Google vs. Bing Klaut Microsoft die Suchergebnisse
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Zwischen Microsoft und Google ist ein öffentlicher Disput entfacht worden. Dabei geht es um die Suchergebnisse von Google, auf die Bing angeblich zugreifen würde.

Google prangerte Microsoft auf seinem

Zwischen Microsoft und Google ist ein öffentlicher Disput entfacht worden. Dabei geht es um die Suchergebnisse von Google, auf die Bing angeblich zugreifen würde.

Google prangerte Microsoft auf seinem Blog öffentlich an, mit Bing auf Googles Suchergebnisse zurück zugreifen, ohne es zuzugeben. Danny Sullivan von Search Engine Land hatte auf den Fall aufmerksam gemacht, nachdem ein Mitarbeiter von Google ihn darüber informiert hatte. Das erste Dementi von Microsoft folgte schnell, wie ZDNet berichtet hatte.

Google war die Sache durch den Suchbegriff „torsoraphy“ aufgefallen. Das ist die falsche Schreibweise für „Tarsorrhaphy“ (eine Form der Augenlied-Chirurgie). Die Eingabe des Begriffs liefert auf Google einen Korrekturvorschlag der Schreibweise, inklusive des dazugehörigen Wikipedia-Artikels. Bei Bing erscheint derselbe Wikipedia-Artikel, ohne dass die Schreibweise aber korrigiert wird.

Die Ergebnisse zu
Die Ergebnisse zu „torsoraphy“ auf Google

Die Ergebnisse zu
Die Ergebnisse zu „torsoraphy“ auf Bing

Daraufhin nahm sich Google der Sache an und stellte dabei fest, dass die URLs von Google-Suchergebnissen auf Bing aufgetaucht waren. Um das herauszufinden, verlinkte Google einzelne Webseiten mit Phantasie-Suchbegriffen, die so normaleweise niemand eingeben würde. Das Ergebnis: Diese Suchbegriffe liefern auch auf Bing dieselben Ergebnisse wie auf Google.

Phantasie-Suchbegriff mit Ergebnis auf Google
Phantasie-Suchbegriff mit Ergebnis auf Google

Bing liefert das selbe Ergebnis mit dem Fake-Suchbegriff wie Google
Bing liefert das selbe Ergebnis mit dem Fake-Suchbegriff wie Google

Der Suchmaschinenriese wirft Microsoft damit Diebstahl vor und bittet darum, diese Praxis einzustellen.

At Google we strongly believe in innovation and are proud of our search quality. We’ve invested thousands of person-years into developing our search algorithms because we want our users to get the right answer every time they search, and that’s not easy. We look forward to competing with genuinely new search algorithms out there–algorithms built on core innovation, and not on recycled search results from a competitor. So to all the users out there looking for the most authentic, relevant search results, we encourage you to come directly to Google. And to those who have asked what we want out of all this, the answer is simple: we’d like for this practice to stop.

Die Angelegenheit wurde von einer teils kindischen Schlammschlacht via Twitter zwischen Frank Shaw von Microsoft und Matt Cutts von Google begleitet, die TechCrunch detailliert festgehalten hat. Über den Blog von Bing äußerte Microsoft daraufhin ein neues Statement in der Sache:

To be clear, we learn from all of our customers. What we saw in today’s story was a spy-novelesque stunt to generate extreme outliers in tail query ranking. It was a creative tactic by a competitor, and we’ll take it as a back-handed compliment. But it doesn’t accurately portray how we use opt-in customer data as one of many inputs to help improve our user experience.

Die Reaktion von Google auf seinem Blog löste bei einigen eher Spott aus, denn Verständnis. So bezeichnete Tech-Dirt Googles Blog post als „kindisch“ und als Verleumdung. Auch das RoghlyDraftedMagazine schlägt in diese Kerbe und betonte, dass Bing lediglich öffentliche Daten von Google nutzen würde. Eine Praxis, die Google mit seiner Suchmaschine ja selbst befolgen würde. Denn Google selbst hätte sich in der Vergangenheit als jemand herausgestellt, der wie im Fall von Android, vieles von anderen Wettbewerbern abschauen würde.

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