Raus aus dem Sandkasten

Integrationsoptionen von SharePoint 2010 und Microsoft Azure
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Die Kosten für die Einführung von SharePoint Server 2010 und besonders dessen korrekte Lizenzierung sind finanziell gesehen kein Pappenstiel. Besonders in mittelständischen Unternehmen fehlen oft die Mittel oder auch die Bereitschaft, dafür nötige Budgets und/oder Personal zur Verfügung zu stellen. Kann die Cloud hier Abhilfe schaffen?

Sharepoint Magazin

Der Artikel „Integrationsoptionen von SharePoint 2010 und Microsoft Azure“ ist zuerst erschienen im Sharepoint Magazin 2.2012

Microsoft SharePoint Server 2010 ist in Organisationen, die über entsprechende Ressourcen und Mittel verfügen, um eine oder mehrere Farmen zu betreiben, weit verbreitet und ob seines gewaltigen Leistungsspektrums sehr beliebt. Ist SharePoint im Unternehmen, müssen neben den Kosten für Einführung und korrekte Lizenzierung zudem Ressourcen in Form von administrativem Personal bereitgestellt werden. Doch nicht jedes Unternehmen kann oder will sich diesen Service leisten. Gerade für Unternehmen im mittelständischen Bereich stellen daher die von Microsoft angebotenen Office-365-Dienste eine Alternative zum On-Premise-Betrieb einer SharePoint-Umgebung dar. Die Kosten für Lizenzen, Hardware, Stromkosten und vieles mehr fallen dadurch weg. Alleine die korrekte Lizenzierung einer SharePoint-Farm kann es erfordern, einen externen Partner zu beauftragen, was wiederum zu Kosten führt. SharePoint Online in der Version 2010 bietet gegenüber seinen Vorgängern jetzt viele neue Funktionen, die es ermöglichen, den Dienst an die eigenen Bedürfnisse anzupassen.

Sandboxed Solutions

Der wichtigste Schritt hierbei war die Einführung der Sandboxed Solutions, mit deren Hilfe SharePoint-Lösungen ohne das Zutun von Farmadministratoren ausgerollt werden. Das Sandboxed-Code-Modell isoliert dabei die Bestandteile der Lösungen pro Site Collection, somit können Site-Collection-Administratoren Lösungen bereitstellen. Jeglicher Code wird in einer Sandbox ausgeführt und ist dadurch in seiner Funktionalität eingeschränkt. Viele dieser Einschränkungen ergeben sich logisch aus dem Sandboxed-Modell – natürlich kann Sandboxed Code niemals außerhalb des Kontexts einer Site Collection Operationen ausführen. Die Installation eines Timer Jobs oder Ähnliches fällt somit flach – wobei, nicht ganz: Es gibt so genannte „Sandboxed Code Proxies“, die einzelne, genau definierte Aufrufe außerhalb des Sandkastens zulassen. Dies ist jedoch nicht Teil dieses Artikels. Im Folgenden sollen die Optionen erklärt werden, die es erlauben, eine SharePoint-Farm in der Cloud zu betreiben und trotzdem die von Microsoft durchgesetzten Einschränkungen zu umschiffen.

Viele dieser Einschränkungen sind dokumentiert, andere nicht. Zusätzlich zu den in [1] dokumentierten offiziellen „Regeln“ gibt es undokumentierte Limitationen. Die Community hat dazu eigene FxCop-Regeln bereitgestellt, die dem Entwickler auch einige undokumentierte Limits in Visual Studio direkt zur Entwicklungszeit anzeigen [2].

Lange Rede, kurzer Sinn: Die Microsoft-Online-Dienste sind gut, aber es gibt viele Einschränkungen, die oft ein Ausschlussgrund sein können.

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