Außerdem: IoT-Bastelkoffer für Kinder, neue IoT Acceleration Platform von Sierra Wireless & Toggl-Zeitmesser mit Node und Particle

Inside IoT: Digitales Testfeld Autobahn, Display für Raspberry Pi & Parse im IoT
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Die Highlights aus dem IoT-Universum. Heute unter anderem mit der Eröffnung des Digitalen Testfelds Autobahn, einem Touch-Display für Raspberry Pis und Facebooks Parse im IoT. Außerdem stellen wir einen IoT-Bastelkoffer für Kinder und die neue IoT Acceleration Platform von Sierra Wireless vor & zeigen ein Tutorial, mit dem man einen Toggl-Zeitmesser mit Node und Particle entwickeln kann.

Auch heute gibt es wieder spannende Entwicklungen im Internet of Things zu beobachten. Die wichtigsten News und Stories sind hier zusammengefasst.

Projekt „Digitales Testfeld Autobahn“ gestartet

Bundesminister Dobrindt hat das sogenannte Digitale Testfeld Autobahn auf der A9 offiziell eröffnet. Zwischen München und Nürnberg sollen in den kommenden Jahren Innovationen der Mobilität 4.0 getestet werden. Mitunterzeichner der Innovationscharta sind unter anderem Vertreter der Automobilindustrie und der IT-Wirtschaft. Die Strecke wird volldigitalisiert, mit Sensoren ausgestattet und Technologien des automatisierten und vernetzten Fahrens sollen so unter realen Bedingungen erprobt werden. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Car-to-Car- und Car-to-Infrastructure-Kommunikation in Echtzeit. Noch in diesem Jahr soll mit ersten Maßnahmen begonnen werden – das Testfeld steht allen Unternehmen und Forschern aus In- und Ausland offen. Langfristig gesehen ist das Ziel des Projekts die komplett vernetzte Straße. Dobrindt selbst gibt sich zuversichtlich und geht davon aus, dass innerhalb der nächsten zehn Jahre selbstfahrende Autos unser Straßenbild bestimmen werden. Allerdings ist das vollautomatisierte Fahren im deutschen Straßenverkehr noch nicht erlaubt. Auf der IAA möchte Dobrindt erste Eckpunkte für Gesetzesänderungen vorlegen, damit bald auch in Deutschland selbstfahrende Autos möglich sind.

Raspberry Pi bekommt Touch-Display

Auch wenn es prinzipiell relativ einfach ist, einen Raspberry Pi mittels HDMI-Port an einen Bildschirm anzuschließen, ist es nicht die praktischste Lösung. Die Raspberry Pi Foundation hat auf dieses Problem reagiert und bietet seit heute das offizielle Raspberry Pi Touch-Display zum Kauf an. Das 7-Zoll große Display unterstützt zehn Touchpoints und hat eine Auflösung von 800 x 480 Pixeln. Das Einsteigermodell ist für 60 Dollar zu haben. Angeschlossen wird der Bildschirm via GPIO-Port (in der Ausgabe 6.2015 des Entwickler Magazins wird der GPIO-Port des Raspberry Pis übrigens eine tragende Rolle spielen!) oder microUSB und Flachbandkabel. Wie das Display aussieht und wie es funktioniert, zeigt folgendes Video:

Neue Einsatzmöglichkeiten für Parse im IoT

Facebooks Mobile Backend-Plattform Parse musste sich einigen Veränderungen unterziehen und steht ab sofort nicht mehr nur Tinkerern, sondern auch Herstellern von IoT-Lösungen zur Verfügung. Die neuen Software Development Kits unterstützen nun Plattformen von Atmel, Broadcom, Intel und Texas Instruments. Entwickler können Apps für die unterschiedlichen Hardware-Plattformen entwickeln – beispielsweise für Intels Edison – und diese einfach mit der Parse-Cloud „in minutes, with just a few lines of code“ verbinden. Facebook ruft Entwickler weiterhin dazu auf, mit seinen Open-Source-SDKs App-Device-Kombinationen zu entwickeln. Bis jetzt wurden unter anderem ein smarter Lautsprecher, Connected Cars und einem Amazon-Dash-ähnlichen Button mithilfe von Parse kreiert. Die SDKs stehen auf der Website von Parse zum Download bereit.

Ein IoT-Bastelkoffer für Kinder

Acer hat auf der IFA 2015 einen Arduino-baiserten Bastelkoffer namens Cloud Professor vorgestellt. Der Koffer soll Kinder für das Internet of Things begeistern und sie spielerisch ans Programmieren heranführen. Im Set enthalten sind beispielsweise ein Arudino-Board, USB- und GPIO-Adapter sowie LED-Kontrollleuchten. Das ist aber längst nicht alles: Mithilfe eines zusätzlichen Moduls kann das Entwicklerboard über Acers eigene Cloud-Plattform mit anderen Geräten kommunizieren. Da das vor allem für Einsteiger schnell unübersichtlich wird, bietet Acer Apps an, die sich automatisch mit dem Cloud Professor verbinden und über das Smartphone oder Tablet steuern lassen sollen. Der Bastelkoffer erscheint leider zunächst nicht in Deutschland, sondern ist nur an ausgewählten Schulen in Asien verfügbar.

Neue IoT Acceleration Platform von Sierra Wireless

Kommunikationsspezialist Sierra Wireless hat seine neue IoT Acceleration Platform angekündigt. Sie soll die erste Integrated-Service-Plattform sein, die Cloud, IoT-Hardware und Connectivity-Services vereint und dadurch weltweite Verwendung ermöglicht. Durch die Kombination von Diensten von Sierra Wireless und Drittanbieter-SIMs werden alle Prozesse von einer einzigen Plattform aus gestartet. Zudem ist Entwicklern die Möglichkeit gegeben, sich mit Googles Cloud-Plattform zu verbinden und auf Googles Analyse-Service BigQuery zurückzugreifen. Weiterführende Informationen bietet die zugehörige Presseerklärung.

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Toggl-Zeitmesser mit Particle und Node

Wer kennt das nicht? Tausende Termine, doch welcher war nochmal heute Nachmittag? Und wie lange habe ich jetzt schon wieder an dem eigentlich unwichtigen Projekt gearbeitet? Um das alles im Blick zu behalten, hilft das Zeiterfassungstool Toggl. Das Tool synchronisiert alle Devices und besitzt ein API, mit dem man eigene Apps und Devices nutzen kann. Patrick Catanzariti beschreibt in einem Tutorial, wie man mit einem Button, der mit einem Particle Photon verbunden ist, und einem Node-Server einen Toggl-Zeitmesser steuert. Particle startet und beendet dabei den Toggl-Timer, während Node die Kommunikation zwischen den beiden Devices steuert.

Screenshot: http://bit.ly/1NfjPfz

Screenshot: http://bit.ly/1NfjPfz

Aufmacherbild: blank billboard or road sign on the highway (modifiziert) von Shutterstock / Urheberrecht: Odua Images

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