Außerdem: ein "Do it yourself"-Countdown-Timer für den Schreibtisch

Inside IoT: Teslas Metal Snake, gehackte Autoschlüssel & 3D-gedruckte Tools für den Bürokrieg
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Die Highlights aus dem IoT-Universum. Heute unter anderem mit Teslas intelligentem Ladegerät für Elektroautos und einem neuen Hack eines Auto-Funkschlüssels. Außerdem stellen wir euch zwei DIY-Projekte fürs Büro vor: ein Countdown-Timer und eine 3D-gedruckte Gummiband-Kanone.

Auch in dieser Woche gibt es wieder spannende Entwicklungen im Internet of Things zu beobachten. Die wichtigsten News und Stories sind hier zusammengefasst.

Kleines Gerät, große Wirkung: Auto-Funkschlüssel gehackt

Sicherheitsexperte und Hacker Samy Kamkar meldet sich zurück: Erneut ist es ihm gelungen, Autos zu hacken. Bereits letzte Woche berichteten wir über das von Kamkar entwickelte Device „OwnStar“, mit dem es ihm möglich ist, Fahrzeuge von GM aufzuschließen und zu starten. Nun hat Kamkar auf der Defcon 2015 ein weiteres Device vorgestellt, dass es ermöglicht, die Wireless-Systeme von Auto- und Garagenherstellern zu hacken: Rolljam. Versucht ein Autobesitzer sein Auto mittels Funksteuerung zu öffnen, klappt das nicht beim ersten Versuch. Soweit ganz normal, möchte man meinen, denn vielleicht ist die Batterie ein bisschen schwach. Unternimmt man dann den zweiten Versuch, geht die Autotür auf – allerdings hat dann bereits der Hacker den Code gestohlen, den er benötigt, um das Auto zu öffnen. Das Ganze funktioniert aufgrund einer – eigentlich sinnvollen – Sicherheitsvorkehrung der Autoindustrie: Um Funkschlüssel sicherer zu machen, wurde ein System entwickelt, das den Code des Generalschlüssels nach jeder Nutzung ändert. So wird theoretisch ein einmal verwendeter Key nutzlos. Theoretisch. Denn Rolljam blockiert das Remotesignal durch zwei Funkgeräte, bevor dieses das Auto erreicht. Ein drittes Gerät wird eingesetzt, um den Code aufzuzeichnen. Beim zweiten Öffnungsversuch des Autobesitzers übermittelt Rolljam den ersten, aufgezeichneten Code und das Auto lässt sich öffnen. Da der zweite Code aber nie übermittelt wurde, ist dieser noch frei und kann von Hackern genutzt werden. Um es mit Samy Kamkars Worten zu sagen:

Ladies and gentlemen, start your engines. And other people’s engines.

Teslas „Metal Snake“-Ladegerät für Elektroautos vorgestellt

Auch wenn die Quartalszahlen von Tesla relativ schlecht aussehen, hat der Elektroauto-Hersteller einen spannenden Prototypen vorgestellt: Ein Ladegerät, das sich automatisch mit dem Fahrzeug verbindet. Dafür müssen sowohl Ladegerät als auch Auto wissen, dass sie sich in Reichweite voneinander befinden – sie müssen also vernetzt sein. Das Auto öffnet seinen Charging-Port, der flexible Metallarm analysiert verschiedenste Daten und Motoren, um sich dann vorsichtig mit dem Anschluss zu verbinden. Das Ganze mutet etwas an eine metallene Schlange, daher rührt wahrscheinlich auch der Name „Solid Metal Snake“:

DIY-Countdown-Timer für den Schreibtisch

Wenn es mal wieder etwas stressiger wird und man droht, in Terminen zu ersticken, hilft ein Countdown-Timer. Damit man ihn aber nicht gleich wieder aus den Augen verliert, sollte der Timer am besten gut sichtbar auf dem Schreibtisch stehen. Aus diesem Grund hat User Mohit SevenSeg entwickelt: Ein Seven-Segment-Display wird über Messingstäbe mit einem Controller (Particle Photon) verbunden. Durch den Particle Core verfügt der Timer über eine WiFi-Verbindung, sodass er jederzeit mit dem Internet verbunden ist. Aus diesem Grund hat sich der Entwickler auch dazu entschlossen, SevenSeg mit Emotionen auszustatten, die neben dem Countdown angezeigt werden. Eine ausführliche Beschreibung zur Bauweise des kleinen Kerlchens findet sich im zugehörigen Blogpost, das Video zeigt den Timer:

3D-Gummiband-Kanone für den „Bürokrieg“

Wem es im Büro zu langweilig zugeht oder wer sich gegen dreiste Kollegen zur Wehr setzen möchte, kann sich nun freuen: Ein 3D-gedruckter Wachposten für den Schreibtisch, der Gummibänder auf unliebsame Kollegen feuert, belebt das Bürogeschehen sicher. Ingenieurstudent Kevin Thomas hat auf thingiverse eine Anleitung gestellt, wie man ganz einfach selbst eine solche Kanone entwickeln kann; die genutzte Project Sentry Gun-Software ist Open Source. Gesteuert wird das Device von einem Arduino-Chip. Möchte man selbst auch ein bisschen Spaß haben und die Kollegen ärgern, lässt sich die automatische Steuerung durch einen Joystick übernehmen. Wir wünschen viel Spaß!

Aufmacherbild: mechanical snake (modifiziert) von Shutterstock / Urheberrecht: DarkGeometryStudios

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