Hotmail ist tot es lebe Outlook.com!
Kommentare

Schon seit Wochen schwirren Gerüchte über einen neuen E-Mail-Dienst durch die Microsoft-Welt. NewMail sollte er heißen und über ein Metro Design verfügen. Jetzt hat Microsoft endlich die Bombe platzen

Schon seit Wochen schwirren Gerüchte über einen neuen E-Mail-Dienst durch die Microsoft-Welt. NewMail sollte er heißen und über ein Metro Design verfügen. Jetzt hat Microsoft endlich die Bombe platzen lassen und den E-Mail-Dienst der Zukunft vorgestellt: Das Kind trägt den Namen Outlook.com und kombiniert Elemente von Exchange und Hotmail.

Hotmail-Nutzer können jetzt zu Outlook.com wechseln
Hotmail-Nutzer können jetzt zu Outlook.com wechseln

Nach und nach soll Outlook.com den bisherigen Dienst Hotmail ersetzen. Dennoch müssen Hotmail-Nutzer die Endung ihrer E-Mail-Adresse zunächst nicht von @hotmail.com oder @live.com in @outlook.com ändern.
Der neue E-Mail-Sevice ist, wie auch schon sein Vorgänger, nur für den Consumer-Bereich gedacht. Für Business-Nutzer ist weiterhin der klassische E-Mail-Client vorgesehen.

Das charakteristischste Merkmal des neuen Dienstes ist sein Metro Design. Ein dreispaltiges Layout mit klarer Typografie kommt ganz ohne potentiell störende Verzierung und ist – wer hätte es gedacht? – optimiert für Touch. Da es sich hierbei um reines HTML handelt, bleibt das Erscheinungsbild auch auf verschiedenen Browsern und Plattformen konsistent.

Outlook.com im Metro Design
Outlook.com im Metro Design

Außerdem kommt Outlook.com mit neuen Filter-Optionen für unerwünschte E-Mails. So kann man beispielsweise bei Newslettern nur den aktuellen behalten oder sie komplett nach einer bestimmten Anzahl von Tagen löschen lassen. Ist in einem Newsletter kein Link zum Abbestellen enthalten, kann man das mit dem neuen Button am unteren Ende der Seite tun – Outlook.com schickt dann eine Anfrage im Namen des Nutzers. Sollte der Newsletter dennoch weiter geliefert werden, fällt er von diesem Zeitpunkt an unter eine Blockier-Regel.

Outlook.com kann Kontakte aus verschiedenen Diensten, unter anderem Facebook, Twitter oder Gmail, importieren; Doppelungen muss man jedoch per Hand zusammen fügen. Mit dieser Methode bleiben die gespeicherten Kontaktinformationen stets aktuell – natürlich vorausgesetzt, der jeweilige Kontakt hält seine Profile auf dem neusten Stand.

Auch in SkyDrive ist Outlook.com integriert. In Microsofts Cloud-Speicherdienst kann man Anhänge lagern und anschließend die Links dazu per E-Mail versenden. So kommt der Anhang auf jeden Fall an und wird nicht vom E-Mail-Client des Gegenübers aufgrund eines vollgemüllten Posteingangs abgelehnt.

Übrigens ist auch eine Skype-Integration geplant. Angehängte Fotos lassen sich jetzt ohne Herunterladen im Vorschaufenster ansehen und auch auf die Office Web Apps hat man mit Outlook.com Zugriff.

In folgendem Video gibt Microsoft einen Überblick über die neuen Outlook.com Features:

Auf mobilen Geräten wird man künftig auswählen können, welchen E-Mail-Client man benutzen möchte – eine native App für Windows Phone ist in Planung. Und auch für Android sowie iOS wird es Outlook.com Apps geben. Einige Experten warnen Windows-Phone-Nutzer jedoch davor, jetzt schon auf Microsofts neuen Mail-Dienst umzusteigen. Immerhin sind alle Einstellungen aus Xbox Live, SkyDrive und dem Marketplace an die alte Adresse gebunden. Nach einem Zurücksetzen und Anmelden mit dem neuen Account müsste man zwar keine App neu erwerben, dafür aber alle neu installieren.

Wer möchte, kann jetzt schon seinen Hotmail Account zu Outlook.com hin upgraden oder sich sogar einen gänzlich neuen Account anlegen. Neue Nutzer bekommen 7 Gigabyte freien Speicherplatz auf SkyDrive geschenkt – hinzugefügt zu einem existierenden SkyDrive-Konto wird dieser allerdings nicht.

Laut Microsoft haben sich schon eine knappe Million Interessierte angemeldet. Einige berichteten jedoch von Problemen bei der Anmeldung, wahrscheinlich im Zusammenhang mit ihren Office 365 Accounts und den damit verbundenen Cookies. Eine Lösung für das Problem ist zwar noch nicht bekannt, in manchen Fällen könnte es aber schon helfen, den Cache zu löschen.

Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Meinungen zu diesem Beitrag

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -