Chris Heilman mit seiner Keynote auf der webinale 2015

Vom Internet Explorer zu Edge – no more Excuses left!
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Es gibt keine Ausflüchte mehr – es ist an der Zeit, das Web zu einem besseren Ort zu machen. Das gilt natürlich auch für Microsoft; dessen Internet Explorer bereits seit langem komplett vom Entwickler-Radar verschwunden ist. Doch ist der ewig-gestrige Browser wirklich noch so altmodisch, oder hat sich da nicht doch einiges getan?

Dieser Frage ging Chris Heilmann in seiner Keynote No more Excuses left – let’s make the Web excellent auf der webinale 2015 in Berlin nach und hatte ganz nebenbei ein paar verblüffende Einsichten im Gepäck

Chrome ist der neue Internet Explorer 6

HTML5 is not about one browser, it’s about the web“, so Heilmann. Denn während man früher verächtlich die Nase gerümpft hat, wenn eine Seite für einen Browser – namentlich den Internet Explorer – optimiert war, macht sich heute kaum jemand Gedanken, wenn der Chrome vorausgesetzt wird. Worauf man sich übrigens auch nicht immer verlassen kann …

Dabei gilt, dass der alte Internet Explorer nicht ganz zu unrecht der Feind war; der neue ist es aber schon lange nicht mehr. Der IE11 beispielsweise hatte viele Standards und gute Features implementiert, doch hat das kaum jemand mitbekommen. Denn wir Entwickler leben in unserer Blase und gehen davon aus, dass der Rest der Menschheit es so sieht wie wir. Doch das ist weit gefehlt – Out-of-the-Box-Browser spielen durchaus eine wichtige Rolle. Denn:

We are not our audience!

Von Sudo-Standards zum funktionierenden Web

In seiner unterhaltsamen Reise durch die Geschichte der Webstandards und Browser streif Heilmann allerhand interessante Fragen. Es geht um den Split der Trident-Engine, die Frage danach, warum der Wechsel auf Blink eine schlechte Wahl gewesen wäre und das „ever-growing pack of lies“, also die User Agens Strings, die vom Browser mitgesendet werden.

Am Ende ging es darum, dass Microsoft einen Browser entwickeln musste, der einfach funktioniert. Interoperability, lautet das Zauberwort. Und das ist ihnen aller Wahrscheinlichkeit nach sogar gelungen.

Jetzt wollen wir euch aber nicht mehr länger davon abhalten. Viel Spaß in den nächsten knapp 54 höchst unterhaltsamen Minuten, die tiefe Einblicke hinter die Kulissen von Edge bieten.

Aufmacherbild: Word „oops“ written by 3d letters as colored balloons von Shutterstock / Urheberrecht: Vetreno

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