Außerdem: Google und Levis produzieren smarte Kleidung

Inside IoT: Googles Fliegenklatsche auf Rädern, 3D-Druck mit Windows 10 IoT Core & Arduino goes AWS
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Die Highlights aus dem IoT-Universum. Heute haben wir unter anderem diese Themen für euch: 3D-Druck mit Windows 10 IoT Core, Arduino Web Editor & Cloud Platform auf AWS, neues, „klebriges“ Google-Patent für selbstfahrende Autos und Projekt IMPReSS. Außerdem produzieren Google und Levis smarte Kleidung und intelligente Ohrhörer übersetzen Konversationen in Echtzeit.

Auch in dieser Woche gibt es wieder spannende Entwicklungen im Internet of Things zu beobachten. Die wichtigsten News und Stories sind hier zusammengefasst.

3D-Druck mit Windows 10 IoT Core

Raspberry-Pi-Nutzer können sich über eine neue App für Windows 10 IoT Core freuen: Network 3D Printer. Bereits seit Windows 8.1 bietet Microsoft nativen Support für 3D-Drucker via USB-Plug-and-Play. Doch die neue App weitet diese Unterstützung auf eine größere Bandbreite von 3D-Druckern aus, die über das Netzwerk angesteuert werden können. Verschiedene Windows-Computer in einem Netzwerk können sich denselben 3D-Drucker teilen. Das Release umfasst Netzwerk- und Windows-3D-Druck-Plattform-Support für mehr als ein Dutzend 3D-Drucker, darunter z. B. verschiedene Versionen des Ultimaker und des Printrbot. Ausführliche Informationen zur Nutzung von Network 3D Printer gibt’s im Microsoft-Blog.

Arduino Web Editor & Cloud Platform

Das Arduino-Team hat vor kurzem zwei neue Dienste vorgestellt, die beide auf Amazon Web Services laufen: den Arduino Web Editor und die Arduino Cloud Platform. Der Editor soll vor allem den Entwicklungsprozess vereinfachen und verschlanken. Er läuft im Browser und wird auf AWS gehostet. Mit dem Web Editor kann Code geschrieben und modifiziert sowie in der Cloud gespeichert und von dort aus geteilt werden. Gleichzeitig erkennt der Editor das Board und stellt so sicher, dass nur Code mit kompatiblen Libraries geschrieben wird.

Die Arduino Cloud Platform ist darauf ausgerichtet, das Erstellen von IoT-Applikationen zu vereinfachen. Connected Devices können sich so mit dem Internet verbinden, von Sensoren empfangene Informationen hochladen und per Befehl aus der Cloud Änderungen vornehmen. Da die Plattform auf AWS IoT aufsetzt, können die jeweiligen Geräte nicht nur mit dem Web, sondern auch miteinander kommunizieren. Zudem bietet Arduino mit Arduino Create eine integrierte Online-Plattform, die Makern Zugriff auf unzählige Projekte, Code-Snippets und Anleitungen ermöglicht.

Neues Google-Patent für autonomes Fahren: Fliegenklatsche auf Rädern

Google arbeitet fleißig am Ausbau seiner Flotte von selbstfahrenden Autos. Spätestens nachdem eines der Google Self Driving Cars im Februar einen Unfall mit einem Bus verursachte, arbeitet das Unternehmen an verbesserten Sicherheitslösungen. Das neueste Patent soll vor allem Fußgänger bei einem Zusammenstoß schützen. Denn die schwersten Verletzungen erleiden Unfallopfer meist nicht beim Aufprall selbst, sondern wenn sie danach weggeschleudert werden und unkontrolliert landen. Google will diesen Risiken mit einer neuen Technologie entgegenwirken: Die Motorhaube ist mit einer klebrigen Oberfläche versehen, ähnlich wie Fliegenpapier – wird ein Fußgänger vom Auto getroffen, bleibt er auf der Motorhaube kleben und kann so nicht weggeschleudert oder überfahren werden.Ob das Konzept es auch tatsächlich auf die Straßen schaffen wird, ist fraglich: Man stelle sich nur mal ein Google Car vor, das mit lauter Menschen „beklebt“ ist und so durch die Stadt fährt…

Projekt IMPReSS – Entwicklungsplattform für IoT-Anwendungen

Für zweieinhalb Jahre arbeiteten Entwickler aus der EU und Brasilien gemeinsam am internationalen Forschungsprojekt IMPReSS, das nun abgeschlossen ist. Ergebnis der Bemühungen ist eine Software-Entwicklungsplattform für IoT-Anwendungen. Zur Plattform zählen IDE, Middleware, Tools für die Datenanalyse und spezielle Management- und Entwicklungswerkzeuge. IMPReSS stellt auch die Werkzeuge für häufig anfallende Aufgaben, wie z. B. das automatische Auffinden von Geräten und Diensten im System oder die Datenhaltung und -auswertung. Nach eigenen Angaben soll die Entwicklung die Kosten für IoT-Anwendungen um bis zu 30 Prozent senken. Im Mittelpunkt des IMPReSS-Projekts steht insbesondere der Umweltschutz, sprich die Entwicklung energieeffizienter Systeme und eine Reduktion des CO2-Ausstoßes.

Google und Levis produzieren smarte Kleidung

Bereits auf der letztjährigen Entwicklerkonferenz hatte Google das Projekt Jacquard vorgestellt, das intelligente Kleidung auf den Markt bringen sollte. Seitdem war es aber sehr still um das Projekt geworden. Nun haben Google und Levis auf der I/O ein Modell für eine smarte Jacke präsentiert, die 2017 in die Läden kommen soll. Doch angesichts der langen Wartezeit reißt das Endprodukt keinen vom Hocker – da haben wir uns mindestens mal eine Jacke vorgestellt, die auf unsere Bedürfnisse reagiert und sich z.B. dem Wetter anpasst. Denn „smart“ macht das Kleidungsstück lediglich ein Trackpad im Ärmel, über das Nutzer per Bluetooth ihr Smartphone steuern können. Zum weiteren – eingeschränkten – Funktionsumfang gehören Musikwiedergabe, Telefonieren und Navigation. Das sogenannte Commuter Jacket soll den Anfang einer ganzen Kollektion bilden. Genauere Informationen über die Technologie dahinter bietet die Projektwebsite.

Ohrhörer übersetzen in Echtzeit

Das Internet bringt zwar immer mehr Menschen zusammen, doch eine Barriere steht der internationalen Kommunikation noch immer im Weg: die der Sprache. Doch ein kleines Device will das ändern: die kabellosen Pilot-Ohrhörer können Unterhaltungen in Echtzeit direkt ins Ohr übersetzen. Dafür setzt das Unternehmen Waverly Labs die neuesten Technologien in Spracherkennung, Machine Learning und Wearable-Tech ein. Zu Anfang werden nur romanische und germanische Sprachen unterstützt; weitere Sprachen sollen via Language-Packs zu einem späteren Zeitpunkt zur Verfügung stehen.

Aufmacherbild: Compact personal 3D printer (modifiziert) von Shutterstock / Urheberrecht: Chesky

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