Kaffee hat den größten Einfluss auf die Entwicklung von Enterprise-Apps

Ergebnisse des Developer Pulse 2015
Kommentare

Das PHP längst den Kinderschuhen entwachsen ist und schon seit langem zahllose „Enterprise-Applikationen“ auf Basis der Sprache entstehen, ist schon längst kein Geheimnis mehr. Doch wie sieht es eigentlich hinter den Kulissen aus? Wie viel Zeit vergeudet man mit dem Fixen von Bugs, welche Systeme kommen zum Einsatz und was ist beliebter: Wein oder Kaffee?

In der von Zend durchgeführten Developer-Pulse-Umfrage wurden 4794 Entwickler befragt, was sich positiv auf ihre Fähigkeit auswirkt, Enterprise-fähige Applikationen zu schreiben und auszuliefern. Darüber hinaus wurden auch allgemeine Dinge abgefragt, wie beispielsweise, wie oft man Code deployed. Die Ergebnisse hat Zend in einer Infografik zusammengefasst.

Deployment und Automatisierung

Der größte Teil der von den 4794 befragten Entwicklern (33 Prozent) gab an, mehrmals pro Woche zu deployen. Dicht gefolgt wird diese Gruppe von 26 Prozent der Befragten, die ein bis drei mal pro Monat Code in Umlauf bringen. Interessant sind indes vor allem zwei weitere Gruppen an den äußeren Rändern: 12 Prozent deployen mehrmals am Tag, während immerhin sieben Prozent der Teilnehmer gerade einmal ein bis drei mal im Jahr neuen Code veröffentlichen.

Ein weiterer Aspekt der Umfrage beschäftigte sich mit der Frage, wie oft man sich beim Deployment mit Problemen in der Applikation konfrontiert sieht. Bei sechs Prozent der Umfrageteilnehmer passiert das bei jedem einzelnen Deployment, gerade einmal vier Prozent gaben an, niemals auf Probleme zu stoßen. Lang lebe das ausführliche Testing!

Der Großteil der Befragten gab übrigens an, maximal bei jedem vierten Deployment auf Probleme zu stoßen.

Übrigens gaben 86 Prozent an, dass sie zwar die Vorteile der Automatisierung erkennen würden, dennoch keine Dev-Ops-Best-Practices etabliert hätten. Die Gründe dafür:

Abb. 1: Screenshot: Developer Pulse 2015

Abb. 1: Screenshot: Developer Pulse 2015

Trotz vieler Vorteile keine Continuous-Delivery-Techniken im Einsatz, Quelle

Mobile, APIs und Custom Applications

Mobile laute das Gebot der Stunde, und so verwundert es auch kaum, dass 49 Prozent der Befragten bereits Mobile-fähige Web-Apps entwickeln – deutlich mehr, als native Apps entwickeln (26 Prozent). Der Rest gab an, hybride Apps zu entwickeln (22 Prozent) oder noch keine mobilen Applikationen entwickelt zu haben, aber es in naher Zukunft tun zu wollen.

In diesem Zusammenhang haben übrigens 46 Prozent der Teilnehmer der Umfrage bereits APIs entwickelt – nämlich, um Mobile Apps mit Daten zu versorgen.

Was natürlich die Frage aufwirft, mit welchen Systemen die befragten Entwickler arbeiten. Eine deutliche Mehrheit – über 81 Prozent – gab an, eigene Applikationen zu schreiben. Daneben findet man allerdings auch viele bekannte Systeme unter den Antworten.

So kommt bei über 46 Prozent WordPress zum Einsatz, Joomla! bei über 21 Prozent der Befragten. Dicht gefolgt von Drupal mit etwas mehr als 20 Prozent und Magento, mit 17 Prozent. Ebenfalls vertreten sind phpBB (acht Prozent) und SugarCRM (fünf Prozent).

Bughunting und warum Kaffee mächtiger ist als Wein

Was bleibt, ist die Frage nach der Zeitaufteilung zwischen Maintenance und Bughunting versus Entwicklung neuer Funktionalitäten. Die gute Nachricht lautet, dass 37 Prozent der Teilnehmer nur insgesamt 25 Prozent Ihrer Zeit  in ersteres investieren und somit 75 Prozent ihrer für die Entwicklung neuer Features nutzen können. 21 Prozent können sogar 90 Prozent ihrer Zeit kreativ werden. Glücklicherweise geht es nur drei Prozent der Entwicklern genau anders herum: Sie müssen 90 Prozent Ihrer Zeit ins Bughunting, in die Maintenance und in sonstige Problemlösungen stecken.

Und was macht man, wenn man spätnachts mit dieser Aufgabe vor dem Rechner sitzt, das Gesicht nur durch kryptische Codezeilen erhellt? 42 Prozent gaben an, dass Sie zu Kaffee greifen – lediglich sechs Prozent der Teilnehmer bevorzugen Bier oder Wein, und damit deutlich weniger, als zu Energy-Drinks greifen (elf Prozent).

Man sieht also: Es geht doch nichts über einen guten Kaffee!

Aufmacherbild: Vector pulse background von Shutterstock / Urheberrecht: Yulia Glam

Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Meinungen zu diesem Beitrag

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -