Innovationsschub für Laravel: Das PHP Framework für Web-Künstler
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Das „PHP Framework für Web-Künstler“ – eingefleischte PHP-Entwickler wissen, dass es sich hier um den Slogan des Laravel-Frameworks handelt. Das MVC-Framework aus der Feder von Taylor Otwell ist seit gut drei Jahren auf dem Markt und hat in den letzten Monaten beachtenswerten Zulauf erhalten.

Damit dies so bleibt, hat Laravel-Gründer Taylor Otwell nun angekündigt, mehr Zeit in sein Baby zu investieren. Durch das Wachstum des Projektes und die Entwicklung neuer Komponenten wie Forge, Cashier, Envoy oder Homestead sei Otwell im Grunde nur dazu gekommen, Issues und Pull Requests zu verwalten, schreibt er auf seinem Blog. Doch natürlich muss Laravel sich auch im Kern weiterentwickeln – und um das gewährleisten zu können, hat Otwell mit Brötchengeber UserScape vereinbart, jede zweite Woche in Vollzeit an Laravel zu arbeiten.

Laravel Roadmap

In welche Richtung der Innovationsschub für Laravel gehen soll, verrät Otwell noch nicht genau. In einem früheren Interview hatte sich Otwell dahingehend geäußert, dass Laravel 4.3 im November 2014 erscheinen wird. Man will dann am 6-monatigen Veröffentlichungsrhythmus festhalten, was bedeutet, dass im Mai 2015 eine 4.4 folgen wird. Pläne für eine nächste Major-Version 5 seien noch nicht im Blickfeld, da man mit der neuen Architektur von Laravel 4 noch mehr als zufrieden sei.

I definitely do not see a major, large version in the next year or more because there would not be a lot to gain. Plus, Laravel 4 is architected pretty well. It is very flexible for people to build packages on. A lot of added functionality comes from people’s packages, and the service providers setup is pretty flexible.

Happy Developers

Zurück zur Kunst: „Happy developers make the best code“ ist auf https://github.com/laravel/laravel zu lesen. Das Laravel Framework sieht sich als Versuch, alle schmerzhaften Punkte aus der Web-Entwicklung durch Abstraktionen zu eliminieren und diese in eine elegante Syntax zu gießen, die Spaß macht. Pate stehen Frameworks wie Ruby on Rails, ASP.NET MVC und Sinatra, die mit ähnlichen Vorsätzen ans Werk gegangen sind.

In der Tat machte Laravel als PHP-basierter Klon von Sinatra, dem Ruby-basierten Web Framework, seinen Anfang. War PHP auf Servern fast allgegenwärtig, erschienen Otwell die Frameworks jedoch lückenhaft. Sein Framework sollte Auth, ORM und Templating bieten. Trotzdem sollte es den Rapid-Development-Charakter nicht einbüßen und eine geringe Schwelle für seine Kollegen bieten, die die Arbeit mit .NET gewohnt waren. Also war Otwell gezwungen, eine überdurchschnittlich umfangreiche Dokumentation zu erstellen. Diese war für Laravel dann vermutlich der Schlüssel zum Erfolg in der Open Source Community.

Inzwischen ist Laravel sehr integriert in diese Welt und nutzt diverse Komponenten des Symfony-Frameworks. Laravel 4 brachte 2013 Erweiterungen in Sachen Testbarkeit und das PHP Packaging System Composer, mit dem sich Laravel leicht mit Fremdkomponenten ausstatten lässt. Migrationen werden durch ein an das Rails-Framework angelehntes Migrationstool erleichtert.

Laravel und die Kunst

Habt Ihr schon Erfahrungen mit Laravel gesammelt? Dann könnt ihr sicher beurteilen, wie glücklich man tatsächlich mit dem Framework wird. Leider hat die Vergangenheit gezeigt, dass Software-Entwickler, die sich für Künstler halten, nicht unbedingt die besten Voraussetzungen zum Programmieren langlebiger Anwendungen mitbringen, siehe: Die Kunst des Programmierens… – oder wie gut ein Entwickler wirklich ist!

Und haben sich nicht die Rails-Leute immer an ihrem „unglaublich eleganten“ Code erfreut? Aber das ist wahrscheinlich ein ganz anderes Thema…

Vielversprechendstes Framework 2014

Laravel steht unter der MIT-Open-Source-Lizenz und ist aktuell in der stabilen Version 4.2.7 zu haben. In einer Umfrage auf SitePoint wurde Laravel Anfang des Jahres zum vielversprechendsten PHP Framework 2014 gewählt – vor Phalcon und Symfony2.

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