HipHop for PHP: 6 Monate später
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Als Facebook vor einem halben Jahr HipHop for PHP erstmals der breiten Öffentlichkeit vorstellte, schlug die Software, die PHP-Code in hardwarenahen C++ Code übersetzte, ein wie eine Bombe. Der Hype

Als Facebook vor einem halben Jahr HipHop for PHP erstmals der breiten Öffentlichkeit vorstellte, schlug die Software, die PHP-Code in hardwarenahen C++ Code übersetzte, ein wie eine Bombe. Der Hype um die Technologie ebbte zwar genauso schnell wieder ab, wie er gekommen war – nicht zuletzt auch, weil HipHop längst nicht für alle Anwendungsfälle geeignet war und kompilierter C++ Code natürlich auch starrer zu handhaben ist, als dynamisch zur Laufzeit kompilierter PHP-Code.

Nichts desto weniger hat die Technik aber ihre Abnehmer gefunden und heute zieht Scott MacVicar (der HipHop for PHP bereits ausführlich auf der vergangenen IPC Spring 2010 vorgestellt hatte) auf Facebook ein erstes Fazit: HipHop for PHP: six months later.

Demnach habe man die Performance (hier: die Geschwindigkeit von HipHop for PHP) um das 1,8-fache steigern können und sei erste Kooperationen mit Drupal, WordPress, phpBB oder auch MediaWiki eingegangen, um deren Anwendungen speziell für den Einsatz unter HipHop anzupassen. Zwar sei man hier noch fleißig am entwickeln aber bereits jetzt seien zahlreiche Bugs in HipHop gefunden und beseitigt worden und auch die Zwischenergebnisse können sich sehen lassen – Hui Chen, ein im Rahmen des Google Summer of Code eingesetzter Student, konnte zum Beispiel einem WordPress 3.0 satte 40 Prozent mehr Speed beibringen (Scott spricht in seinem Rückblick noch von rund 270 Prozent, der entsprechende Thread wurde mittlerweile jedoch von Facebook-Usern als Spam eingestuft).

Festhalten lässt sich in jedem Fall, dass viele Web Developer in HipHop for PHP auch weiterhin großes Potential zur Performancesteigerung ihrer Anwendungen sehen. Inzwischen gibt es auch FreeBSD-Support sowie Unterstützung für 32-Bit-Systeme, und auch eine erste grundlegende Unterstützung für Mac OS X ist angekündigt – damit lässt sich HipHop heute auch in der eigenen Testumgebung auf dem Laptop ausprobieren.

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