf dem Markt der mobilen Devices das Framework Nummer Eins sein wird.

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