Hello Mobile? HTML5 ändert alles. Wieder einmal.
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HTML5 hat einen guten Ruf als Retter des Webs. Mindestens. Seine Strahlkraft reicht sogar bis ins Mobile Web und wird – so die große Hoffnung – auch dort für Aufsehen sorgen. Doch ist wirklich

HTML5 hat einen guten Ruf als Retter des Webs. Mindestens. Seine Strahlkraft reicht sogar bis ins Mobile Web und wird – so die große Hoffnung – auch dort für Aufsehen sorgen. Doch ist wirklich alles Gold, was glänzt? Oder ist am Ende alles gar nicht so rosig, wie es auf den ersten Blick erscheint?

Damit beschäftigt sich ein ein aktueller Report von VisionMobile: HTML5 and what it means for the mobile industry. Darin geht es um die Entwicklung des Webs von seinen frühen Anfängen bis hin zu den grundlegenden Unterschieden zwischen Websites und Apps. Die Schlüsselstelle ist jedoch der Part, in dem die Auswirkungen des Web 3.0 auf das mobile Ökosystem diskutiert wird. Auch wenn feststeht, dass HTML5 viel ändern wird – so richtig anfreunden kann man sich damit bei VisionMobile offensichtlich nicht. Gerade im Bereich der App Stores sieht man Probleme:

HTML5 app stores can’t deliver a business model change if demand is not there, for three reasons. Firstly, users care about availability of popular content (see Angry Birds, Skype and Facebook) most of which are not available as web apps often due to HTML technology limitations. Secondly, users care about choosing among hundreds of thousands of apps, which is currently a 2-horse race (Apple and Google) with the web lagging far behind in terms of number of apps. Thirdly, users are becoming loyal to their smartphone platform (Android, iOS or BlackBerry) where the native app store dominates.Andreas Constantinou, 2011

Eine gewagte These, wie wir finden. Natürlich dürfte das Bekanntwerden Facebooks Kriegserklärung an Apple ziemlich ungünstig in die Erstellung gelaufen sein, dennoch beweist es, dass es durchaus Bestrebungen seitens der Industrie gibt, im Bereich Mobile Web mitzumischen. Auch die begrenzte Auswahl an Apps dürfte ein eher temporäres Problem sein; die Anzahl der Webentwickler dürfte sich ohne Probleme mit der Anzahl nativer Mobile-Entwickler messen lassen – aller Systeme zusammengenommen, versteht sich.

Natürlich darf man nicht unterschätzen, dass das Mobile Web bei weitem noch nicht so weit ist – native Apps haben nicht nur im Performance-Bereich die Nase deutlich vorne. Und das wird auch noch eine Zeit lang so bleiben; zur Not wohl auch mit Hilfe der OS-Anbieter, die schliesslich an jeder verkauften App durch die App Stores mitverdienen …

Es kann nicht schaden, sich ein wenig mit der Thematik zu beschäftigen. Vielleicht gibt es ja den einen oder anderen erhellenden Moment. Bis dahin lassen wir Constantinous Fazit einmal unkommentiert: Web is going to be a game changer, but not in the way we expect it.

Wobei natürlich gilt: Das Mobile Web hat seine Fürsprecher. Und vielleicht kommt am Ende doch alles ganz anders als man denkt …

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