Fortgeschrittene CSS-Techniken
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Startete das world wide web einstmals mit der Präsentation verlinkter statischer Seiten, so bestimmten heute dynamische Seiten und oder ganze Applikationen den Inhalt. Es reicht längst nicht mehr aus,

Startete das world wide web einstmals mit der Präsentation verlinkter statischer Seiten, so bestimmten heute dynamische Seiten und oder ganze Applikationen den Inhalt. Es reicht längst nicht mehr aus, Text anzuzeigen. Vielmehr müssen die Seiten optisch ansprechend gestaltet und häufig mit multimedialen Inhalten, mindestens Bildern, versehen werden. Damit einhergehend hat sich die Komplexität der Seiten deutlich erhöht. Hier gilt es Applikation von Inhalt und Inhalt von Layout zu trennen, sei es, um dies für den einzelnen Entwickler besser handhabbar zu gestalten oder aber die genannten Themen von unterschiedlichen Entwicklern zu bearbeiten. Der Begriff Entwickler ist hier allgemein gehalten; es kann sich dabei auch um einen Designer handeln, der das Layout entwickelt.

Zur Trennung von Inhalt und Layout haben sich die CascadingStyleSheets etabliert. Das vorliegende Buch widmet sich den fortgeschrittenen CSS-Techniken. Und so wird auch klar, dass dieses Buch nicht zum Erlernen der CSS geeignet ist. Vielmehr setzen die Autoren ein grundlegendes Verständnis der CSS voraus und bauen darauf auf. Dabei verzichten Sie auf eine referenzartige Erläuterung von fortgeschrittenen Elementen. Überhaupt, welches ist ein fortgeschrittenes Element? Ist dies ein Float, eine Table oder was? Unbekannte Elemente kann sich der Leser aus dem vorliegenden Buch nur indirekt erschließen; hier ist die Nutzung anderer Referenzen angesagt. Aber dies ist auch nicht Ziel des Buches. Vielmehr geht es um die Anwendung von CSS über eine Basisnutzung hinaus ,sowie die damit verbundenen Fallstricke und deren Lösungen. Wie werden Elemente vertikal oder horizontal angeordnet? Wie setze ich Floats ein? Wie gestalte ich aufklappbare Menüs ohne zu programmieren? Wie erreichte ich ein mehrspaltiges Layout ohne HTML-Tabelle? Wie schaffe ich es, mit unterschiedlichen Browsern zu einem gleichartigen Aussehen zu gelangen? Dies und ähnliches sind die Fragen zu denen der Leser im vorliegenden Buch Antworten findet. Und dabei wird klar, für viele Anforderungen gibt es nicht die eine goldene Lösung. Vielmehr verhalten sich die Browser in weiten Teilen unterschiedlich. Insbesondere zu älteren IEs werden zahlreiche „Hacks“ vorgestellt. Dazu ist das Buch in vier Teile aufgeteilt: CSS-Prizipien, die nicht selbsterklärend sind, Inkonsistenzen in Browsern und Grundlagen des Debuggings, Umsetzung von komplexen Layouts sowie den Anhang (Performance). Unabhängig von dieser Einteilung lassen sich aber die meisten Kapitel auch separat als Hilfestellung bei einer entsprechenden Aufgabe nutzen.

Das Buch ist komplett in Farbe gestaltet. Dies erweist sich bei den Bildschirmdarstellungen als sehr hilfreich. So lassen sich die vielen Codebeispiele auch ohne Bildschirm gut nachvollziehen. Der Stil gleicht weniger einem Lehrbuch sondern mehr einem „aus dem Nähkästchen plaudern“. Zahlreiche Anmerkungen und Verweise auf Links vervollständigen dies. Dabei sind in der stark bedruckten Sidebar nicht (wie bei wissenschaftlichen Publikationen) kurze Hinweise auf den Fließtext vorhanden, sondern Anmerkungen, Hinweise, Ergänzungen, so dass diese in der Regel mitzulesen sind. Auch finden sich hier teilweise Abbildungstitel, die an anderer Stelle in der Textspalte stehen. Hier wäre weniger Sidebar mehr, da Vieles im Haupttext besser untergebracht werden könnte.

Alles in Allem ein Buch, das eine Menge von Möglichkeiten und Herausforderungen zeigt, die im praktischen Alltag des Designers/Entwicklers zu vertiefen sind.

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