Mehrwert durch Service – Tipps von der IoT Con Spring 2016

Die Businesspotenziale des Internet of Things
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Das Internet of Things ist eines der heißen Themen der Stunde: Gehyped und verteufelt gleichermaßen, bietet es vor allem Unternehmen ein nicht unerhebliches Potenzial. Um auf lange Sicht erfolgreich zu sein, müssen sich Unternehmen im IoT-Bereich umstellen. Doch die Mühe lohnt sich, denkt man allein an die rund 500 Milliarden Geräte, die 2020 mit dem Internet of Things verbunden sein sollen.

Protokolle, Sensoren, Cloud-Technologien – alles muss an die vernetzte Welt angepasst werden. Aber es schlummert eben ein großes Potential im Internet of Things – gerade für Unternehmen: Laut Studien von McKinsey und Cisco wird das IoT die Welt bis 2025 um rund zehn bis 19 Billionen Dollar reicher machen. Ergebnisse von Goldman Sachs legen nahe, dass dank IoT allein 305 Milliarden Dollar im Gesundheitswesen eingespart werden können.

Über sieben IoT-Brücken musst du gehen

Erstmals wird durch eine Technologie die Brücke zwischen digitaler und physischer Welt geschlagen. Denn jedes beliebige „Ding“ kann mit einem Sensor ausgestattet werden, der mit dem Internet verbunden ist, und seine Funktionalität auf diese Weise deutlich erweitern. Durch das Internet of Things eröffnen sich unzählige neue Möglichkeiten, Kundenbedürfnisse zu befriedigen und Geschäftspotenziale zu nutzen. Gerade für Herstellerunternehmen bietet das Internet of Things eine Vielzahl von Chancen, stellt sie aber auch vor große Herausforderungen, wenn sie langfristig wettbewerbsfähig bleiben wollen.

Rainer Wiedmann ist auf genau diesen Aspekt in seiner Session „Mehrwert durch Service – Businesspotenziale des Internet of Things“ eingegangen und erklärte, dass die Potenziale des Internet of Things nur ausgeschöpft werden können, wenn die Unternehmen sich organisatorisch und ressourcenseitig auf die neuen Anforderungen einstellen. Denn in Zukunft werden intelligente Dinge per Internet nicht nur untereinander kommunizieren, sondern auch selbst in der Lage sein, Entscheidungen zu treffen und Produkte zu bestellen – Stichwort Amazon Dash Replenishment.

Businessmodelle ändern sich – gezwungenermaßen

Um in diesem Markt zu bestehen, gehört der Aufbau einer starken digitalen Infrastruktur, die direkte Vertriebswege, die Entwicklung von Apps sowie die Stärkung der eigenen digitalen Community beinhaltet, dazu. Außerdem geht es um die Bildung von strategischen Allianzen – vor allem in den Bereichen Produktentwicklung, Vertrieb, Technologie, Service sowie Research und Development.

Denn IoT-Produkte funktionieren insbesondere in Ökosystemen und im Rahmen von unternehmensübergreifenden Partnerschaften (z. B. Fitbit mit BP) bzw. mit offenen Schnittstellen – und auch Businessmodelle wandeln sich: Anstelle von Maschinen wird beispielsweise der Zugang zu ihnen als Service angeboten werden (Assets as a Service). Aber auch die smarten Geräte selbst erhalten eine neue Funktion: Sie werden zum E-Commerce-PoS für Verbrauchsgüter wie etwa Waschmittel.

Die großen Player wie Google, Apple, Amazon und Co. haben die Chancen des IoT-Markts längst erkannt und damit begonnen, sich in der gesamten Lebenswelt ihrer Kunden zu etablieren. Der User sollte im Mittelpunkt der Unternehmensstrategie stehen und die Produkte sollten um ihn herum aufgebaut werden. Wer jetzt nicht die richtigen Weichen stellt, der wird über kurz oder lang ins Abseits gestellt, so Wiedmann.

 

Aufmacherbild: Open hand with things connect each other and internet of things word on top von Shutterstock / Urheberrecht: weedezign

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