Enterprise-Lizenzoption für Windows erleichtert Prozesse
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Mit der neuen Enterprise-Lizenzoption für Windows können Unternehmen Windows 7 oder Windows 8 künftig erstmals pro Nutzer (anstatt wie bislang pro Gerät) in Lizenz nehmen. Ab dem 1. Dezember 2014 können Enterprise-Kunden das neue Bundle Enterprise Cloud Suite (ECS) beziehen. Dieses enthält Office 365 E3, die Enterprise Mobility Suite (EMS) und die erwähnte neue Pro-Nutzer-Lizenz von Windows mit Software Assurance.

Enterprise-Lizenzoption für Windows vereinfacht Prozesse

Microsofts Lizenzbedingungen gelten aufgrund der Kosten und der komplizierten Nutzungsrechte als Hemmschuh für den Einsatz von virtuellen Desktops. Die neue Lizenzierung des Betriebs­systems bringt gewisse Erleichterungen, wenn User mehrere Geräte parallel verwenden.

Bisher bot Microsoft nur ein Pro-Gerät-Modell, das man auch weiterhin in Anspruch nehmen kann. Nach Einschätzung des Analysten Rob Horwitz von „Directions on Microsoft“ wird die neue Option Unternehmen die Lizenzierung von Software erleichtern und insbesondere Microsofts Ansatz bei der VDI-Lizenzierung bereinigen, die es „vielen Kunden unmöglich gemacht, voll Lizenz-konform zu sein“.

Horwitz erläutert:

Unter herkömmlichen Enterprise Agreements für Desktops kaufen Kunden drei Dinge – CAL-Suites (für Server-Produkte), das Office-Paket und/oder Windows-Enterprise-Upgrades – für die „gesamte Organisation“, was entweder „alle qualifizierten Geräte“ oder „alle qualifizierten Nutzer“ bedeutet. CAL-Suite und Office boten Kunden die Flexibilität, entweder Geräte oder Nutzer zu zählen; Windows tat dies bislang nicht.

Kunden können mit der neuen Option alle drei EA-Komponenten auf Nutzerbasis beziehen. Ob sich so aber auch die Kosten senken lassen, ist noch ungewiss, da Microsoft bestimmte Preis- und Übergangs-Details noch nicht kommuniziert hat.

Keine radikale Abkehr vom bisherigen Modell

Die neue Lizenzoption sieht vor, dass eine Software Assurance (SA) oder eine VDA auf Benutzer und nicht nur auf Geräte abgeschlossen werden kann. Bei einer SA pro User gilt die Bedingung, dass es sich um den primären Benutzer eines Geräts handelt, für das die Pro(fessional) oder Enterprise Edition von Windows 7 oder 8.x erworben wurde, und dass das Gerät das primäre Arbeitsgerät des Benutzers ist. Trifft das nicht zu, etwa weil das primäre Arbeitsgerät ein Thin-Client ist, dann greift die VDA.

Allerdings gelten auch künftig mehrere der bisherigen Bedingungen:

  • Von der Pro-User-Lizenzierung ist nur die Enterprise Edition (ab Windows 7) betroffen.
  • Für den Zugriff auf zentrale virtuelle Desktops ist nach wie vor der Erwerb einer Software Assurance notwendig.
  • Erfüllen Endgeräte nicht die Voraussetzungen für den Abschluss einer Software Assurance, dann ist der Erwerb einer Lizenz vom Typ Virtual Desktop Access erforderlich.
  • Das Recht für den Zugriff auf virtuelle Instanzen im Rechenzentrum wird nicht durch eine einmalige Gebühr erworben, sondern durch ein Abo-Modell. Mit Vertragsende erlischt die Möglichkeit, Windows auf diese Art zu nutzen.

Aufmacherbild: High quality illustration of modern metallic laptop von Shutterstock / Urheberrecht: Bloomua

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