ICANN: haz.cheezburger dank neuer gTLD künftig möglich?
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The web is changing &#133 denn gestern war ein großer Tag: Kurz nach dem ersten richtig großen IPv6-Testflug hat die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers, kurz ICANN, einen Vorschlag approved,

The web is changing &#133 denn gestern war ein großer Tag: Kurz nach dem ersten richtig großen IPv6-Testflug hat die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers, kurz ICANN, einen Vorschlag approved, mit dem es künftig neue, generische Top-Level-Domains (gTLD) geben wird. In Zukunft können Organisationen und Marken also auf eine eigene TLD hoffen – .cheezburger rückt also ebenso in greifbare Nähe wie .cola oder .hessen. Wir haben die wichtigsten Fakten für euch gesammelt.

So sollen pro Jahr zwischen 300 und 1.000 neue gTLDs angelegt werden können. Im ersten Durchgang, der vom 12. Januar 2012 bis zum 12. April 2012 stattfindet, ist geplant, 500 Einreichungen zu prüfen. Billig wird der Spaß jedoch nicht: 185.000 US-Dollar werden für eine solche gTLD fällig:

The gTLD evaluation fee is required from all applicants. This fee is in the amount of USD 185,000. The evaluation fee is payable in the form of a 5,000 deposit submitted at the time the user requests an application slot within TAS, and a payment of the remaining 180,000 submitted with the full application. ICANN will not begin its evaluation of an application unless it has received the full gTLD evaluation fee by [time] UTC [date].gTLD Applicant Guidebook (.pdf, 4,8 MB), 2011

Da sich die ICANN pro Einreichung zwischen neun und 20 Monaten Zeit für die Prüfung nimmt, werden wir also frühestens 2013 mit den neuen TLDs in Berührung kommen. Lohnen könnte es sich dennoch – sowohl was die Wartezeit als auch die Investition betrifft: Wird die gTLD bewilligt ist man Registrar und kann fortan von jedem, der diese gTLD nutzen möchte, eine Gebühr verlangen. Das könnte eine gute Einnahmequelle werden; oder aber für viel Verwirrung stiften, da viele Domains zu speziell sein dürften, um auf breites Interesse zu stoßen. Lediglich Bundesländer oder allgemeinere gTLDs könnten hier erfolgsversprechend sein.

From .com to .brand From .com to .brand (Vergrößern, via CircleID)

Eine Schwemme an Reservierungen vielversprechender gTLDs ähnlich wie bei den Domainregistrierungen dürfte übrigens ausbleiben. Zum einen sorgt der happige Preis für eine ordentliche Einstiegshürde, zum anderen verspricht die ICANN, jede Einreichung auf existierende Trademarks und sonstige Rechte zu prüfen. Man kann also beruhigt davon ausgehen, dass Deutschland drin ist, wo .deutschland dran steht.

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