Frühe Releases und Angst vor Kritik
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Kent Beck, einer der Begründer der agilen Software-Entwicklung, befasst sich in seinem aktuellen Blog-Eintrag mit der Angst vor Feedback. Einige Entwickler, mit denen er sich unterhalten hat, identifizieren

Kent Beck, einer der Begründer der agilen Software-Entwicklung, befasst sich in seinem aktuellen Blog-Eintrag mit der Angst vor Feedback. Einige Entwickler, mit denen er sich unterhalten hat, identifizieren sich zu sehr mit ihrem Produkt, sodass sie fachliche Rückschläge als persönliches Versagen werten.

Bei sich selbst hat er ebenfalls den Zwiespalt wahrgenommen: Zum einen will er Feedback bekommen, um sein Projekt erfolgreicher zu machen. Selbst wenn das Feedback lautet „brich das Projekt ab!“ ist es nützliches Echo, da man danach schnell an erfolgreicheren Projekten weiterarbeitet.

Zum anderen bindet man sich schnell emotional an ein Projekt und investiert Herzblut in die Arbeit. Der Erfolg, so denkt der Entwickler, hängt ab vom investierten Elan. Jede Kritik an dem Projekt kann folglich nur als persönlicher Angriff verstanden werden. Doch hier muss ein Entwickler lernen, objektiv zu bleiben.

Welche Konsequenzen kann ein schlechtes Feedback haben? Das Projekt wird abgebrochen, ändert seine Ausrichtung und wird unter neuen Vorzeichen fortgesetzt. Nur in den wenigsten Fällen sind Existenzängste gerechtfertigt. Dennoch verhalten sich viele Entwickler so, als stünde Haus und Hof auf dem Spiel, wenn das Projekt an die Wand fährt.

Wie steht Ihr zu Feedback? Habt Ihr schon einmal auf ein Feature verzichtet, weil Ihr das Feedback dazu gescheut habt? Hat Euch der Perfektionismus daran gehindert, eine Innovation zu veröffentlichen? Oder haltet Ihr Kents Standpunkt für den Aufruf zu fahrlässigen Releases?

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