Hack – erste Features unter der Lupe
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Vor ein paar Tagen hatten wir über ein weiteres Bonbon aus Facebooks PHP-Wundertüte berichtet: Hack.

Auch wenn noch nicht all zu viel über den Vielleicht-(auch nicht)-PHP-Ersatz bekannt ist, hat sich Victor Berchet ein wenig mit der Sprache auseinandergesetzt und seine Erfahrungen mit der Community geteilt.

Um genau zu sein, hat er sich mit drei Features beschäftigt: Mit dem bereits im ersten Teil seiner Betrachtung angesprochenen Static Typing, mit XHP und mit Annotations, deren Support im PHP-Core bereits 2011 abgelehnt wurde. An der Asynchronous Code Execution ist er indes leider gescheitert:

I had plans to write a section about asynchronous code execution after having seen some tests in the HHVM repo. However I was not able to come with a working example. It might be due to my little understanding of the topic or the fact that Facebook has not released all the related code yet. I might write about this once Facebook releases some documentation.

Das schmälert allerdings nicht die Eindrücke, die die anderen Features hinterlassen. Besonders beeindruckend erscheint auf den ersten Blick das Feature des „gradual typing“. So verlangt Hack nur im Modus Strict eine Typisierung der Variablen; und selbst dort nur in Klassen-Properties, Funktionsargumenten und Rückgabewerten.

Auf die Facebook-Implementierung von XHP kann sich sehen lassen. So erlaubt sienicht nur die aus der Extension bekannte Schreibweise {$text}, sondern bietet darüber hinaus noch weitere Vorteile. So soll

  • Markup validiert werden
  • durch entsprechendes Escaping XSS-Attacken verhindert werden
  • es möglich sein, eigene Tags zu definieren

XHP wird bei Facebook als Basis für die UI-Bibliothek eingesetzt, die – unter Umständen – ebenfalls unter Open-Source-Lizenz veröffentlicht werden könnte.

Zu guter Letzt beschäftigt sich Berchet noch mit Annotations und erklärt anhand von Doctrine die Unterschiede der in Hack verwendeten Interpretation.

Auch wenn nur ein paar der Features behandelt werden, kann man sich so schon einmal einen kleinen Überblick über Hack verschaffen; von einem Gesamtbild ist man jedoch noch ein gutes Stück weit entfernt:

There are a lot of things about the HHVM ecosystem that were not covered by this article, both because I had to make choices on what to include and because Facebook has not released all the code and documentation yet.

Das Gesehene kann jedenfalls schon einmal überzeugen. Dank der Tatsache, dass Hack und PHP interoperabel sind, dürfte ein Umstieg – so er denn zur Debatte steht – auch nicht weiter kompliziert sein. Zumindest aus diesem Grund kann es sich durchaus lohnen, die Sache weiter im Auge zu behalten. Denn dass Features von Hack ihren Weg zurück zu PHP finden – beispielsweise in Version 6 – wäre zwar wünschenswert, würde jedoch auch bedeuten, dass im Core-Team eine gewisse Öffnung stattfinden müsste.

Ein parallel zu PHP existierendes Hack wäre jedenfalls nicht erstrebenswert.

Aufmacherbild: Hacker using laptop. Lots of digits on the computer screen. von Shutterstock / Urheberrecht: scyther5

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