Außerdem: VW bringt künstliche Intelligenz ins Auto

Inside IoT: Amazon Alexa Skill Update, ZeroPhone & Raspberry Turk
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Die Highlights aus dem IoT-Universum: Update für Amazon Alexa Skills | Apple setzt auf Stimmen-Biometrie | VW bringt künstliche Intelligenz ins Auto | ZeroPhone | Raspberry Turk.

Auch in dieser Woche gibt es wieder spannende Entwicklungen im Internet of Things zu beobachten. Die wichtigsten News und Stories sind hier zusammengefasst.

Amazon Alexa Skill Update

Amazon Alexa hat in Form eines Echo oder Dot mittlerweile schon in viele deutsche Wohnzimmer Einzug gehalten. Bei den vielen Skills und Möglichkeiten, die der Sprachassistent bietet, verliert man schnell einmal den Überblick. Deswegen gibt’s hier ein Update bezüglich der neuesten Alexa Skills.

So lässt sich etwa ab sofort über den Lieferando-Skill Essen bestellen, mit Fitbit und Alexa können die eigenen Fitnessziele besser im Blick behalten werden und mit dem Magenta-SmartHome-Skill lässt sich das eigene Smart Home leicht per Stimme steuern. Ebenfalls interessant sind der Skill von ZDFheute Express, der jede Stunde die wichtigsten Nachrichten zusammenfasst, sowie der CHIP Deal des Tages, der täglich die besten Schnäppchen präsentiert.

Die drei am häufigsten genutzten Skills in Deutschland sind übrigens die Frage nach dem Fernsehprogramm, Alexa als Empfangsdame, die alle Gäste begrüßt, und die Bring!-Einkaufsliste.

Siri soll nur noch auf Besitzer hören

Google Home und Amazon Echo sind in letzter Zeit des Öfteren in die Schlagzeilen geraten, weil die Geräte beispielsweise auf Werbestimmen mit dem Wakeword reagierten. Auf diese Weise ist eine Manipulation durch Dritte leicht möglich. Um dieses Risiko zu minimieren, arbeitet Apple derzeit an einer neuen Technologie. So soll Siri in Zukunft nur noch auf die Stimme ihres Besitzers hören und für andere Frequenzen unempfänglich sein. Da die menschliche Stimme individuell ist, will Apple in Zukunft auf Stimmen-Biometrie setzen – so wird die Spracherkennung an eine bestimmte Stimme gekoppelt.

VW bringt künstliche Intelligenz ins Auto

Das chinesische Unternehmen Mobvoi entwickelt unter anderem Spracherkennungs- und Sprachsteuerungsfunktionen für Autos – und genau aus diesem Grund beteiligt sich VW mit 180 Millionen Dollar an einem Joint Venture. Denn eine rudimentäre Spracherkennung ist in einigen Connected Cars von Volkswagen zwar bereits implementiert. Doch in Zusammenarbeit mit Mobvoi sollen die noch nicht so smarten Fahrzeuge auch komplexere Anweisungen verstehen können. Fiat Chrysler und Google hatten bereits 2016 eine ähnliche Partnerschaft angekündigt – das Rennen um das Auto der Zukunft ist eröffnet.

Hier werden neue Inhalte benötigt.

ZeroPhone – ein Raspberry-Pi-Smartphone

Keine Lust mehr auf Samsung, HTC oder Apple? Wie wäre es denn dann mit einem Smartphone, das nicht nur Open Source, sondern auch noch günstig ist? Genau das bietet das ZeroPhone, ein auf dem Raspberry Pi Zero basierendes Smartphone für rund 50 Dollar. Der Preis ergibt sich aus den Einzelteilen: ein Raspberry Pi Zero, eine numerische Tastatur, ein 1,3 Zoll großer monochromer 128×64-OLED-Screen und ein 2G/3G Modem. Alles andere sind Open-Source-Komponenten und dementsprechend kostenlos.

Auf diese Weise erhält man ein Smartphone, das modifizierbar, leicht zu reparieren und genauso leicht zu bauen ist. Das User Interface ist in Python geschrieben und das zugehörige UI-Framework erleichtert die App-Entwicklung. Die Anleitung zum Bau eines Raspi-Phones findet sich auf hackaday.io.

Raspberry Turk – schachspielender Roboter

Der Term Mechanical Turk geht auf einen vorgeblichen Schachroboter zurück, der 1769 von Wolfgang von Kempelen konstruiert wurde. Von Kempelen ließ den Eindruck entstehen, dass das Gerät selbstständig Schach spielte – tatsächlich war darin aber ein menschlicher Schachspieler versteckt.

Im Geiste dieser Erfindung hat Joey Meyer jetzt den Raspberry Turk entwickelt – einen Raspberry-Pi-basierten Schachroboter. Der Raspi treibt den Raspberry Turk an, während sich ein Raspberry-Pi-Kameramodul um die Computervision kümmert. Die Kamera analysiert die Bewegungen auf dem Schachfeld, wodurch der Roboter seinen nächsten Zug ermitteln kann. Dem Ganzen liegt natürlich Machine Learning zugrunde – und viele Stunden mühevoller Kleinstarbeit.

Wer sich für den Raspberry Turk interessiert, dem sei die Projekt-Website ans Herz gelegt. Dort finden sich neben den quelloffenen Codes auch die vollständige Anleitung und die Funktionsweise des Schachroboters.

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