HTML5 – wirklich die Lösung für alles?
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Vor einiger Zeit saßen Bill Gates, Steve Ballmer und weitere wichtige Persönlichkeiten zusammen und überlegten sich, wie sie wieder einmal die Entwickler quälen könnten. Da kamen sie auf die Idee,

Vor einiger Zeit saßen Bill Gates, Steve Ballmer und weitere wichtige Persönlichkeiten zusammen und überlegten sich, wie sie wieder einmal die Entwickler quälen könnten. Da kamen sie auf die Idee, doch ganz einfach JavaScript und HTML5 zum Hype zu erklären, sodass nun jeder diese Technologien erlernen musste. Diese erstaunliche und zugegebenermaßen nicht ganz wahrheitsgemäße Geschichte erzählte uns Daniel Greitens (maximago) in seiner Keynote „HTML5 – wirklich die Lösung für alles?“ auf der BASTA! Spring 2014.

Doch zurück in die Gegenwart. Software ist mittlerweile zu unserem ständigen Begleiter geworden, egal ob wir den iPod mit unserem Autoradio verbinden, unsere Freunde nur noch per Whatsapp kontaktieren oder unsere selbst geschossenen Fotos in Echtzeit auf unseren Fernseher projizieren. Und in all diesen Szenarien erweisen sich HTML5 und JavaScript tatsächlich als nützlich. Glaubt man denen, die diese Technologien zum Hype emporgehoben haben, gibt es dafür drei Gründe:

  1. Plattformunabhängigkeit: Auf jedem Gerät läuft mindestens ein Browser, was HTML5 und JavaScript ermöglicht. Zu beachten sind jedoch immer noch bestehende Browser-Eigenheiten und Abhängigkeiten des Browsers als Plattform.
  2. Performance: Dieses Argument entkräftete Greitens basierend auf seinen Messungen aus einem Realprojekt. Seinen Erfahrungen zufolge ist WPF immer noch deutlich performanter.
  3. viele Frameworks und Add-ons: Hier gibt es AngularJS, Knockout, Ember und und und. Dieses Zusammenstöpseln verschiedener Technologien ist Greitens zufolge kein Problem, denn das haben wir schon unter WPF so gemacht. Der Vorteil hingegen ist die riesige Community, die den Entwicklern mit Rat und Tat zur Seite steht.

All dies zusammengenommen, erweist sich HTML5 als deutlich mehr als nur eine Methode, um die Entwickler zu quälen. Denn damit Software den Benutzer in vielen Kontexten begleiten kann, ist eine gewisse Plattformunabhängigkeit vonnöten und dazu ist HTML5 eben die naheliegende Lösung.

Wenn einfache Interaktionsmethoden ausreichen, auf dem Client nicht zu viele Daten liegen, Agilität möglich und Langlebigkeit nicht unbedingt von höchster Priorität ist, ergibt die Verwendung von HTML5 durchaus Sinn. Aber auch nur dann – Allheilmittel sind HTML5 und JavaScript nämlich nicht.

Aufmacherbild: Swiss knife over white background von Shutterstock / Urheberrecht: Swapan Photography

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