Gut vs. weniger gut: Der Release von CakePHP 3.0 in der Retrospektive
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Gerade, wenn lange an einem umfangreichen Open-Source-Projekt wie der neuen Major-Version von CakePHP gearbeitet wird, lässt sich nach dem finalen Release einiges aus dem Entwicklungsprozess mitnehmen – sowohl die Dinge, die gut gelaufen sind, als auch Faktoren, die beim nächsten Release verbessert werden sollten.

Unter dem Motto „Lesson learned“ bietet Mark Story nun in einem Blog-Post einen Rückblick, was bei der Vorbereitung auf den Release von CakePHP 3.0.0 alles richtig gelaufen ist – und was beim nächsten Release verbessert werden muss.

Was beim Release von CakePHP 3.0.0 besser hätte laufen können

Es hat lange gedauert, bis CakePHP 3.0.0 reif für den Release war. Insgesamt fast zweieinhalb Jahre haben die Entwickler an neuen Features, Fixes und Verbesserungen gearbeitet – viel zu lange, glaubt Mark Story, wenn man die Projektdauer aus Sicht der Community betrachtet. Auch die Anzahl der Breaking Changes ist etwas, dass er beim nächsten großen Release lieber nicht wiederholen möchte, um zu verhindern, dass die Community zu sehr fragmentiert wird. Stattdessen, so erklärt Story, wäre ein anderer Ansatz vielleicht besser gewesen:

It might have made more sense for us to create a new standalone ORM, and release plugins for all the new features in 3.0.0.

Auf der Liste der Dinge, die beim Release der neuen Major-Version des Frameworks nicht so gut liefen, steht auch der Punkt „Unvollständige Beispiele alternativer Datenquellen”. Gemeint ist damit, dass die in vorigen CakePHP-Versionen vorhandenen Möglichkeiten zum Hinzufügen von Support für nicht-relationale Stores zum Model-System zugunsten der Arbeit am neuen ORM geopfert wurden – ohne Alternativen zum Erstellen von Datastore-Integrationen für nicht-relationale Datenbanken bereitzustellen.

Auch dass CakePHP 3.0.0 zwar viele Aspekte des Frameworks verbessert, es aber immer noch keine vernünftigen Konsolentools gibt, ist ein Punkt, der beim nächsten Release dringend verbessert werden sollte.

Darauf dürfen die CakePHP-3.0-Entwickler stolz sein

Während zwar einige Dinge beim Release von CakePHP 3.0 besser hätten laufen können, gibt es auch vieles, wofür sich die Entwickler auf die Schulter klopfen dürfen. Dazu gehört vor allem die Änderungen der Plug-ins für bake, migrations und das separate Repository des App-Gerüsts, die zwar ursprünglich für einige Kontroversen in der Community sorgten, mittlerweile aber schon die ersten deutlichen Vorteile mit sich bringen.

Auch der neue ORM und das Entwirren der Libraries – etwa die Auslagerung verschiedener Funktionen in externe Libraries – gehört zu den erfolgreichen Leistungen beim Release von CakePHP 3.0. Gleichzeitig darf man auf einige weitere Erfolge stolz sein, zum Beispiel das Fertigstellen der neuen Website und der Dokumentation zum Zeitpunkt des Releases. Und auch die Community erhielt ein Lob in Mark Storys Retrospektive – für ihr hilfreiches Feedback während der Entwicklungsphase.

Aufmacherbild: Good versus bad, opposite direction signs as concept of choice and moral dilemma von Shutterstock / Urheberrecht: igor.stevanovic

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