io.js 1.0.1 – Unstable, aber in Time
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Während die Node.js-Community schon über ein Jahr auf Version 0.12 wartet, hat sich StrongLoop – das Unternehmen hinter dem Fork – ein Herz gefasst und pünktlich zum bereits Anfang Dezember verkündeten Termin eine erste Beta von io.js 1.0.0 veröffentlicht. Zwar liegt der Node.js-Fork mittlerweile aufgrund technischer Schwierigkeiten in Version 1.0.1 vor, dennoch wurde der ursprünglich anvisierte Termin gehalten.

Zwar sollte man das Release weder als final noch als produktionsreif ansehen, dennoch geht dieser Punkt im Konkurrenzkampf um die Gunst der Community ohne Frage an StrongLoop.

io.js 1.0.1

Da zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Version 0.10.15 das letzte stabile Release von Node.js war, zeigt das Changelog alle Fortschritte, die io.js im Vergleich dazu in sich vereint hat. Neben kleineren Details, die unter Anderem auch in Node.js 0.11.15 und im lange überfälligen Release 0.12 zu finden sein werden, finden sich im aktuellen Release auch zahlreiche große Verbesserungen, die in Node schon lange vermisst werden. Dennoch sollte man io.js momentan noch nicht als produktionsreif betrachten:

The choice to release as 1.0.x was not to signify that io.js should be considered production-ready, but because it was a significant enough release from Node.js™ to warrant a major version increment.

Unter anderem enthält das aktuelle Release io.js 1.0.1 auch V8 3.31.71.4. Die JavaScript Engine bietet zahlreiche Features aus ECMAScript 6, die nicht mehr mit dem obligatorischen Flag –harmony aktiviert werden müssen. An Bord sind unter anderem das Block Scoping mit let und const, Generators, Templates und zahlreiche String-Methoden. Einen vollständigen Überblick bietet die ES6-Featureübersicht von io.js.

Streams, Speicherverwaltung und mehr

Die bedeutendsten Änderungen finden sich aber in anderen Bereichen. So wurde die Speicherverwaltung im Vergleich zu Node.js 0.10, das noch in großen Speicherblöcken arbeitete, deutlich verbessert.

Das neue Streams-API streams3 vereinfacht den Umgang mit Streams, während der „Keepalive Agent“ für Performanceverbesserungen sorgen soll, indem er HTTP-Verbindungen zuverlässiger aufrecht hält. Neu ist ebenfalls ein internes API, das von Core- und fortgeschrittenen Modulentwicklern genutzt werden soll, neue APIs zu vereinfachen oder das Monitoring zu ermöglichen. Erste Ausblicke in diese Bereiche bietet die Async Tracker Library.

io.js steht in den Versionen 1.0.0 und 1.0.1 zum Download bereit.

Support und Consulting für Node und io.js

Bei StrongLoop ist man sich seiner Verantwortung gegenüber der vor allem professionell ausgerichteten Kundschaft bewusst und erklärt im selben Atemzug mit der Veröffentlichung von io.js 1.0 einen neuen Service: StrongNode.

In StrongNode bietet das Unternehmen für mindestens 12 Monate den vollen Support für Node.js- und io.js-Core-Module, für die Frameworks LoopBack und Express sowie für diverse Features von LoopBack.

Sowohl damit als auch mit der pünktlich zum angekündigten Termin erfolgten Veröffentlichung hat StrongLoop vorgelegt. Joyent ist mit Node.js nun im Zugzwang – wird dort nicht endlich etwas zielführendes unternommen, dürfte das offene Governance-Modell doch noch in Angriff genommen werden.

Aufmacherbild: Businessmen in arm wrestling, Business competition concept von Shutterstock / Urheberrecht: Ingka D. Jiw

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