Außerdem: Meta 2 Development Kit erschienen

Inside IoT: Firefox OS fürs IoT, neue Amazon-Echo-Geräte & Navigation per Beacons
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Die Highlights aus dem IoT-Universum. Heute geht es unter anderem um die Zukunft von Firefox OS, neue Alexa-Devices für die Amazon-Echo-Familie und Indoor-Navigation mit Beacons. Außerdem ist das Meta 2 Development Kit erschienen und Siemens stellt die Industrie-Cloud MindSphere vor.

Auch in dieser Woche gibt es wieder spannende Entwicklungen im Internet of Things zu beobachten. Die wichtigsten News und Stories sind hier zusammengefasst.

Firefox OS ist tot, lang lebe das IoT

Bereits im Februar hat Mozilla das offizielle Ende von Firefox OS im Mobilebereich verkündet. Stattdessen sollte das Betriebssystem im Internet of Things Anwendung finden. Mozilla möchte sich dort auf Nischen verlegen, in denen Wettbewerber noch keine marktbeherrschende Stellung innehaben. Anhand eines Produktinnovationsprozesses sollen neue IoT-Programme ausgewählt werden, die zuvor von der Community entwickelt wurden. Nun hat Ari Jaaksi, Senior Vice President der Sparte Connected Devices bei Mozilla, vier Projekte vorgestellt, auf die man sich zukünftig konzentrieren will:

  • Project Link: persönlicher User Agent fürs Smart Home, der sich mit IoT-Geräten verbindet und so für Sicherheit und bessere User Experience sorgen soll
  • Project SensorWeb: will frei zugängliche Umweltdaten sammeln und auswerten, um ein besseres Verständnis von Umweltbedingungen zu erhalten (Ziel: Feinstaub-Sensor-Netzwerk)
  • Project Smart Home: günstige Lösung fürs Smart Home als Mittelweg zwischen Komplettangeboten wie Apples HomeKit und Bastellösungen wie Raspberry Pi
  • Project Vaani: IoT-Enabler-Package, über das IoT-Devices ein Sprachinterface bekommen sollen (siehe auch Amazon Alexa)

Amazon: Neue Alexa-Devices

Amazon hat zwei neue Geräte für die stetig wachsende Echo-Familie vorgestellt: Amazon Tap und Echo Dot. Beim Tap handelt es sich schlicht um eine tragbare Version des bereits bekannten Amazon Echo. Der intelligente Lautsprecher Echo ist mit dem Sprachassistenten Amazon Alexa ausgestattet: Aktiviert wird Echo, sobald man den Namen Alexa ausspricht. Die Software kann verschiedene Sprachkommandos verstehen und Smart Devices steuern. So lassen sich beispielsweise ein Wecker stellen, die Wettervorhersage heraussuchen oder diverse Fragen mithilfe von Internetquellen beantworten. Auch der Echo Dot bringt per se nichts Neues: Mit seiner geringen Größe ist er der kleine Bruder des großen Amazon Echo. Er verfügt über einen eingebauten Lautsprecher, kann aber per Bluetooth oder Audiokabel an eine Stereoanlage angeschlossen werden. In Deutschland ist bislang noch keines der Geräte aus der Echo-Familie erhältlich; in den USA will Amazon mit den neuen Geräten den Vorstoß ins Smart Home forcieren.

Indoor-Navigation mit Beacons

Um sich als Besucher in der Bayerischen Staatsbibliothek besser zurechtzufinden, hat sich die Firma Bokowsky + Laymann eine besondere Lösung einfallen lassen: Anhand von Beacons und mit der zugehörigen App werden Besucher ab sofort durch die Bibliothek geführt. Die App namens BSB Navigator leitet Nutzer zielgenau und bietet neben einer interaktiven Karte auch einen Discovery-Modus, der Besucher auf Interessantes aufmerksam macht, und eine Tour-Funktionalität, die auf einer bestimmten Route entlang ausgewählter Points of Interest durch die Bibliothek führt. Auf der IoT Conference wird Markus Bokowsky übrigens in seiner Session „Indoor-Navigation mit iBeacons – ein Praxisbeispiel“ über genau dieses Projekt sprechen und daraus gewonnene Learnings vorstellen. Nicht verpassen!

Meta 2 Development Kit bringt Augmented Reality nach Hause

Augmented Reality (AR) ist ohne Frage eines der heißesten Buzzwords der Stunde. Sobald AR sein volles Potenzial erreicht, wird das die Wahrnehmung und die Nutzung von Technologie vollkommen verändern. Einen Blick auf das, was möglich ist, wagt jetzt Meta mit dem Meta 2 Development Kit. Beim Meta 2 Headset werden – ähnlich wie bei HoloLens oder Oculus Rift – 3D-Objekte direkt vor den Nutzer projiziert. Zu den neuen Features zählen unter anderem ein Sichtfeld von 90 Grad, ein hochauflösendes Display mit 2560 x 1440 DPI, ein Interface für virtuelle Computer und Spacial Mapping. Einen Nachteil gibt’s dann aber doch: Das Headset muss ständig mit einem PC verbunden sein – derzeit läuft Meta 2 unter Windows 8.1 und Windows 10. Zu haben ist das Headset für 949 Dollar.

Industrie 4.0: Siemens stellt MindSphere vor

Auch die Industrie 4.0 schläft nicht: Siemens stellt die neue Industrie-Cloud MindSphere vor, mit der sich IoT- bzw. Industrie-4.0-Lösungen erstellen lassen. Die Plattform ist als offenes System konzipiert, sodass Unternehmen sie als Basis für eigene digitale Services einsetzen können. Einsatzszenarien sind zum Beispiel vorausschauende Instandhaltung, Ressourcenoptimierung und Energiedatenmanagement. Für bestehende Anlagen und Maschinen bietet das Unternehmen die Connector Box an, die die Daten sammelt und in die Cloud sendet. MindSphere dient außerdem als Grundlage für datenbasierte Dienste von Siemens.

 

Aufmacherbild: 3d rendered illustration of Fox cartoon character with fire extinguisher (modifiziert) von Shutterstock / Urheberrecht: Rohit Dhanaji Shinde

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