Führt den Wandel an folgt ihm nicht – Live von der TechED Europe (Teil 2)
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Bei Microsoft ist der Benutzer König – egal auf welchem Device
Es sei eine „Cloud ohne Grenzen“, sagte Anderson: Die Benutzer sollen produktiv mit dem Service umgehen können, egal welche Devices sie

Bei Microsoft ist der Benutzer König – egal auf welchem Device

Es sei eine „Cloud ohne Grenzen“, sagte Anderson: Die Benutzer sollen produktiv mit dem Service umgehen können, egal welche Devices sie nutzen. Damit scheint Microsoft die mit Windows 8 eingeführte Philosophie einer Plattform für alle (Microsoft-) Devices und einer Offenheit für andere Technologien, wie etwa verdeutlicht durch das Eclipse-API im Team Foundation Server, weiter auszubauen.

Das Thema „Bring your own Device“ (BYOD), den wachsende Trend, eigene mobile Geräte ins Unternehmensnetzwerk zu integrieren, möchte Microsoft mit seiner Lösung Intune angehen. Unternehmen weltweit sehen sich mit der Tatsache konfrontiert, dass mehr und mehr Mitarbeiter mit ihren iPads, iPhones oder Android-Phones auf Unternehmensdaten zugreifen. Diese Vielzahl heterogener Geräte sei mit klassischen Mitteln nicht mehr zu kontrollieren, weshalb Microsoft den Ansatz „Control and Governance“ favorisiere. Im Mittelpunkt stehen bei der Rechtevergabe durch Intune nicht die Endgeräte, sondern die Personen. „Modernes Device-Management ist People-centric“, meinte Anderson. Durch spezielle SDKs für iOS- und Android-Entwickler können diese sicherstellen, dass bestimmte Apps im Unternehmen nur solche Zugriffe erhalten, für die die Nutzer auch autorisiert ist. In anderen Worten: Mitarbeiter erhalten gemäß ihrer Aufgaben gewisse Berechtigungen, und Intune sorgt dafür, dass diese auch bei eigenen mitgebrachten Geräten eingehalten werden. Das funktioniert bei browserbasierten Anwendungen gleichermaßen wie bei REST-basierenden Zugriffen durch native Apps, erläuterte Zander gegenüber Windows Developer.

So malerisch der Ausruf einer Ära des Cloud OS auch ist: Noch läuft in Microsofts Wolkenimperium nicht alles rund, viele Services sind noch ausbaufähig. Das gaben Anderson, Zander und Co. am ersten Tag der TechEd-Europe auch unumwunden zu. Doch dahinter sollte man nicht zwangsläufig Unausgegorenheit vermuten. Es heißt nicht umsonst „One step at a time“, und Microsoft hat offenbar einen klaren Marschplan ausgeklügelt, der es den neuen Cloud-Features erlaubt, vor den Augen und unter dem Zutun der Entwickler und Benutzer zu reifen.

Brad Anderson fasste zusammen: „Es ist eine tolle Zeit, um Teil dieser Industrie zu sein. Wenn diese Art von Wandel passiert und man ihn offen annimmt, ist das Glas halb voll.“ Und er ermutigte die rund 4000 Anwesenden im Keynote-Saal: „Führt den Wandel an, folgt ihm nicht.“

Wer in Amsterdam indes nach Neuigkeiten suchte, wurde von der Eröffnungs-Keynote enttäuscht, hatte Microsoft doch schon Anfang Juni beinahe sein gesamtes Pulver bei der TechEd North America verschossen. Einen Einblick in Microsofts Konzeption des Wolken-Betriebssystems aka Cloud OS konnte die ausführliche Keynote mit zahlreichen Speakern dennoch geben. Und die rund 350 Sessions, die während der TechEd-Tage angeboten werden, bieten für die Teilnehmer hinreichend Gelegenheit, zahlreiche Themen technisch zu vertiefen.

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