Microsoft SQL Server ohne SQL Server - und/oder ohne Microsoft

Grenzüberschreitend
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Laut Behme [1] ist das Gespann aus Apache-Webserver unter Linux und Microsoft SQL Server unter Windows innerhalb eines heterogenen Netzwerks das performanteste System für eine Webanwendung.

Zugegeben, der zitierte Artikel [1] hat schon einige Jahre auf dem Buckel und man kann sich lange darüber streiten, ob die Methodik die richtige war und ob Microsoft überhaupt an einem solchen Test teilnehmen darf oder vielleicht sogar die Redaktion der zugehörigen Zeitschrift gekauft hat. Deswegen die wichtige Vorwarnung: Nur, wer Religion mit Kirche und nicht mit Technologie assoziiert, wird in diesem Artikel verwertbare Informationen finden. Es wird nicht darum gehen, eine Bewertung des Microsoft SQL Servers vorzunehmen oder das Produkt gar gegen MySQL, PostgreSQL oder SQLite abzuwägen – das sollen andere machen, egal ob religiös oder nicht. Nein, stattdessen soll es darum gehen, im Rahmen der Artikelserie x ohne x zu zeigen, dass man für das Ansteuern des Microsoft SQL Servers gar nicht mal so tief in die Tasche greifen muss. Unter Umständen geht es sogar mir sehr wenig Windows im Hintergrund, im heterogenen Netzwerk (eine Ausprägung des technologischen Atheismus).Zwei Thesen: Es funktioniert ohne den (recht kostspieligen) Microsoft SQL Server, und es funktioniert auch mit etwas weniger Windows als üblich. Zur ersten These: Microsoft bietet außerdem SQL Server (kurz: MSSQL) auch noch die MSDE an. Das Akronym steht für Microsoft SQL Desktop Engine. Das Herz der MSDE ist dasselbe wie beim Microsoft SQL Server, es gibt also sogar binäre Datenkompatibilität. Allerdings ist die MSDE etwas eingeschränkt: Datenbanken dürfen maximal 2 Gigabyte groß werden, außerdem werden nur fünf Anweisungen gleichzeitig abgearbeitet. Oft wird falsch kolportiert, nur fünf Nutzer könnten gleichzeitig auf die MSDE zugreifen, das ist jedoch nicht richtig; stattdessen findet ein Queueing der Anfragen statt, der bei fünf Stück gleichzeitig noch annehmbar performant sein soll.Die wohl traurigste Einschränkung der MSDE im Vergleich zum großem Bruder MSSQL: Es sind keine grafischen Werkzeuge mit dabei, man ist also auf das mitgelieferte Kommandozeilentool osql.exe von Microsoft angewiesen – oder man besorgt sich ein anderes Werkzeug, beispielsweise das unter [2] oder [3]. Microsoft stellt sogar selbst ein webbasiertes System [4] zur Verfügung, das jedoch leider nur unter ASP.NET läuft.Größter Vorteil der MSDE: Sie kostet nichts. Unter [5] gibt es die Software gratis zum Download bereit, allerdings nur unter Windows. Nach dem Entpacken des Archivs sorgt folgende Anweisung für die Installation:

<img src="http://cdn.sandsmedia.com/ps/onlineartikel/pspic/picture_file//57/import428c5c71ebe6f.png<
Abb. 7: Der freundliche Mann will Sie überzeugen: SQL Server 2005 Express Edition zum Gratis-Download
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