Es war einmal … Magento
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Es waren einmal ein paar tapfere Recken, die sich aufmachten, die E-Commerce-Welt zu revolutionieren. Oder aber zumindest zu beherrschen. Als diese tapferen Recken vor weit über einem Jahr fast zur Hälfte

Es waren einmal ein paar tapfere Recken, die sich aufmachten, die E-Commerce-Welt zu revolutionieren. Oder aber zumindest zu beherrschen. Als diese tapferen Recken vor weit über einem Jahr fast zur Hälfte von eBay übernommen wurden, dauerte es 11 Monate, bis sie das der Welt eingestehen konnten. Aber tapfere Recken blieben sie dennoch, denn niemals sollte Magento komplett in die Hände des mächtigen Gebrauchtwaren-Riesen fallen. Wer jetzt aber von einem kleinen, unbeugsamen Dorf in Gallien träumt hat leider verschlafen – Magento ist jetzt ein Teil der neu gegründeten Open Commerce Platform Group.

Pauke, Trompeten, X.com

Dreh- und Angelpunkt dieser Open Commerce Platform Group soll X.com sein – wo bis vor Kurzem noch das PayPal Developers Program beheimatet war. Und die Ziele, die eBay mit X.commerce verfolgt, sind groß:

X.commerce is the first cloud-based platform enabling developers, merchants and service providers to create innovative solutions in the commerce space.  Using an open source environment, X.commerce offers the fundamental technologies needed for commerce – shopping carts, payment services, inventory management, marketplace integration, SEO, tax guidance and more, all in one location.X.com

Natürlich soll X.commerce alles verändern und in enger Zusammenarbeit mit Entwicklern revolutionäre E-Commerce-Lösungen auf die Beine stellen. Genügend Schnittstellen sind jedenfalls geboten.

X.commerce Schnittstellen ohne Ende – Entwickler wird es freuen (Vergrößern)

Natürlich wirft das die Frage auf, was das für Roy Rubins Statement von vor vier Monaten bedeutet: We are fortunate to have a partner that supports our strong belief in open source, community and innovation. Von einer Partnerschaft kann jetzt wohl keine Rede mehr sein. Auch wenn laut FAQ eBay Agrees to Acquire Magento (.pdf, 340 KB) das Management von Magento vorerst in Magentos L.A.-Büro bleiben soll, wandert alles unter die Obhut von X.commerce-Chefs Matthew Mengerink, dem die undankbare Aufgabe zufällt, die neue Marke als Gegenstück zu Intershop zu positionieren zu müssen.

Es wird spannend sein, die zukünftigen Entwicklungen zu beobachten. Bei eBays Teilübernahme bliebt die Community jedenfalls ruhig – bleibt abzuwarten, ob das in Zukunft auch so bleiben wird. John Donahoe, eBay-Oberster, gibt jedenfalls sein Bestes, alles in geschmeidigen zartrosanen Tönen darzustellen:

Theoretisch betrachtet könnte die Allianz den Markt gut aufräumen. Auf der anderen Seite geht es dem Gebrauchtwaren-Marktplatz eBay schon länger nicht mehr all zu gut … Hoffentlich haben sich Roy Rubin und Yoav Kutner dabei nicht verspekuliert.

Oder wie seht ihr das?

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