Außerdem: 3D-gedruckte Smartwatch und UI für NASAs Smartwatch-App kreieren

Inside IoT: Apples Projekt Titan, 5G von Samsung & MQTT-Best-Practices
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Die Highlights aus dem IoT-Universum. Heute unter anderem mit Low-Earth-Orbit-Satelliten von Samsung, Apples selbstfahrenden Autos und einem Webinar zu MQTT. Außerdem stellen wir eine 3D-gedruckte Smartwatch von und für Kinder sowie den NASA-Wettbewerb für ein Astronauten-Smartwatch-UI vor.

Auch in dieser Woche gibt es wieder spannende Entwicklungen im Internet of Things zu beobachten. Die wichtigsten News und Stories sind hier zusammengefasst.

Samsung will 5G-Internet mit Low-Earth-Orbit-Satelliten möglich machen

Farooq Khan, Vorsitzender von Samsung R&D America, hat eine Studie mit dem Titel „Mobile Internet from Heaven“ veröffentlicht. Darin kündigt er an, weltweit jedem Zugriff auf 5G-Breitbandnetze verschaffen zu wollen. Jeden Monat soll bis zu einem Zetabyte an Kapazität zur Verfügung gestellt werden. Erreicht werden soll das Ganze mithilfe von 4.600 Low-Earth-Orbit-Satelliten (LEO), die mit einer geringen Latenz von rund zwei Zehntel Sekunden senden sollen. Samsung ist zwar nicht die erste Firma, die für eine weltweite Internetanbindung sorgen will – Facebook beispielsweise spielt mit Aquila schon länger das „Game of Drones“ – könnte aber tatsächlich einen Durchbruch erzielen: Die geplanten LEO-Satelliten ermöglichen eine Geschwindigkeit von bis zu einem Terrabyte pro Sekunde für jedes Device, da diese im Gegensatz zu geostationären Satelliten statt in einer Höhe von 35.786 km nur 200 bis 2.000 km hoch über der Erde operieren. Das würde auch deutlich Kosten sparen, sodass der Gedanke eines globalen, schnellen Internets bald keine Utopie mehr sein könnte.

Doch selbstfahrende Autos von Apple?

Journalisten des Guardian wurden angeblich exklusive Dokumente mit einer Anfrage von Apple bei einer früheren Militärbasis in Kalifornien zugespielt, die bereits von anderen Autoherstellern zu Testzwecken genutzt wurde. Konkrete Informationen, wofür Apple die GoMentum-Station nutzen möchte, gibt es nicht. Allerdings bietet die abgeschirmte Fläche mit über 30 Kilometern an Straßen und Autobahnabschnitten ausreichend Platz, um die Entwicklung von selbstfahrenden Autos voranzutreiben. Seit Anfang des Jahres gibt es immer wieder Berichte, dass Apple im Rahmen des ominösen Projekts „Titan“ an einem selbstfahrenden Auto arbeitet, allerdings – wie immer – ohne Bestätigung seitens des Konzerns. Im Mai nannte Senior-Vize-Präsident Jeff Williams das Auto „the ultimate mobile device“ und sagte, dass sich Apple viele verschiedene Märkte anschaue. Projekt Titan könnte also doch schon weiter sein, als bereits vermutet – wir bleiben am Ball!

MQTT: Getting started

Das Internet of Things stellt vor allem die M2M-Kommunikation vor immer neue Herausforderungen: Etwa alle 80 Sekunden werden neue Devices zum IoT hinzugefügt, die natürlich auch untereinander kommunizieren sollen. MQTT ist ein leichtgewichtiges und skalierbares Protokoll, das das heutige Request/Response-Paradigma zu einer event-driven Publish/Subscribe-Architektur wandelt. Auf diese Weise können tausende Geräte unkompliziert miteinander verbunden werden. In einem knapp einstündigen Webinar der Eclipse Foundation gibt IoTCon-Speaker Christian Götz einen Einblick in MQTT und erklärt dessen Features und Anwendungsfälle. Zahlreiche Fachbeiträge zu MQTT finden Sie auf unserer MQTT-Sammelseite.

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3D-gedruckte Smartwatch für Kinder – von einem Achtjährigen

Als ich acht Jahre alt war, habe ich mich über meine Flik-Flak-Armbanduhr gefreut und war stolz, dass ich sogar schon die Uhrzeit lesen konnte. Omkar Govil-Nair hingegen hat in diesem Alter mal eben eine programmierbare Smartwatch mit einem 3D-Drucker hergestellt. Die O Watch läuft auf einem Arduino und ermöglicht es Kindern, selbst Apps zu programmieren: Von der einfachen Zeitanzeige über einen Kompass bis hin zu einigen Spielen sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Since it is a fully Arduino-compatible product in a tiny package, you can do a lot more – pretty much anything that is possible using a regular Arduino board and a color screen. You will also learn how to do 3D design.

Der junge Entwickler wird Ende September auf der NYC Maker Faire sein Produkt vorstellen; in der Zwischenzeit soll im August eine Kickstarter-Kampagne starten, um Omkars Idee auch anderen Kindern zugänglich zu machen und diese so zum Programmieren zu animieren. Im Video wird das Projekt noch einmal ausführlich vorgestellt:

Contest: UI für Smartwatch-App der NASA entwerfen

Sie sind App-Designer und träumen davon, das die NASA ihre Arbeit fördert? Dann könnte Ihr Glückstag gekommen sein: Die NASA hat einen Wettbewerb für ein Smartwatch-App-UI-Design gestartet. Entwickler sollen die Grundzüge des Smartwatch-User-Interfaces gestalten, das dann von allen Astronauten an Bord der ISS genutzt werden wird. Als Grundlage dient eine Samsung Gear S2; Designer sollen bei der Entwicklung verschiedene Features wie „Crew Timeline“, „Cautions and Warnings“ und „Communication Status application“ berücksichtigen. Das User Interface soll für eine einzige App kreiert werden, die alle diese Eigenschaften in sich vereint. Dass man bei der NASA inzwischen aufgrund von Budgetkürzungen kleinere Brötchen backt, unterstreicht das Preisgeld. Denn neben Ruhm und Ehre spendiert die Raumfahrtbehörde dem Gewinner gerade mal schnöde 1.500 Dollar. Zum Wettbewerb anmelden kann man sich auf der Plattform Freelancer, dort finden sich auch noch einmal die genauen Spezifikationen.

Aufmacherbild: Blue Planet And Red Star, Low Orbit Space View (modifiziert) von Shutterstock / Urheberrecht: Thorsten Rust

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