Außerdem: Philips Hue stellt Bewegungssensor vor

Inside IoT: Docker und Android Nougat auf Raspberry Pi & Mikrocontroller Omega2
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Die Highlights aus dem IoT-Universum. Diese Woche: Android Nougat auf dem Raspberry Pi 3, Docker kommt auf den Raspberry Pi und der Mikrocontroller Omega2 könnte zur Konkurrenz für den Raspi werden. Außerdem stellt Philips Hue einen Bewegungssensor vor, Amazon Alexa hilft beim Finden des Smartphones und in den USA wurden Gesetze zur Drohnenregistrierung verabschiedet.

Auch in dieser Woche gibt es wieder spannende Entwicklungen im Internet of Things zu beobachten. Die wichtigsten News und Stories sind hier zusammengefasst.

Android 7.0 Nougat auf Raspberry Pi 3

Bereits im Juni brodelte die Gerüchteküche um eine Kombination von Android und Raspberry Pi: Im Android Open Source Project (AOSP) findet sich seit einiger Zeit ein Eintrag, der besagt, dass der Raspberry Pi 3 in Zukunft zu den von Google unterstützten Geräten gehören wird. Es wurde bereits ein entsprechendes Verzeichnis angelegt, das aber derzeit noch leer ist. Möglicherweise wird der Support jetzt mit der Auslieferung von Android 7.0 gestartet. User Geek Till It Hertz hat nun ein Video veröffentlicht, das zeigt, wie man Android Nougat auf den Raspberry Pi 3 bekommt. Der Quellcode steht auf GitHub bereit.

Docker kommt auf den Raspberry Pi

Das Release von Docker 1.12.1 macht langgehegte Entwicklerträume wahr: Die Containerplattform lässt sich nun auch mit ARM-Devices nutzen. Das bedeutet, dass Docker jetzt auch auf dem Raspberry Pi läuft, der auf der ARM-Architektur basiert. Die Installation läuft dabei über Raspbian Jessie, die benötigten Debian-Pakete kommen direkt von Docker. Durch diese Ausweitung auf ARM-Geräte wird Docker auch für IoT-Entwickler interessant: eigene Experimente lassen sich nicht nur leicht installieren, sondern können auch einfach weitergegeben werden. Zudem lassen sich Updates, Treiber und Anwendungssoftware direkt aufspielen.

Raspberry-Pi-Alternative? Omega2 kommt mit eingebautem WiFi

Dass der Raspberry Pi ein ziemlich cooler kleiner Computer ist, muss ich an dieser Stelle wohl nicht nochmal betonen. Gerade der Raspberry Pi Zero mit einem Preis von fünf Dollar überzeugt Einsteiger und Profis gleichermaßen. Doch jetzt könnte der Zero Konkurrenz bekommen: Auf Indiegogo läuft derzeit eine Finanzierungskampagne für den Omega2, ein Linux-Computer zur Entwicklung von Connected-Hardware-Apps. Der Omega2 soll ebenfalls fünf Dollar kosten, verfügt aber im Gegensatz zum Zero über eingebautes WiFi und integrierten Flashspeicher. Die Entwickler beschreiben den Computer als „tiny form factor and power-efficiency of the Arduino, with the power and flexibilities of the Raspberry Pi“. Der Omega2 ist modular, besitzt eine 580-MHz-CPU, 64 MB Speicher und USB 2.0.

Allerdings braucht der Raspberry Pi Zero die Konkurrenz nicht zu fürchten, denn sie ist eigentlich keine: Ohne Display-Output, Videoanschlussmöglichkeit und nur wenig RAM ordnet sich der Omega2 in eine andere Klasse ein. Es besteht somit eher eine Rivalität zu WiFi-basierten Mikrocontrollern wie etwa dem ESP-8266.

Philips Hue stellt Bewegungssensor vor

Philips Hue weitet sein Angebot an smarten Glühbirnen aus: Ab sofort ist ein Bewegungssensor erhältlich, der das Licht einschaltet, sobald man vor den Sensor läuft. An sich ein Standard Add-on – jedoch mussten Hue-Nutzer dafür bislang auf Drittanbieter setzen. Der Sensor wird per Batterie angetrieben, sodass man ihn überall im Haus platzieren kann. Mit zwei AAA-Batterien soll das Device zwei bis drei Jahre lang laufen, so Philips. Zudem verbindet sich der Sensor mit der Hue Bridge und führt so Philips-Hue-Befehle aus. Außerdem lassen sich in der Hue-App verschiedene Szenarien und unterschiedliche Empfindlichkeitslevel des Sensors einstellen. So kann man einstellen, welche Lampen sich einschalten und wie lange diese an bleiben sollen. Um Energie zu sparen, wird das Licht übrigens nur dann eingeschaltet, wenn es dunkel ist.

Alexa hilft beim Finden des Smartphones

Mal wieder das Smartphone verlegt? Eben hatte ich es doch noch – das kann doch gar nicht weg sein! Amazon will vergesslichen Nutzern jetzt per Echo helfen: Das Device – oder vielmehr die Alexa-App – kann das verlorene Smartphone lokalisieren; sofern es sich in Hörweite befindet und der Wecker eingeschaltet ist. Alexa unterstützt die App TrackR – um diese einzurichten, muss Echo zuerst einen neuen Skill lernen. Dafür reicht der gesprochene Satz „Alexa, enable find my phone skill.“ Danach muss die App auf dem Smartphone installiert und mit Alexa verbunden werden. Um ein Telefon zu finden, wird nur noch der Satz „Alexa, ask TrackR to find my phone“ benötigt. Allerdings ist diese Funktion nur dann hilfreich, wenn sich das Smartphone in der Nähe befindet.

Drohnenregistrierung in den USA reglementiert

Bereits seit November 2015 arbeiten die Federal Aviation Administration (FAA) und das Department of Transport (DOT) in den USA an einem Plan zur Drohnenregistrierung. Eingereicht wurde der Vorschlag von einer Industrie-Taskforce – darunter unter anderem Google und Amazon –, die den Umgang mit Drohnen reglementieren möchte. Nachdem nun Gesetze zur Drohnenregistrierung beschlossen wurden, sieht es allerdings so aus, als habe sich Amazon damit selbst einen Stein in den Weg gelegt:

Zwar ist das Zulassungsverfahren für kommerzielle Drohnen nun beschleunigt, doch gibt es da noch einige Regeln, die vor allem den Paketlieferplänen von Amazon einen Strich durch die Rechnung machen könnten: So dürfen die Drohnen nur tagsüber bzw. 30 Minuten vor Sonnenaufgang und 30 Minuten nach Sonnenuntergang unterwegs sein. Und was wesentlich schwerer wiegt: Sie müssen stets in Sichtweite des sie steuernden Piloten bleiben. Wir sind gespannt, was sich der Handelsriese einfallen lässt – derzeit testet Amazon seine Paketdrohnen ja ohnehin schon in Europa.

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