HTML5 letzte Chance für RIM?
Kommentare

Update
Nach der Veröffentlichung unseres Artikels am 02. Mai hat sich Research in Motion mit uns in Verbindung gesetzt, und noch einige Anregungen und Korrekturen geliefert, die einen weiteren Einblick

Update

Nach der Veröffentlichung unseres Artikels am 02. Mai hat sich Research in Motion mit uns in Verbindung gesetzt, und noch einige Anregungen und Korrekturen geliefert, die einen weiteren Einblick in die Entwickler-Möglichkeiten liefern. Natürlich wollen wir Euch die Ergänzungen von RIM-Mitarbeiter Carsten Titt nicht vorenthalten.

Seit der Bekanntgabe der letzten Quartalszahlen wird Research In Motion (RIM) in den Medien gnadenlos torpediert: Der einstige Smartphone-Riese schrieb zum ersten Mal in sieben Jahren rote Zahlen, gibt aber die Hoffnung nicht auf, dass mit dem neuen Betriebssystem BlackBerry 10 alles besser wird. Aktionen wie der anonyme „Wake Up“-Flashmob, zu dem sich RIM im Nachgang bekannt hat, stoßen auf Kopfschütteln bei den Kollegen vom Basic Thinking Blog.

Mit BlackBerry 10 macht RIM von der aktuellen Version 7 einen dreifachen Versionssprung, denn es soll sich um ein fundamentales Update, ja einen Neustart handeln. Carsten Titt schreibt dazu: „BB10 unterstützt diverse Entwicklungsplattformen: Native C/++ mit Momentics oder Visual Studio als IDE. Dazu die HTML5/WebWorks Platform für Web Entwickler. Das Packging von Webinhalten zu nativen Applikationen übernimmt das WebWorks SDK, welches ein Open Source Projekt ist.“

Da die Apps einheitlich für BlackBerry 10 und Playbook 2.0 entwickelt werden, zeichnete sich schon im April ein Plus von 21 Prozent für BlackBerry Apps und 240 Prozent für PlayBook Apps ab (nach Angaben aus der BlackBerry AppWorld).

Das für den Herbst 2012 angekündigte BlackBerry 10 bietet eigentlich sehr interessante Features. So gibt es über den „Flow“ die Möglichkeit, zwischen mehreren Apps hin und her zu blättern, und diese gleichzeitig in einer Mini-Ansicht zu sehen. Beim Fotografieren nutzt die Kamera einen Buffer aus mehreren Bilderframes, die sich hinterher zusammensetzen lassen, sodass niemand auf dem Familienporträt blinzelt. Die Autovervollständigung der Bildschirmtastatur ist ebenfalls ein sehr gut durchdachtes Feature, das die vorhergesagten Wörter über ihren Anfangsbuchstaben anzeigt, statt sie einfach einzufügen (siehe Video). Für das UI-Framework Cascades gibt es ein Photoshop-Plug-in, mit dem man Design-Bilder nach Cascades exportieren kann. Überdies ist es in BlackBerry 10 möglich, an Apps über ein API den Akku-Füllstand weiterzureichen, sodass sie im Ernstfall den Bildschirm abdunkeln oder Warnungen ausgeben können.

Trotz der positiven Vorzeichen von BlackBerry 10 befürchten viele Blogger und Online-Portale schon ein Ende von Research in Motion, war doch bereits von einer Übernahme durch Samsung die Rede. Es bleibt abzuwarten, ob der App-Markt sich weiter füllt und die Web-App-Strategie langfristig aufgeht. Bei Windows Phone 7, dessen Marktanteil mit drei Prozent in Deutschland sehr gering ausfällt, zeichnet sich auch ab, dass die Apps zum Großteil Cross-Platform entwickelt wurden. Also scheint Research in Motion bereits erkannt zu haben, dass man gut daran tut, wenn man die Entwickler von Web-Apps in ihrer gängigen Praxis bestärkt, anstatt ihnen über neue Sprachen Steine in den Weg zu legen.

sorry, your browser does not support iframes

Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Meinungen zu diesem Beitrag

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -