Keynote auf der International PHP Conference 2012

FLOW3, Zend, Symfony: Auf der Suche nach dem besten Framework
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Zu den am weitesten verbreiteten Frameworks gehören derzeit FLOW3, das Zend Framework 2 und Symfony2. Alle drei Frameworks verwenden zweifelsohne die neusten Techniken und modernsten Ansätze. Wie entscheidet man also, welches das für den Entwickler am besten geeignete darunter ist? Gibt es schlagende Argumente, die für oder gegen das ein oder andere Framework sprechen?

Die erste Keynote der International PHP Conference 2012 mit dem Titel „Concepts of Success: Choose Your Framework“ beschäftigte sich mit genau dieser Frage. Drei Experten aus dem jeweiligen Fachgebiet vertraten hier ihr jeweiliges Framework und begründeten, warum gerade dieses das beste Framework der Welt ist. Derick Rethans war Moderator, Matthew Weier O’Phinney argumentierte für das Zend Framework 2, Lukas Smith für Symfony 2 und das Herz Robert Lemkes schlägt für FLOW3.

Derick Rethans, Lukas Smith, Robert Lemke und Matthew Weier O’Phinney diskutieren darüber, welches das beste Framework ist.

Wie jede gute Argumentation startete auch diese mit der Eingestehung eigener Fehler – einen Vor-, aber auch einen Nachteil des eigenen Frameworks sollten die Experten zugeben. Dabei durften wir erfahren, dass das Zend Framework 2 Probleme mit der Abstraktion hat, FLOW3 aufgrund der Code-Analyse im Hintergrund etwas langsamer ist als die beiden anderen und die Unmenge an Klassen in Symfony2 den Entwickler schon einmal abschrecken kann. Auch standen alle drei Frameworks in der Vergangenheit bereits vor großen Herausforderungen: Symfony musste mit den vielen Mitarbeitern erst einmal klarkommen, FLOW3 stand unverhältnismäßig lange auf der Kippe, bevor überhaupt die Version 1.0 erscheinen konnte und das Zend Framework musste den Mittelweg finden zwischen den vielen, sich teilweise stark unterscheidenden Wünschen der Nutzer. Weitere Diskussionsfragen beschäftigten sich mit PHP 5.4 und der Rückwärtskompatibilität der Frameworks.

Welches Framework letztendlich den Platz auf dem Podest als bestes seiner Art verdient, kann man wohl nicht eindeutig beantworten, hat doch jedes unter ihnen seine Vor- und Nachteile für bestimmte Zielgruppen. Und auch alternative Frameworks wie Cake, Spring oder Lithium darf man nicht außer Acht lassen. Umso schöner ist es zu wissen, dass unter den zahlreichen Alternativen weder Rivalitäten noch Eifersucht oder Feindschaft herrscht. So kann Robert Lemke seinen beiden Mitstreitern ohne schlechtes Gewissen folgende Botschaft mit auf den Weg geben:

I love you.

Das beste Framework der Welt? Diese Frage muss wohl jeder für sich beantworten.

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