Außerdem: 2016 - das Jahr des Smart Homes

Inside IoT: Apple Watch, Google Cardboard & Commerce of Things
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Die Highlights aus dem IoT-Universum. Heute unter anderem mit Updates für das Google Cardboard SDK, einer Studie zum Commerce of Things und dem Verkaufsschlager 2015 – der Apple Watch. Außerdem wird 2016 das Jahr des Smart Homes, Mercedes hat die Lizenz zum autonomen Fahren und der Hackster AWS IoT Mega Contest wurde verlängert.

Auch heute gibt es wieder spannende Entwicklungen im Internet of Things zu beobachten. Die wichtigsten News und Stories sind hier zusammengefasst.

Verkaufsschlager 2015: Apple Watch

Auch wenn Apple selbst keine konkreten Absatzzahlen zur Apple Watch nennt, bescheinigt eine Studie von Juniper Research der Watch einen großen Erfolg. So waren im Jahr 2015 51,5 Prozent aller ausgelieferten Smartwatches Apple Watches. Insgesamt wurden rund 17, 1 Millionen Devices ausgeliefert, wovon 8,8 Millionen auf die Apple Watch entfallen. Allerdings ist hier von „ausliefern“ die Rede und nicht von harten Verkaufszahlen – wie viele Watches also tatsächlich verkauft wurden, ist nicht klar. Dennoch scheint Apple das Feld anzuführen, denn laut Studie entfielen zum Beispiel auf Android Wear nur zehn Prozent der Auslieferungen. Ein weiterer spannender Punkt: Smartwatches sind nach wie vor ein interessantes Produkt, allerdings fehlt Nutzern noch immer der „Need to have“-Use-Case.

Updates für Google Cardboard SDK

Google hat seinen Cardboard SDKs für Unity und Android ein neues Feature spendiert: Ab sofort unterstützen die SDKs Raumklang, sodass sich jetzt Audio-Erfahrungen in Virtual-Reality-Apps integrieren lassen. Mit dem Update sollen Apps Töne genauso produzieren können wie Menschen sie tatsächlich hören. So soll etwa ein von rechts kommendes Geräusch im linken Ohr leiser und auch leicht verzögert zu hören sein. Entwickler können außerdem die Größe und die Materialien der Umgebung festlegen, sodass sich der Klang an die aktuelle Umwelt anpasst – in einer Höhle klingt ein Geräusch anders als unter freiem Himmel. Die neue Funktion soll die Performance von Applikationen nur minimal beeinflussen. Zum Testen steht eine Android-Demo zur Verfügung; die Dokumentation findet sich auf der Cardboard-Developer-Site.

Commerce of Things 2015

E-Commerce zählt zu den größten Umsatzgeneratoren unter Mobile-Entwicklern – dennoch nutzt nur eine Minderheit (neun Prozent) diesen Absatzkanal, so die Studie „Commerce of Things 2015“. Doch die Entwickler, die E-Commerce aktiv einsetzen, verdienen im Durchschnitt wesentlich mehr als Developer mit anderen Einkommensmodellen, nämlich zwischen 1.000 und 2.000 US-Dollar monatlich im Vergleich zu 200-350 US-Dollar. iOS bleibt die lukrativste E-Commerce-Plattform: 50 Prozent der Entwickler, die sich mit Apples mobilem Betriebssystem beschäftigen, verdienen mehr als 10.000 Dollar im Monat. Aber auch das Internet of Things ist für viele Entwickler noch Neuland: 57 Prozent der Developer bezeichnen sich als Hobbyisten und 59 Prozent der IoT-Entwickler verdienen unter 500 US-Dollar pro Monat. Derzeit gibt es rund 4,5 Millionen IoT-Developer – doch dank der Mobile-Entwickler ist das Internet of Things in starkem Wachstum begriffen: 59 Prozent von ihnen arbeiten auch an IoT-Projekten. Die ausführlichen Studienergebnisse können über Vision Mobile heruntergeladen werden.

2016 – das Jahr des Smart Homes

Das heiße Thema 2016 wird das Smart Home – zumindest, wenn es nach dem Immobilienunternehmen Coldwell Banker geht. 45 Prozent von 4.000 befragten US-Bürgern verfügen bereits über oder planen, 2016 in Smart-Home-Technologien zu investieren. Von diesen bezeichnen sich 36 Prozent als nicht technik-affin – das spricht laut Studie dafür, dass Smart Home in diesem Jahr im Mainstream ankommen wird. In vielen Häusern finden sich schon smarte Elemente: Am verbreitetsten ist die Unterhaltungselektronik, ein Drittel der Befragten nutzen bereits intelligente Sicherheits- und Belüftungsgeräte. Jeweils zwei Drittel planen, smarte Schlösser und Heizlösungen zu installieren, während 58 Prozent eine intelligente Beleuchtung vorziehen. Übrigens würden 65 Prozent 1.500 Dollar oder mehr in Smart-Home-Produkte investieren, wenn es ihnen beim Hausverkauf helfen würde.

Mercedes mit der Lizenz zum autonomen Fahren

Die neue Mercedes-Benz-E-Klasse ist weltweit das erste Serienfahrzeug, das eine Testlizenz für autonomes Fahren in Nevada erhält. Die E-Klasse ist serienmäßig mit intelligenter Technik ausgestattet, weswegen zu Testzwecken nur kleinere Softwaremodifikationen im Steuergerät DRIVE PILOT nötig sind. Der autonome Testbetrieb ist auf allen Interstates und State Highways in Nevada erlaubt, nur beim Abbiegen sowie beim Auf- und Abfahren müssen die Fahrer noch selbst steuern. Zudem muss nicht nur ein Passagier hinter dem Steuer sitzen, sondern zusätzlich auch ein zweiter Mitfahrer im Fahrzeug sein. Nevada gilt als Vorreiter im Bereich autonomes Fahren; so sind bereits seit Mai 2015 autonome Daimler-Trucks auf öffentlichen Straßen unterwegs.

Copyright Daimler

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Hackster AWS IoT Mega Contest verlängert

Der AWS IoT Mega Contest wurde bis zum 31. Januar verlängert. Hackster und Amazon Web Services suchen nach IoT-Projekten, die den neuen AWS-IoT-Service nutzen. Die Projekte müssen ausführlich dokumentiert sein und sollten hochauflösende Bilder, deutliche Anleitungen, Materialliste, Skizzen, Quellcode und wenn nötig CAD-Dateien enthalten. Den Teilnehmern winken natürlich auch Belohnungen: So erhalten die Top-10-Projekte ein Amazon Kindle Fire HD, Amazon Echo und die Amazon Fire TV Gaming Edition. Bis jetzt haben über 850 Teilnehmer rund 300 Projektideen und 45 Projekte eingereicht. Noch knapp zwei Wochen bleiben zur Erstellung und Übermittlung eines IoT-Projekts – also los geht’s! Inspirationen und Teilnahmebedingungen finden sich übrigens im AWS-Blog.

 

Aufmacherbild: Canadapanda / Shutterstock.com

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