Außerdem: Amazon Alexa lernt neue Skills

Inside IoT: DDos-Attacken, neuer Unfall mit Google-Auto & Barbies Smart Home
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Die Highlights aus dem IoT-Universum. Diese Woche: Unsichere IoT-Devices führen zu extrem starken DDoS-Attacken, Amazon Alexa lernt neue Skills und Barbie hat ein ziemlich cooles Smart Home. Außerdem gab es einen neuen Unfall mit Googles Self Driving Car, Bosch und SAP partnern und IBM lädt zum Hackathon.

Auch in dieser Woche gibt es wieder spannende Entwicklungen im Internet of Things zu beobachten. Die wichtigsten News und Stories sind hier zusammengefasst.

DDoS-Attacken aufgrund unsicher IoT-Devices

Seit Jahren warnen Sicherheitsforscher vor schlecht gesicherten IoT-Geräten, die irgendwann einmal ernste Konsequenzen nach sich ziehen könnten. Seit letzter Woche weiß man: Die Leute haben recht! Viele unzureichend oder gar nicht gesicherte Devices wurden kompromittiert und zu Botnets zusammengefasst, die dann DDoS-Angriffe von bislang unbekannten Maßstäben durchführten. Letzte Woche erwischte es gleich mehrere Webseiten: So wurde etwa das französische Hosting-Unternehmen OVH von unzähligen DDoS-Attacken getroffen; zwei aufeinanderfolgende Angriffe erreichten zusammen knapp eine Bandbreite von einem Terabit pro Sekunde. Der höchste gemessene Angriff lag bei 799 Gigabit pro Sekunde. Die Attacke zielte auf Minecraft-Server, die Quelle des Junktraffic lag in einem Botnet aus 145.607 gehackten Videorekordern und IP-Kameras.

Kurz zuvor wurde die Website des Cybersecurity-Journalisten Brian Krebs zum Ziel einer DDoS-Attacke mit 620 Gigabit pro Sekunde: „There is every indication that this attack was launched with the help of a botnet that has enslaved a large number of hacked so-called ‚Internet of Things,‘ (IoT) devices — mainly routers, IP cameras and digital video recorders (DVRs) that are exposed to the Internet and protected with weak or hard-coded passwords,“ so Krebs. Untersuchungen von Symantec zeigen, dass die meisten dieser Systeme nicht aufgrund von gerätespezifischen Schwachstellen oder raffinierten Hacks kompromittiert wurden, sondern wegen fehlender grundlegender Sicherheitseinstellungen. Denn viel zu oft bleiben IoT-Geräte unverschlüsselt und geben so ein leichtes Ziel ab.

Amazon Alexa lernt neue Skills

Amazon Echo und Amazon Dot sind nun endlich auch in Deutschland erhältlich und werden zumindest von uns in der Redaktion begeistert aufgenommen. Kein Wunder, verfügt der digitale Sprachassistent Alexa mittlerweile über mehr als 3.000 Skills, also Einsatzmöglichkeiten. Das sind so banale Dinge wie die Informationen zum Wetter oder zu aktuellen Nachrichten, aber auch Pizza bestellen kann der kluge Assistent. Zu den neuen Skills zählen zum Beispiel die Integration von Twitter – Alexa kann Tweets jetzt vorlesen – oder die Möglichkeit, den Hyundai Genesis über Alexa aufzuschließen und zu starten. In Zukunft sollen weitere Skills dazu kommen, angekündigt sind bereits eine Integration mit Bloomberg. Mit diesem Skill könnte Alexa als Business-Analyst eingesetzt werden.

Barbies Smart Home ist cooler als deins

So, du hast also smarte Beleuchtung bei dir zuhause und auch die Temperatur kannst du automatisch regeln? Tja, Barbie hat das in ihrem Hello Dreamhouse auch – und noch viel mehr: Das gesamte Haus lässt sich über Sprachbefehle steuern, lästige Handarbeit entfällt. Ähnlich wie Amazon Alexa wird das Haus über den Befehl „Hello Dreamhouse“ aktiviert, mehr als 100 Aktivitäten sind möglich. So lässt sich beispielsweise die Haustür per Sprachkommando öffnen oder schließen, die Treppen in eine Rutsche verwandeln oder das Haus in einen Partyraum mit farbigen Lichtern und leckeren Plastik-Häppchen verwandeln – just say the words. In jedem Fall verfügt Barbies Traumhaus über das, was auch ein echtes smartes Heim haben sollte: eine Steuerung einfach per Sprache. So entfällt das Sammelsurium an verschiedenen Apps, die unnötig Platz auf dem Smartphone wegnehmen und zudem unpraktisch zu steuern sind.

Google: Neuer Unfall mit Self Driving Car

Immer mehr selbstfahrende Google-Autos sind auf den amerikanischen Straßen unterwegs, wodurch auch die Anzahl der Unfälle zunimmt. Im Zuge dessen berichtete der Internet-Riese auch immer wieder über kleinere Unfälle, in denen das Fahrzeug von anderen Verkehrsteilnehmern gestreift wurde. Erst einmal gab Google eine Teilschuld an einem Unfall zu, als ein Testauto mit einem Bus kollidierte.

Nun war eins von Googles Self Driving Cars erneut in einen Unfall verwickelt, der bis jetzt der schlimmste ist. Allerdings lag in diesem Fall die Schuld beim menschlichen Verkehrsteilnehmer: Auf einer Straßenkreuzung übersah ein Van wohl eine rote Ampel und kollidierte daraufhin mit dem Google-Auto. Verletzt wurde niemand, allerdings entstand ein Sachschaden. Überfahrene rote Ampeln sind in den USA der Hauptgrund für Verkehrsunfälle. Wie Google in einem Statement bekanntgibt, seien aber 94 Prozent aller Unfälle menschengemacht, weshalb selbstfahrende Autos dieses Risiko minimieren könnten.

IoT: Bosch und SAP partnern

SAP und Bosch sind eine strategische Partnerschaft für das Internet of Things, genauer gesagt die Industrie 4.0, eingegangen. Boschs IoT Cloud soll mit der In-Memory-Plattform SAP HANA kombiniert werden, sodass neue Cloud-Technologien und Softwarelösungen entstehen, die Fertigungs- und Logistikprozesse beschleunigen. SAP erhält dafür Zugriff auf Boschs IoT-Microservices, die in die SAP HANA Cloud-Plattform integriert werden. Weiteres Ziel ist die Entwicklung von Standards für die Industrie 4.0. Zudem schließt die Zusammenarbeit Lösungen für das automatisierte Fahren ein, um die dort entstehenden Datenmengen rasch und zuverlässig auszuwerten.

IBM Hackathon: Ran an Watson

IBM lädt zu gleich drei Hackathons mit dem Thema künstlicher Intelligenz ein. Sie finden in Berlin, Hamburg und Frankfurt statt und widmen sich unterschiedlichen Schwerpunkten – von Wetter-Ideen und Entwicklungen im Gesundheitswesen bis hin zu Apps rund um das Thema Geld und Finanzen. Zur Verfügung stehen IBM Watson-APIs via IBM Bluemix, IBM-Experten und interaktive NAO-Roboter.

In Berlin sind Anwendungen rund um Regen-, Blitz- und Sonnendaten gefragt. Der Hackathon findet vom 07. bis 09. Oktober 2016 im Co-working Space AHOY! in Berlin Mitte statt. In Hamburg dreht sich alles um das Thema Digital Health. Der Hackathon findet hier vom 07. bis 09. Oktober 2016 auf dem Gelände von MLOVE im Hamburger Hafen statt. In Frankfurt stehen neue Apps im Mittelpunkt, mit denen sich Finanzen cleverer, sicherer oder sozialer managen lassen. Die Veranstaltung findet vom 25. bis 27. November 2016 statt. Die Challenges sind offen, Ideen jeder Art zum vorgegebenen Thema lassen sich auf der Veranstaltung im Team bearbeiten. Ausführliche Informationen zu den Hackathons finden sich auf der Projektwebsite.

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