Google stellt Optimierungsdienst PageSpeed ein
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Vor viereinhalb Jahren führte Google seinen Website-Analyse- und Optimierungsdienst PageSpeed ein, mit dem Entwickler ihre Seiten gemäß der aktuellen Best Practices zur Performance-Optimierung bearbeiten konnten.

Nun wurde der Dienst eingestellt und steht bereits jetzt nicht mehr für neue Nutzer zur Verfügung. Craig Lowell fasst zusammen, was das nun für bestehende Nutzer bedeutet und welche PageSpeed-Alternativen weiterhin verfügbar bleiben.

User müssen bis zum 3. August ihre Seite aus PageSpeed entfernen

PageSpeed stellte Entwicklern verschiedene Optimierungsmöglichkeiten zur Verbesserung der Website-Performance zur Verfügung. Dazu zählt zum Beispiel die Komprimierung von Bildern, die Optimierung von JavaScript und CSS oder das Caching von statischem Content. Damit war der Dienst bei Entwicklern überaus beliebt, nicht zuletzt, weil er im Gegensatz zu ähnlichen Konkurrenzprodukten wie CloudFlare kostenlos verfügbar war.

Für PageSpeed-Nutzer bedeutet die Einstellung des Dienstes nun vor allem eins: bis zum 3. August 2015 müssen sie ihr DNS ändern und ihre Seite aus dem Dienst entfernen, um die Verfügbarkeit ihrer Website nach diesem Datum sicherzustellen. Dafür sollen in der Konsole Hilfestellungen zum sicheren Entfernen einer Seite zur Verfügung gestellt werden; hier lässt sich auch überprüfen, welche Domains für den Dienst aktiviert sind. Mehr Informationen zum Entfernen einer Seite aus PageSpeed findet sich in der Dokumentation des Dienstes.

PageSpeed wird zudem bis zum 1. Dezember auch aus der Integration in der Google App Engine entfernt. Im Gegensatz zu mit PageSpeed optimierten Websites wird die Verfügbarkeit der betroffenen Apps allerdings nicht gefährdet; sie sind auch nach der Entfernung des Google-Dienstes weiterhin verfügbar – allerdings ohne die Vorteile der PageSpeed-Optimierung.

Alternativen mit PageSpeed-Technologie nicht betroffen

Alternativen, die sich die PageSpeed-Technologie zu Nutze machen, sind von der Einstellung des Dienstes nicht betroffen und werden weiterhin unterstützt. So ist PageSpeed beispielsweise bei einer Vielzahl von Web-Hosting-Providern integriert, und auch NGINX, Apache, Apache Traffic Server, OpenLiteSpeed und Microsoft IIS unterstützen PageSpeed über entsprechende Module oder Plug-ins. Zudem gibt es auch Cloud-basierte Alternativen wie EdgeCast Edge Optimizer, bei denen PageSpeed in ihr CDN-Angebot integriert ist.

Aufmacherbild: Attention SIgn von Shutterstock / Urheberrecht: JoemanjiArts

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