So erstellt man eine erfolgreiche Mobile-Web-Strategie

Fokus auf User Experience statt Tools
Kommentare

Kaum jemand verlässt heutzutage das Haus ohne sein Smartphone, und viele nutzen das Tablet für schnelle Notizen oder um etwas nachzuschlagen, anstatt dafür den Desktop zu bemühen. Die Mobile-Strategie sollte darum Teil der gesamten Websitegestaltung sein und sich nicht nur auf Responsive-Web-Tools fokussieren.

Denn was heutzutage meist als „Mobile“-Strategie vorgetragen wird, ist meist nichts weiter, als mit so wenig Aufwand wie möglich das Beste aus der gegebenen Situation zu machen – sprich, ein wenig Repsonsive hier, ein wenig herunterskalieren da. Richa Jain zeigt, warum eine Mobile-Web-Strategie vor allem den User und nicht (nur) die nötigen Tools im Blick haben sollte.

Unterschiede zwischen Desktop- und Mobile-Strategie

Spricht man von Mobile-Web-Strategie, fällt den meisten wohl als erstes Responsive Design ein. Einige skalieren auch einfach ihre Website herunter und nennen das dann „Mobile-Strategie“. Tatsächlich scheitern sie so aber an genau dem essentiellen Punkt der Mobile-Web-Strategie, nämlich dem Liefern einer hervorragenden User Experience – auch unterwegs.

Um eine erfolgreiche Mobile-Web-Strategie zu erstellen, ist es wichtig, zu verstehen, wie sich die User Experience bei Desktop und Mobile unterscheidet. Vor allem ist dabei die Zielsetzung unterschiedlich: das Smartphone ist ein persönliches Gerät, das normalerweise nur von einer Person genutzt wird. Zudem erlaubt es einfachen, sofortigen Zugriff auf Content – Menüs mit mehreren Layern werden da meist schlicht ignoriert.

Auch die Downloadgröße spielt eine wichtige Rolle. Da Smartphone-User ihr Gerät oft mit mobilen Internetverbindungen betreiben, sollte diese so gering wie möglich gehalten werden. Genauso erfolgt die Interaktion mit dem Smartphone über Touch, was auch für das Webdesign im Hinterkopf behalten werden muss. Zudem entstehen dank der eingeschränkten Displaygröße andere Ansichts- und Nutzungspattern, als bei Desktops.

All das bedeutet vor allem eins: Desktop-Webdesign-Prinzipien lassen sich nicht eins zu eins auf mobile Geräte übertragen.

Fokus auf User Experience

Wie geht man dann also für eine erfolgreiche Mobile-Web-Strategie vor? Zunächst sollte eine Desktop-optimierte Seite nicht für den Zugriff von mobilen Devices herunterskaliert werden. Das bedeutet auch, dass Responsive Design nicht für alle Websites in Frage kommt. Welche Möglichkeiten der nachträglichen Anpassung es gibt, haben wir mit den vier Strategien für Responsive Websites schon einmal beleuchtet.

Während bei Desktop das Menü meist oben ist, ist es so auf mobilen Devices oft bei der Betrachtung des Contents im Weg. Genauso produzieren unnötige Downloads von Bilddaten eine höhere Seitenladezeit, was sich genauso negativ auf die User Experience bei Mobile-Usern auswirkt.

Apropos User Experience: die sollte bei der Mobile-Web-Strategie besonders im Fokus stehen. Bei der Entwicklung der Strategie sollte man sich daher überlegen, was der User vom Besucher der Seite mitnehmen soll und wie sie mit der Seite interagieren.

Responsive, separate Mobile-Seite oder native App?

Hat man sich erstmal überlegt, wie die Mobile-Web-Experience für den User aussehen soll, geht es daran, zu entscheiden, ob die Seite responsiv gestaltet oder eine separate Mobile-Seite oder eine native App erstellt wird. Alle drei Methoden haben dabei Vor- und Nachteile.

Responsive Sites sind am einfachsten zu verwalten, weil nur eine URL und ein einziges Design für alle Devices benötigt werden. Zudem ist das Vermarkten einer einzigen Seite günstiger, als bei separaten Desktop- und Mobile-Sites. Allerdings heißt das oft auch, Abstriche bei der Mobile-Experience zu machen und weniger Conversion von Mobile-Usern zu generieren.

Mit einer separaten Mobile-Website bietet man zwar Mobile-Usern eine genau auf sie abgestimmte User-Experience, allerdings bedeutet das Maintainen von zwei Websites deutlich mehr Aufwand.

Native Apps werden auch immer beliebter und bieten vor allem den Vorteil, dass sie sofort verfügbar sind und einfacheren Zugriff ermöglichen, als Websites. Allerdings sind auch hier der Kostenfaktor und der Verwaltungsaufwand nicht außer Acht zu lassen; dazu kommt, dass die App für zahlreiche Plattformen bereitstehen muss.

Die Mobile-Strategie hängt von Zielgruppe ab

Es gibt keinen richtigen Weg, seine Mobile-Web-Strategie zu entwickeln. Die Entscheidung hängt dabei immer von der Zielgruppe und deren Bedürfnissen ab. In jedem Fall sollte sie gut durchdacht sein und den Mobile-Usern nicht einfach nur reduzierter Desktop-Content präsentiert werden. Dazu sagt Richa Jain:

Focus on what’s important – the end user, and your conversions.

So sollte dem Entwickeln einer erfolgreichen Mobile-Web-Strategie jedenfalls nichts mehr im Weg stehen.

Aufmacherbild: A three way arrow symbol on a black asphalt road surface. von Shutterstock / Urheberrecht: Gwoeii

Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Meinungen zu diesem Beitrag

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -