Kolumne: Alles im Flow

Flow 2.0 Stable, Neos Alpha und schöne Oberflächen
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Der Hauptfokus des Core-Teams lag in den letzten Wochen auf der Stabilisierung und weiteren Entwicklung von TYPO3 Neos. Aber auch für Flow blieb noch genügend Zeit, und so konnte schließlich auch die stabile Version 2.0 releast werden.

Flow 2.0 Stable

Am 12. Juli war es endlich soweit: TYPO3 Flow 2.0 Stable wurde veröffentlicht [1]. Dieses Release ist ein wichtiger Meilenstein für die TYPO3-Community, denn mit der Version 2.0 ist das Framework nun auch für die breite Masse voll alltagstauglich geworden. Typische Seiten lassen sich nun, im Vergleich zur Vorgängerversion, in mehr als 20-facher Geschwindigkeit darstellen. Außerdem werden die zukünftigen Versionen des 2.x-Zweigs voll abwärtskompatibel sein. Insbesondere für größere Projekte und Agenturen, die eine längerfristige Entscheidung für ein Framework treffen mussten, hat Flow 2.0 eine wichtige Signalwirkung. Aber auch an anderer Front gibt es starke Signale: TYPO3 Neos, das neue Content-Management-System, für das Flow als Basis entwickelt wurde, nimmt Gestalt an und nähert sich dem 1.0-Release.

Neos Alpha

Das Kernteam, das die Entwicklung von Flow vorantreibt, ist weitestgehend deckungsgleich mit dem, das auch Neos entwickelt. In den letzten drei Monaten haben wir unsere ganze Energie in die Stabilisierung und Entwicklung der verbleibenden Features von Neos 1.0 gesteckt. Während der TYPO3 Developer Days in Hamburg [2] konzentrierte sich das Team entsprechend auf die Umsetzung des tatsächlichen User-Interface-Designs und verschiedene Bugfixes. Noch während des Sprints in Hamburg konnte das Team die vierte Alphaversion von TYPO3 Neos veröffentlichen [3], wenige Wochen später gefolgt von der 1.0 alpha 5 [4]. Insbesondere das neue Design und Features wie der Media Browser, mit dem bereits verwendete Fotos verwaltet werden können, geben einem schon einen sehr viel klareren Eindruck davon, wie die Version 1.0 aussehen wird.

User Experience

Viele entwicklergetriebene Open-Source-Projekte vernachlässigen einen wichtigen Aspekt ihrer Software: Wie fühlt sie sich für den Benutzer an? Kommt er mit seinen Aufgaben schnell ans Ziel oder wird er von Menüs und Buttons, die sich im Laufe der Jahre ansammeln, erschlagen? Im Neos-Projekt versuchen wir die Chance, ein User Interface von Grund auf neu zu gestalten, zu nutzen. Rasmus Skjoldan [5], Chefdesigner und zuständig für die User Experience, hat verschiedene Experten auf dem Gebiet getroffen, um die Konzepte hinter Neos zu validieren. Ziel ist es, mithilfe von Methoden aus der Stadtplanung ein Benutzerkonzept zu entwickeln, das trotz unvorhergesehener neuer Funktionen geordnet wächst. Stadtplanung? Rasmus hat zu diesem Thema und dazu, wie ein Content-Management-System 2017 aussehen könnte, inzwischen einige interessante Artikel geschrieben. [6]

Ausblick

Während sich das Kernteam im Sommer weiterhin stark der Fertigstellung von Neos 1.0 widmet, geht es zeitgleich auch bei Flow weiter. An der Version 2.1 und unseren Hauptthemen Cloud Resource Management, REST und Releaseprozess wird bereits fleißig gearbeitet. Wer sich schließlich fragt, wie das Neos-Projekt entstanden ist und was hinter den Kulissen alles passiert und geplant ist, dem sei der T3Bits Audio-Podcast von Sebastian Michaelsen empfohlen [7]. Auch zu anderen Themen aus dem TYPO3-Universum gibt es schon eine Reihe interessanter Interviews mit Langzeitmitgliedern des Projekts. Die Früchte unserer Arbeit werden in diesem Herbst auf einigen Konferenzen vorgestellt, unter anderem auf der International PHP Conference in München [8] sowie der T3CON13 in Stuttgart [9]. Viel wichtiger ist aber noch: Erste größere Kundenprojekte auf Basis von Neos sind inzwischen angelaufen.

Aufmacherbild: CMS icon von Shutterstock / Urheberrecht: frank_peters

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