Außerdem: RWE & Cassini stellen Kommunikationsstandard Lemonbeat vor

Inside IoT: Bluetooth 5, Neues von der Eclipse Foundation & Fußball-Fan-Shirt
Kommentare

Die Highlights aus dem IoT-Universum. Heute geht es unter anderem um neue Projekte der Eclipse Foundation, die Vorstellung von Bluetooth 5 und Nokias neue IoT-Management-Plattform IMPACT. Außerdem präsentieren RWE & Cassini den Kommunikationsstandard Lemonbeat, wir stellen euch die vollautomatisierte Drohnen-Plattform Airobotics und ein interaktives Fußball-Fan-Shirt vor.

Auch in dieser Woche gibt es wieder spannende Entwicklungen im Internet of Things zu beobachten. Die wichtigsten News und Stories sind hier zusammengefasst.

Neue IoT-Projekte der Eclipse Foundation

Die Eclipse Foundation hat die Veröffentlichung von gleich vier IoT-Projekten auf einmal bekanntgegeben: Eclipse Kura, Eclipse Paho, Eclipse OM2M und Eclipse SmartHome.

Bei Eclipse Kura handelt es sich um ein Framework zum Erstellen von IoT-Gateways. Aktuell steht es in Version 2.0 zur Verfügung und hilft dabei, Einplatinencomputer wie den Raspberry Pi als IoT-Gateway zu nutzen. Zudem ist mit Kura Cloud-Management von Embedded-Devices möglich.

Mit Eclipse Paho lassen sich Implementationen von MQTT-Protokollen umsetzen. Version 1.2 fügt WebSocket-Support für Java- und Python-Clients sowie einen neuen Go-Client hinzu. Bei Eclipse OM2M steht das 1.0-Release vor der Tür, das eine Implementation der SmartM2M- und oneM2M-Standards mit sich bringt. Eclipse SmartHome erscheint in Version 0.8 und hat ein Framework an Bord, mit dem sich Smart-Home-Lösungen umsetzen lassen. Zu den unterstützten Geräten wurden unter anderem Sonos-Lautsprecher, Belkin-WeMo-Geräte und digitalSTROM-Systeme hinzugefügt.

Einen Überblick über alle Neuerungen bietet der zugehörige Blogpost; von dort können Eclipse SmartHome 0.8 und Eclipse Paho 1.2 bereits heruntergeladen werden. Eclipse Kura 2.0 und Eclipse OM2M 1.0 sollen Ende Juni verfügbar sein.

Bluetooth 5 offiziell vorgestellt

Die Bluetooth Special Interest Group (SIG) hat mit Bluetooth 5 nun offiziell die nächste Bluetooth-Version vorgestellt. Der neue Standard soll vor allem zuverlässige und belastbare Verbindungen für das Internet of Things ermöglichen. Gleichzeitig sollen Technologien wie Beacons und Navigation dadurch vorangetrieben werden. Der Energieverbrauch soll dabei weiterhin gering bleiben.

Increasing operation range will enable connections to IoT devices that extend far beyond the walls of a typical home, while increasing speed supports faster data transfers and software updates for devices.

Zudem soll die Übertragungsreichweite von Low-Energy-Verbindungen vervierfacht werden, die Geschwindigkeit verdoppelt und die Kapazität der Datenübertragungen um 800 Prozent erhöht werden. Ende 2016/Anfang 2017 soll Bluetooth 5 auf den Markt kommen. Bereits 2020 werde jedes dritte IoT-Gerät die Bluetooth-Technologie beherrschen, so Mark Powell, Executive Director der Bluetooth SIG.

Nokia präsentiert neue IoT-Management-Plattform

Nokia möchte ab sofort alle Technologien und Produkte rund um Connected-Devices vereinen – und zwar in der neuen IoT-Management-Plattform IMPACT. IMPACT steht für Intelligent Management Platform for All Connected Things und möchte das Zentrum für jedes verbundene IoT-Gerät sein. Nokia gibt an, dass IMPACT jede Art von M2M-Kommunikation bewältigen kann, darunter auch Datensammlung, -visualisierung und -analyse sowie Event Processing und End-to-End-Security. Das Ganze soll zudem für jedes Device, jedes Protokoll und jede Applikation möglich sein. IMPACT ist modular, skalierbar und läuft in der Cloud. Ausführliche Informationen bietet die Pressemitteilung.

Airobotics: vollautomatisierte Drohnen-Plattform

Bei Airobotics handelt es sich um ein vollautomatisiertes Drohnen-System. Die Drohnen-Plattform ermöglicht es Unternehmen, vorprogrammierte Einsätze völlig autonom per Drohne abzuwickeln. Start und Landung, Batterie- und Frachtwechsel sowie Überwachung der Drohne selbst laufen automatisch ab. Der Kostenfaktor Mensch entfällt dadurch (fast) komplett, einzig zum Einstellen und zum Auswerten der Missionen werden Techniker benötigt.

Die israelische Firma Airobotics will mit der Plattform vor allem große Industrieanlagen und andere strategische Stellen überwachen, prüfen und sichern. In zwei Finanzierungsrunden konnte sich das Unternehmen nun 28,5 Millionen Dollar sichern. Unter den Geldgebern sind übrigens auch Namen wie Noam Bardin, CEO von Waze, und Richard Wooldridge, Google ATAP’s COO, zu finden.

RWE & Cassini stellen Kommunikationsstandard Lemonbeat vor

RWE und die Management- und Technologieberatung Cassini Consulting haben bei der Unternehmensausgründung der Lemonbeat GmbH zusammengearbeitet. Ziel dieser Kooperation ist die Etablierung des Kommunikationsprotokolls Lemonbeat als einheitlicher Sprachstandard für vernetzte Geräte und Anwendungen. Durch die Zusammenarbeit sollen neue Geschäftsmodelle und Anwendungsfälle für B2B-Kunden im Bereich Internet of Things erschlossen werden. Lemonbeat arbeitet unabhängig von der Form der Datenübertragung und der Middleware und kann universell mit anderen Übertragungsstandards eingesetzt werden, zum Beispiel Ethernet, WLAN oder Bluetooth.

Die meisten am Markt verfügbaren Protokolle denken vom Gerät her und definieren anhand dessen die Sprache, die es spricht. Lemonbeat beseitigt die dadurch entstehenden Sprachbarrieren, indem es als Applikationsschicht oberhalb der Geräteebene ansetzt.

Pünktlich zur EM: Fußball-Fan-Shirt

Beinahe jeder ist dieser Tage im Fußball-Fieber, immerhin ist ja auch EM. Fußball ist bekanntlich sehr mit Emotionen behaftet, denn schließlich ist das Ganze ja nicht nur ein Spiel, sondern es geht um sehr viel mehr! Wer sich jetzt noch enger mit dem Ballsport verbinden und die „echten“ Emotionen erleben möchte, sollte einen Blick auf das Football-Fan-Shirt von Wearable Experiments werfen. Das Shirt ist mit einem Smartphone verbunden und sendet bei einem Spiel der Lieblingsmannschaft Vibrationen an den Körper des Trägers. So soll man nicht nur die erzielten Tore besser genießen, sondern auch Fouls und den Frust der Spieler bei einer roten Karte spüren können – und das alles auch noch in Echtzeit.

Details zum Preis und zur Verfügbarkeit gibt es leider noch nicht. Schade, dann müssen wir heute beim Deutschlandspiel wohl doch auf unsere eigenen abgestumpften Gefühle bauen. Möchte man diesen etwas nachhelfen, gibt’s ja immer noch das gute alte Bier. In diesem Sinne: Prost und Daumen drücken für heute Abend!

Aufmacherbild: fifa world cup 2014 germany national football team (modifiziert) von Shutterstock / Urheberrecht: popular business

Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Meinungen zu diesem Beitrag

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -