HHVM vs php-fpm/Nginx/Opcache liefern sich ein Foto-Finish
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Nachdem unlängst die Anleitung die Runde gemacht hatte, wie man das Symfony Framework für die HipHop Virtual Machine anpasst, hat sich der italienische Webentwickler Alessandro Tagliapietra an sein Testsystem gesetzt und nachgemessen, ob sich der Stress lohnt. Und um die Pointe gleich vorweg zu nehmen: Er tut es noch nicht!

In einer breit angelegten Messreihe hat Tagliapietra zunächst PHP 5.3.10 mit php-fpm und Nginx gegen das neuartige HHVM-Setup antreten lassen, um später auch APC- oder Opcache-beflügelte Nginx-Setups mit PHP 5.5 in die Benchmark-Tabelle einzupflegen. Der Apache Bench lieferte dabei für unterschiedliche Grade von Nebenläufigkeit Werte für Zugriffe pro Sekunde, Zeit pro Anfrage oder Gesamtdauer einer bestimmten Menge an Zugriffen.

Nach all den Tests hat sich gezeigt, dass bei 100 nebenläufigen Verbindungen (und ein High-Load-Szenario ist der für HHVM interessante Teil der Messreihe) ein Setup aus PHP 5.5 mit Opcache und Nginx etwa drei Prozent mehr Anfragen pro Sekunde verarbeiten kann, für jeden einzelnen davon rund fünf Prozent weniger Zeit benötigt und seine Aufgaben in nur zwei Dritteln der Zeit komplett erledigt, verglichen mit dem HHVM-Setup. Also abgesehen vom letzten Wert ein knappes Ding.

Freilich muss man solche Messwerte mit Vorbehalt betrachten. Die HHVM ist gerade erst dabei, sich auf herkömmliche PHP-Frameworks und -Projekte zu spezialisieren, sodass von Seiten Facebooks hauseigener PHP-Laufzeitumgebung noch einige Optimierungen zu erwarten sein dürften. Dennoch ist es schon mal interessant, lüftet es doch das Geheimnis darum, wie viel hinter dem Versprechen der „superior performance“ wirklich steckt.

Aufmacherbild: fight at the finish line von Shutterstock / Urheberrecht: Martin Lehmann

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