Internationale Rollout-Strategien für internationale Webauftritte
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Welche Communityform?
Zunächst gibt es die Möglichkeit, die Community ohne Trennung der Benutzerkreise zu organisieren und lediglich das Interface an die Landessprache anzupassen. Das funktioniert in

Welche Communityform?

Zunächst gibt es die Möglichkeit, die Community ohne Trennung der Benutzerkreise zu organisieren und lediglich das Interface an die Landessprache anzupassen. Das funktioniert in einer „One-To-Few“ organisierten Community wie Facebook, Google+ und Twitter hervorragend.

Grund dafür ist der meist eingeschränkte Diskussionskreis, der in einer oder mithilfe weniger, aber meist in der allen Beteiligten bekannten Sprache kommuniziert. Anders ist es bei Communities mit entweder regionalem Bezug wie Qype [3] oder solchen, die auf eine „One-To-Many“-Kommunikation etwa in einem Forum ausgelegt sind. Hier kann zwar die Struktur (z. B. redaktionell vorgegebene Forenthemen oder interessante Plätze bei Qype [4]) sprachübergreifend organisiert werden.

Die Nutzerinhalte selbst müssen aber getrennt voneinander betrachtet werden. Sehr schön deutlich wird dies unter [4], wo es auf Deutsch 74 Beiträge, auf Englisch sechs Beiträge, auf Portugiesisch aber noch keinen einzigen gibt. Nicht immer muss der User dabei etwas von getrennten Communities merken, das ist jedoch ein sehr komplexes Thema und gegebenenfalls Stoff genug für einen eigenen Artikel.

Ein Beispiel mit RedSpark

Abschließend möchte ich ein Beispiel für die Umsetzung der oben genannten allgemeinen Strategien anhand des RedSpark CMS, einer von Kuborgh begründeten Open-Source-Erweiterung zum Zend Framework, zeigen. Zunächst gehen wir dabei von einer sehr kleinen Beispielseite auf Englisch aus. Über das Modul RedSparkEnterprise bietet das System die Möglichkeit, neue anderssprachige Mandanten anzulegen.

Beim Klonen des Auftritts bietet das System die Möglichkeit, zwischen den oben genannten Szenarien und der Verknüpfungsstrategie zu wählen. Dabei entscheidet das gewählte Szenario darüber, ob ein überhaupt nicht beziehungsweise nur lose verknüpfter Auftritt oder ein vom Master abhängiger Slave entsteht. Diese Strategie entscheidet dabei letztlich nur darüber, bis hin zu welcher Ebene die Inhalte des abgeleiteten Auftritts mit dem Master verknüpft werden.

Die Sitemap und die Struktur der Seiten-Templates werden dabei in jedem Fall verknüpft. Bei anderssprachigen Auftritten werden die Seiteninhalte nicht verknüpft, sondern direkt für die Übersetzung vorbereitet. Schwieriger ist die Entscheidung jedoch für Medien wie Bilder und Filme. Diese zu duplizieren kann unter Umständen sehr aufwendig und speicherplatzintensiv werden. Sie werden daher selbst bei übersetzten Auftritten erst einmal verknüpft und erst bei Bedarf „gelöst“ und neu hochgeladen.

Bei der Verknüpfung bietet das RedSpark CMS neben den Seiten eine weitere Inhaltsebene in Form so genannter Assets (Abb. 3). Eine Seite besteht dabei aus einer beliebigen Anzahl unterschiedlicher Content-Elemente wie Titel- und Fließtexten, aber auch Medien.

Zusätzlich bietet das System zahlreiche unterschiedliche Sonderformen wie Assets zur Pflege von Listen, zur Steuerung der Sichtbarkeit der Seite oder zur Verwaltung der Inhalte unterschiedlicher weiterer Extensions. Speziell an den Funktionen zur teilweisen Verknüpfung der Inhalte, also dem „Klon mit teilweiser Inhaltsverknüpfung“, sind für das kommende Release 1.5 (geplant für Q2 2012) weitreichende Umbauten geplant und werden derzeit entwickelt.

Abb. 3: Vorschau RedSpark – Klon mit teilweiser Inhaltsverknüpfung

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