Außerdem: Dreamteam Neo4j und Raspberry Pi sowie ein selbstfahrender Shuttlebus

Inside IoT: Architectural-Framework-Standard, 3D-gedruckte Lehmhäuser & Handy-Selbstbau mit RePhone Kit
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Die Highlights aus dem IoT-Universum. Heute unter anderem mit einem Standard für ein Architectural-Framework fürs IoT, einem Open-Source-Kit zum Handy-Selbstbau sowie Neo4j und Raspberry Pi als Datenspeicher-Dreamteam. Außerdem geht es um 3D-gedruckte Häuser aus Lehm und den ersten selbstfahrenden Shuttlebus in den Niederlanden.

Auch in dieser Woche gibt es wieder spannende Entwicklungen im Internet of Things zu beobachten. Die wichtigsten News und Stories sind hier zusammengefasst.

P2413 – neuer Standard für ein Architectural-Framework fürs IoT

Viele der Standardisierungsprojekte im Internet of Things beschränken sich auf spezielle Branchen und Anwendungsfälle, die schnell nutzlos werden. Der neue Standard für ein Architectural-Framework im IoT, P2413, soll domainübergreifende Interaktion, Systeminteroperabilität und funktionelle Kompatibilität sowie weiteren Treibstoff für das Wachstum des IoT-Markts bieten.

This standard defines an architectural framework for the Internet of Things (IoT), including descriptions of various IoT domains, definitions of IoT domain abstractions, and identification of commonalities between different IoT domains.

Zudem soll das Framework als Referenzmodell dienen, das Beziehungen zwischen unterschiedlichen Branchen innerhalb des IoTs und bekannten Architektur-Elementen definiert. Zusätzlich bietet der Standard eine Referenzarchitektur, die auf dem Referenzmodell aufsetzt:

The reference architecture covers the definition of basic architectural building blocks and their ability to be integrated into multi-tiered systems.

Ausführliche Informationen zum Projekt finden sich auf der Projektwebsite.

RePhone Kit – Das erste Open-Source- und Modul-Handy

Ein Mobiltelefon selbst herzustellen, erfordert einigen Aufwand, ist aber gerade für Tinkerer ein spannendes Projekt. Seeed, eine Hardware-Innovationsplattform, hat jetzt ein Projekt namens RePhone auf Kickstarter gestellt, das es Entwicklern ermöglichen soll, ein eigenes Handy herzustellen. Mitgeliefert werden unter anderem ein Microcontroller, Nano-SIM und auf Wunsch ein Bildschirm. Das RePhone Kit ist Open Source und modular, unterstützt Bluetooth und GSM. Zusätzlich unterstützt das Kit Programming Libraries in Arduino IDE, Lua und JavaScript, die das Handy mit dem Web und IFTTT verbinden können. Für unter 50 Dollar erhält man so einen Bausatz zur Erstellung des eigenen Mobiltelefons.

Neo4j als IoT-Datenspeicher auf Raspberry Pi nutzen

Cloud-zentriertes IoT – also IoT, in dem Devices durch Cloud-Services verwaltet werden – ist einer der großen Trends. Michael Hunger geht noch einen Schritt weiter und befasst sich mit LAN-zentriertem IoT: Mehrere Raspberry Pis in einem LAN können als eine Art Home-Scale-Cloud fungieren, die die meisten Daten und Netzwerke lokal vorhält. Wie das Ganze funktioniert und wie Neo4j und Time Trees bei der Organisation von IoT-Daten helfen, zeigt das Projekt fold. Ausführliche Infos zu Neo4j gibt Michael Hunger in seinem Buch „Neo4j 2.0 – Eine Graphdatenbank für alle„.

Ein Haus aus Lehm – mit 3D-Druck

Lehmhäuser sind durch die industrielle Revolution im 20. Jahrhundert fast komplett verschwunden. Allerdings weisen sie einige Vorteile auf, die gerade im Zuge der wachsenden Erdbevölkerung eine Rolle spielen könnten: Sie sind stabil, von Natur aus isoliert, beständig, nachhaltig – und vor allem sehr günstig. Aus diesem Grund möchte das World’s Advanced Saving Project (WASP) das Baumaterial mit einem modernen Touch wieder populär machen: WASP hat BigDelta, den größten 3D-Lehm-Drucker, vorgestellt, mit dem sich Schicht für Schicht Häuser aus Wasser, Ton und Pflanzenfasern bauen lassen. Die Idee der Nutzung von 3D-Druckern zum Häuserbau ist an sich nicht neu, aber der Ansatz von WASP, sich auf günstiges, natürliches und nachhaltiges Material zu konzentrieren hingegen schon:

Building BigDelta is much more than a dream come true if we consider that , by 2030, international estimates foresee a rapid growth of adequate housing requirements for over 4 billion people living with yearly income below $3,000.

Im Video kann man sich einen Eindruck über die Funktionsweise des zwölf Meter hohen 3D-Druckers verschaffen:

Selbstfahrender Shuttlebus auf öffentlichen Straßen

In den Niederlanden befährt ab November das erste selbstfahrende Fahrzeug die öffentlichen Straßen: der WEpod. Der elektrische Shuttlebus transportiert Passagiere zwischen den beiden Städten Wageningen und Ede – immerhin eine Strecke von rund zehn Kilometern. Die Maximalgeschwindigkeit des Shuttlebusses beträgt 25 km/h und er fährt nicht während der Rush Hour, nachts oder bei schlechtem Wetter. Zusätzlich wird das Fahrzeug durch verschiedene Technologien wie Kamera, Radar, Laser und GPS bei jeder Fahrt fernüberwacht. Gestaltet sich der Testlauf positiv, soll im Mai 2016 die Strecke erweitert werden.

ML Conference 2019

Workshop: Machine Learning 101++ using Python

mit Dr. Pieter Buteneers (Chatlayer.ai)

Honey Bee Conservation using Deep Learning

mit Thiago da Silva Alves, Jean Metz (JArchitects)

Python Summit 2019

Daten analysieren und transformieren mit Python

mit Doniyor Jurabayev (Freelancer)

Advanced Flow Control

mit Oz Tiram (noris network AG)

Aufmacherbild: Houses in Berber Village in morocco (modifiziert) von Shutterstock / Urheberrecht: Andy Clarke

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[…] Sprachen. Besonders spannend waren in diesem Jahr die Programmiersprache ELIoT, der neue Standard P2413 für Architectural-Frameworks, die programmierbare Device-Cloud-Plattform Golgi und Thread, das […]

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